Wolff im Interview

"Zu früh, um von Vettel-Jagd zu sprechen"

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Toto Wolff.

Jerez - Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff will die Hatz auf Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel noch nicht eröffnen: das Interview.

 „Es ist viel zu früh, in diesem Stadium schon von irgendeiner Jagd zu sprechen“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa vor dem Testauftakt der Formel 1 an diesem Dienstag. Sowohl die neuen Silberpfeile als auch der neue Red Bull werden unmittelbar vor den ersten Proberunden enthüllt.

Auch die MercedesAMG-Ingenieure und der neue Teamchef Paddy Lowe mussten sich den riesigen Herausforderungen stellen, die vor allem die neuen Turbomotoren, das neue Hybridsystem ERS und die aerodynamischen Einschnitte mit sich bringen. „Seit vielen Wochen arbeiten die Ingenieure mit Hochdruck daran, alle Komponenten zusammenzuführen. Das ist gut geglückt, auch wenn nicht nur die eine oder andere, sondern jede Nacht eine Nachtschicht notwendig war“, sagte Wolff. Die ersten 40 Kilometer hatte der F1 W05 mit Nico Rosberg am Steuer am vergangenen Freitag in Silverstone absolviert.

Es werde sicher eine Herausforderung für MercedesAMG, ähnlich erfolgreich zu sein wie Vettel in den vergangenen vier Jahren, betonte Wolff. „Wie gesagt, wir sind jetzt die ersten Kilometer gerollt, jetzt müssen wir mit beiden Beinen am Boden bleiben und uns auf die eigene Leistung konzentrieren.“

Das Interview im Wortlaut

Verlief die Entwicklung des neuen Autos so, wie Sie es sich vorgestellt haben? Oder gab es auch unerwartete Rückschläge?

Wolff: Die Entwicklung des neuen Autos war unheimlich komplex. Es ging um das Zusammenführen des neuen Antriebsstrangs mit einem neuen Chassis und einer Menge aerodynamischer Veränderungen. Seit vielen Wochen arbeiten die Ingenieure mit Hochdruck daran, alle Komponenten zusammenzuführen. Das ist gut geglückt, auch wenn nicht nur die eine oder andere, sondern jede Nacht eine Nachtschicht notwendig war. Aber am vergangenen Freitag sind wir gefahren, und das ist gut.

Sind Sie auf alles gefasst, wenn der neue Silberpfeil am Dienstag auf die Strecke fährt?

Wolff: Am Dienstag geht das Testen offiziell los mit allen anderen Teams, und wir sehen, wo die anderen stehen. Das ist ein erster Indikator, wie die anderen Teams sich aufgestellt haben für die neue Saison. Ich glaube, dass es am Anfang vor allem nicht ein herkömmlicher Test sein wird, bei dem es um Rundenzeiten oder Performance geht, sondern hauptsächlich um Haltbarkeit und Komponenten und Komponententests. Insofern unterscheidet sich diese Saison vielleicht von allen bisherigen.

Ist MercedesAMG bereit für die Jagd auf Sebastian Vettel?

Wolff: Es ist viel zu früh, in diesem Stadium schon von irgendeiner Jagd zu sprechen. Sebastian Vettel war die letzten vier Jahre das Maß aller Dinge, und es wird sicher eine Herausforderung für uns, ähnlich erfolgreich zu sein. Wie gesagt, wir sind jetzt die ersten Kilometer gerollt, jetzt müssen wir mit beiden Beinen am Boden bleiben und uns auf die eigene Leistung konzentrieren. In Melbourne geht's dann darum, wo wir im Vergleich zu den anderen stehen.

dpa

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