F1 für Frauen: Ecclestones Idee sorgt für Verärgerung

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Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Foto: Jens Büttner

Berlin (dpa) - Auf Bernie Ecclestones Vorschlag einer Frauen-Formel-1 hat der Internationale Automobilverband FIA zurückhaltend reagiert.

Diese Idee sei etwas, dass man nicht ohne eine angemessene Diskussion und Untersuchung verwerfen würde, sagte Michele Mouton, Präsidentin der Kommission für Frauen im Motorsport der Nachrichtenagentur AP.

Die ehemalige Rallye-Pilotin machte aber auch klar, was sie von Ecclestones Plan hält. "Aus meiner eigenen Erfahrung glaube ich fest daran, dass Frauen auf dem gleichen Niveau gegen Männer antreten wollen." Über Jahrzehnte hätten sie bewiesen, dass das möglich sei, wenn es auch nur wenige gewesen seien. In einer Mail zuvor an AP hatte Mouton nach Angaben der Agentur geschrieben, dass sie "verärgert" und "sehr enttäuscht" von Ecclestones Vorschlag sei.

Auch bei Williams-Testpilotin Susie Wolff stieß die Idee des Formel-1- Geschäftsführers auf wenig Gegenliebe. Laut der "Times" meinte sie, dass dies nicht der beste Schritt nach vorn sei. Die Italienerin Lella Lombardi war 1976 zuletzt bei einem Grand Prix gestartet.

Dafür präsentierte sich die spanische Entwicklungsfahrerin Carmen Jorda, deren Engagement beim Rennstall Lotus für Schlagzeilen gesorgt hatte, nun als Ecclestone-Fürsprecherin. In einem Interview auf der offiziellen Formel-1-Homepage sagte die 26 Jahre alte Spanierin am Freitag: "Sollte es eine Frauen-WM geben, wäre das fantastisch."

Jorda war in den vergangenen drei Jahren in der GP3 gefahren und hatte 2014 lediglich den 29. Rang belegt. Ihr Engagement bei Lotus löste daher auch Kritik aus.

Ecclestone-Artikel

Interview Jorda

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