Joachim Löw ist zufrieden

Deutsche Legionäre überzeugen

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Andre Schürrle überzeugte bei seinem Start-Elf Debüt für Chelsea.

Köln - Drei Tage vor der Bekanntgabe des Aufgebotes der deutschen Nationalmannschaft für die WM-Qualifikation gegen Österreich und die Faröer tankten drei deutsche Legionäre am Montag Selbstvertrauen.

Joachim Löw hatte am Dienstagmorgen gute Laune. Der Bundestrainer (53) erfreute sich an den guten Kritiken für seine Nationalspieler Mario Gomez, Andre Schürrle und Mesut Özil, die am Vorabend in Italien, England bzw. Spanien mit ihrem Fußball „Made in Germany“ erfolgreich waren.

Gomez ging in der italienischen Serie A bei seinem Liga-Debüt für den AC Florenz beim 2:1 (2:1) gegen Catania Calcio zwar leer aus, erntete aber ebenso Lob wie Schürrle, der bei seiner Startelfpremiere für den FC Chelsea in der Premier League beim englischen Meister Manchester United ein respektables 0:0 erreichte. Und auch Mesut Özil feierte mit Real Madrid mit 1:0 (1: 0) beim FC Granada ein Erfolgserlebnis, an dem Nationalmannschaftskollege Sami Khedira wegen einer Knieverletzung nicht teilhaben konnte. Ob der Defensivspezialist Löw kommenden Monat für die beiden WM-Qualifikationsspiele gegen Österreich und die Faröer zur Verfügung steht, ist noch ungewiss. Am Donnerstag gibt der Bundestrainer sein Aufgebot bekannt, in dem auch die bereits am Wochenende erfolgreichen Legionäre Miroslav Klose (Lazio Rom) sowie Lukas Podolski und Per Mertesacker (beide FC Arsenal) stehen werden.

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In guter Verfassung befindet sich auch Gomez trotz einer missglückten Aktion, mit der am Dienstag mal wieder der Renner auf der Videoplattform You Tube war. Der 28-Jährige hatte gegen Catania aus sechs Metern völlig freistehend nur den Pfosten getroffen (41. ), konnte nach dem Sieg über seinen Fauxpas aber lachen. „Er hat zwar einen Fehler gemacht, weil zu viele Augen auf ihn gerichtet waren. Jetzt wird er keine Fehler mehr machen“, kommentierte Fiorentina-Präsident Andrea Della Valle den Auftritt von „Super-Mario“.

Zufrieden mit dem neuen Millionenstürmer war Coach Vincenzo Montella: „Gomez muss zwar noch seine Topform finden, er ist aber ein außerordentlicher Spieler, er verleiht der Mannschaft Technik und Energie.“ Auch bei den italienischen Zeitungen kam der neue Florenz-Torjäger gut weg. „Gomez ist ein Koloss, der Wege zum Tor ebnet“, schrieb die Gazzetta dello Sport. „Gomez zeigt guten Willen, hat aber Pech gehabt. Statt einem Tor trifft er nur den Pfosten“, berichtete Tuttosport. So viel Aufmerksamkeit wurde Schürrle und Özil nicht zuteil, da sowohl bei Chelsea als auch bei Real andere die Schlagzeilen bestimmten. Beim FC Chelsea wurde nach dem Teilerfolg bei Titelverteidiger ManU nur über den möglichen Transfer von United-Superstar Wayne Rooney von Old Trafford an die Stamford Bridge geredet.

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Bei Real war der bevorstehende Wechsel von Gareth Bale (Tottenham Hotspur) das alles bestimmende Topthema. Dieser Transfer könnte auch Folgen für die Zukunft von Özil haben, der einen weiteren Konkurrenten hätte. Nach Informationen der spanischen TV-Sendung „Punta Pelota“ soll Manchester United noch diese Woche ein Angebot für Özil zwischen 45 und 50 Millionen Euro abgeben. Der 24-Jährige, der gegen Granada auf seiner bevorzugten Zehnerposition spielte, hatte einige gute Szenen. In der 16. Minute wurde ein vermeintlicher Treffer des gebürtigen Gelsenkircheners nicht anerkannt, da beim Freistoß zuvor der Ball noch in Bewegung war. Nach 65 Minuten musste Özil für Casemiro Platz machen.

Schürrle, der überraschend in vorderster Front agierte, gelang zwar kein Tor, der Ex-Leverkusener deutete bei einem Lattenknaller - allerdings aus Abseitsposition - aber seine Torgefährlichkeit an. „Er hat fantastisch gespielt“, lobte Teammanager Jose Mourinho den 22 Jahren alten Ex-Leverkusener, der erst kurz vor Schluss ausgewechselt wurde. Nach seiner guten Vorstellung im Theater der Träume träumt Schürrle nun davon, dass er auch am Freitag in Prag im Prestigeduell um den europäischen Supercup gegen Bayern München (20.45 Uhr/ZDF und Sky) wieder in der Startelf der Blues stehen wird.

SID

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