Markt bestimmt die Preise

So sieht Ancelotti den Transfer-Wahnsinn

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Carlo Ancelotti ist mit seinem Team auf USA-Reise.

Charlotte - Bayern-Trainer Carlo Ancelotti betrachtet die Explosion der Transferausgaben im Profi-Fußball nicht mit so großer Sorge wie Dortmunds Coach Thomas Tuchel.

Der Markt bestimme den Preis, nicht nur im Fußball, erklärte Ancelotti auf der USA-Reise des FC Bayern München in Charlotte.

Die Transfersummen seien natürlich im Vergleich zur Vergangenheit deutlich angestiegen, räumte der Italiener ein. Aber zugleich hätten auch die Investitionen etwa der Fernsehsender weltweit zugenommen. Auch bei den Transfersummen würden die Gesetze der Marktwirtschaft gelten, sagte Ancelotti: „Ein Verein muss verkaufen und ein anderer kauft. So funktioniert der Markt.“ Der Fußball sei eben sehr bedeutend für viele: „Die Menschen lieben den Fußball.“

BVB-Coach Tuchel hält die Transfer-Entwicklungen für nicht mehr angemessen. „Der Markt ist verrückt. Die Preise sind außer Kontrolle. Das ist nicht gesund“, hatte er festgestellt: „Da ist kein Bezug mehr zu den Leuten, die in das Stadion kommen. Wir müssen aufpassen, dass wir diese Menschen nicht verlieren.“

Es zirkuliere zu viel Geld. Immer, wenn das der Fall sei, sei es nur eine Frage der Zeit, bis der Markt außer Kontrolle gerate, mahnte Tuchel. Sein Verein hat in der laufenden Transferperiode aber auch schon mit Spielerverkäufen und Spielereinkäufen insgesamt mehr als 200 Millionen Euro bewegt.

Ticker zur USA-Reise auf tz.de.

dpa

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