"Versuchen, Mercedes zu kitzeln"

Vettel will Lauerstellung gegen Silberpfeile nutzen

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Sebastian Vettel will mit der Scuderia Ferrari weiter Druck auf Mercedes ausüben.

Stuttgart - Ferrari-Pilot Sebastian Vettel will den Druck auf die Formel-1-Silberpfeile weiter hochhalten und bei möglichen Patzern des Weltmeister-Rennstalls zur Stelle sein.

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel will den Druck auf die Formel-1-Silberpfeile weiter hochhalten und bei Patzern des Weltmeister-Rennstalls zur Stelle sein. „Wir versuchen, Mercedes zu kitzeln, und wenn bei denen etwas schiefgeht, dann müssen wir direkt dahinter sein und zuschlagen. Wichtig ist allerdings auch, dass wir uns währenddessen nicht von den Teams hinter uns überholen lassen“, sagte der viermalige Weltmeister der „Welt am Sonntag“ in einem Interview vor dem Europa-Auftakt am nächsten Sonntag in Barcelona.

In seinem ersten Jahr bei der Scuderia steht für den früheren Red-Bull-Piloten auch weiter viel Aufbauarbeit an. „Mercedes hat noch immer das stärkste Paket. So einen Vorsprung holt man nicht so schnell auf“, sagte der 27-Jährige. „Ferrari hat über den Winter einen Schritt nach vorne gemacht, aber um letztendlich auf dem gleichen Level wie Mercedes zu sein, wird es noch dauern.“

Vettel liegt in der Fahrerwertung auf Platz drei hinter dem klaren Spitzenreiter Lewis Hamilton und dessen Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg. Während der Brite schon drei Grand Prix in diesem Jahr gewinnen konnte, siegte der Heppenheimer immerhin einmal.

Sein Teamchef Maurizio Arrivabene sieht in Vettel nicht „nur einen Weltmeister im Auto, sondern auch einen Weltmeister des Herzens“, sagte der Italiener in einem Interview der „Bild am Sonntag“.

Parallelen zwischen Vettel und der früheren Ferrari-Legende Michael Schumacher erkennt Arrivabene nicht zwingend. „Ich sehe höchstens kulturelle Gemeinsamkeiten. Also deutsche Eigenschaften, die beide gemeinsam haben“, erläuterte der 58-Jährige und meinte damit etwa Hingabe und Präzision bei ihrer Arbeit.

Zu Spekulationen über ein mögliches Angebot an Weltmeister Hamilton, dessen auslaufender Vertrag bei Mercedes noch immer nicht verlängert ist, sagte Arrivabene: „Wofür brauche ich Lewis Hamilton, wenn ich ein Schwergewicht wie Vettel habe? Wir haben schon zwei Weltmeister. Ich würde mich eher nach einem jungen, talentierten Fahrer umschauen und ihn mit Sebastian zusammentun.“

Vettels aktueller Teamkollege Kimi Räikkönen ist noch dieses Jahr an Ferrari gebunden. Die Scuderia kann eine Option auf eine weitere Saison ziehen. „Wenn er weiter so gut fährt, werden wir ein weiteres Jahr verlängern“, kündigte Arrivabene an.

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