Angriff auf fünften WM-Titel

Red Bull und Mercedes enthüllen neue Autos

+
Sebsatian Vettel (l.) und sein neuer Teamkollege Daniel Ricciardo posieren mit dem neuen RB10.

Jerez - Es geht los: Für Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel hat die Mission „Fünf“ begonnen. Die erste Runde in Jerez drehte aber Lewis Hamilton im neuen Formel-1-Mercedes. Der neue Ferrari kam nicht weit.

Eleganter Silberpfeil gegen Jubiläums-Red-Bull: Die erste Runde ist an den neuen Mercedes gegangen. Um Punkt 09.00 Uhr am Dienstagvormittag eröffnete Lewis Hamilton im F1 W05 die Testfahrten für die kommende Formel-1-Saison. Unmittelbar zuvor hatte er mit Teamkollege Nico Rosberg den Wagen präsentiert, kurz danach hatte Titelverteidiger Sebastian Vettel seinen neuen Red Bull enthüllt. „Das Auto sieht diesmal ziemlich anders aus, vor allem drunter“, betonte Vettel. Neben gravierenden aerodynamischen Änderungen werden die Autos neuerdings von Turbotriebwerken und einem deutlich leistungsstärkeren Hybridsystem angetrieben.

Um kurz nach acht scharten sich zuerst an die hundert Fotografen und Kameraleute vor der Mercedes-Box. Der Sichtschutz wurde beiseite und der Wagen noch mit schwarzer Abdeckung aus der Garage geschoben. Um 8.22 Uhr enthüllten Rosberg und Hamilton dann ihren Mercedes F1 W05. „Schaut euch meinen neuen Silberpfeil an. Darum hab ich geschrieben, dass er schnell aussieht“, postete Rosberg stolz und prompt bei Twitter und Facebook.

Erst der Anfang eines Abenteuers

„Dieses Auto ist das Endergebnis mehrerer Jahre intensiver Arbeit, aber uns ist klar, dass es erst der Anfang dieses Abenteuers ist“, meinte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff, der nach dem Ende der Ära von Teamchef Ross Brawn den Rennstall zusammen mit Paddy Lowe führt. Die Fahrzeugspitze ist eher elegant: Auf eine rüsselartige Nase wie zum Beispiel beim neuen Force India von Rosberg-Landsmann Nico Hülkenberg haben die Mercedes-Designer verzichtet. Sie ist breiter und geschwungen.

Vettel (r.) und Ricciardo enthüllen ihr neues Auto.

15 Minuten nach dem neuen Mercedes stand auch der neue Red Bull in ganzer Pracht da. „Der RB10 hat wenig gemeinsam mit seinen Vorgängern“, schrieb Red Bull in seiner Pressemitteilung. Auch am RB10 fällt die regelbedingt tiefe Nase auf, die die Maximalhöhe von 18,5 Zentimetern in diesem Jahr nicht überschreiten darf. Sie läuft relativ spitz zu, ist vorn schwarz lackiert und sehr flach. Angetrieben wird das Auto, mit dem Red Bull in seine zehnte Formel-1-Saison startet, wie in den vergangenen Weltmeister-Jahren von einem Renault-Motor.

Formel 1: Das sind die Fahrer der Saison 2014

Diese 22 Fahrer werden in der Formel-1-Saison 2014 an den Start gehen. Neben einigen Fahrerwechseln dürfte für die Fans die Neuerung bei den Startnummern interessant sein: Jeder Fahrer hat für seine weitere Karriere eine feste Startnummer gewählt. © dpa
Titelverteidiger Sebastian Vettel (26) peilt nach seinem souveränen Triumph 2013 auch 2014 den Titel an. Es wäre der fünfte in Folge. Die Wahl des Heppenheimers bezüglich der Startnummer fiel auf die Nummer 5, doch aufgrund seines Weltmeistertitels 2013 startet er diese Saison natürlich mit der 1. © picture alliance / dpa
Daniel Ricciardo fuhr in den vergangenen zwei Jahren beim kleinen Bruder von Red Bull, bei Toro Rosso. Nach dem Ausscheiden des Australiers Mark Webber übernimmt nun dessen 24-jähriger Landsmann den Platz neben Sebastian Vettel. Er startet mit der Nummer 3. © picture alliance / dpa
Fernando Alsonso (32), der 2012 und 2013 Vize-Weltmeister hinter Vettel wurde, startet mittlerweile im fünften Jahr für den italienischen Traditionsrennstall Ferrari. Ab sofort prangt auf seinem Renner seine persönliche Glückszahl 14. Der Spanier war bereits 2005 und 2006 Weltmeister. © picture alliance / dpa
Der Finne Kimi Räikkönen (34), wegen seiner kühlen Art auch "Iceman" genannt, startet nach einem kurzen Rally-Intermezzo und zwei Jahren im Cockpit von Lotus nun wieder mit der Startnummer 7 für Ferrari. © picture alliance / dpa
Nico Rosberg, der zweite Deutsche im Fahrerfeld, startet seit 2010 für Mercedes. Der Wiesbadener geht mit seinen 28 Jahren in seine mittlerweile zehnte Saison und gehört somit zum festen Inventar der Formel 1. Er wählte die Nummer 6, mit der sein Vater Keke Rosberg 1982 Weltmeister wurde. © picture alliance / dpa
Der 29-jährige Brite Lewis Hamilton, Weltmeister von 2008, startet nach seinem Abgang von McLaren in die zweite Saison mit Mercedes. Er hat die Nummer 44 für seinen Boliden gewählt. © picture alliance / dpa
Sein Landsmann Jenson Button steht vor seiner 15. Saison als Formel 1 Fahrer und fährt seit 2010 für das britische McLaren-Team. Er wählte die Nummer 22, mit der der 34-Jährige 2009 Weltmeister wurde. © picture alliance / dpa
Der 21-jährige Däne Kevin Magnussen ist eines der neuen Gesichter in der Formel 1 und wird das zweite Cockpit bei McLaren besetzen. Er fährt mit der Nummer 20. © picture alliance / dpa
Romain Grosjean (27, Frankreich) haftet aufgrund seiner risikoreichen und teilweise rücksichtslosen Fahrweise das Image eines Crash-Piloten an. Auf Youtube gibt es zahlreiche "Grosjean Crash-Compilation-Videos", die seine verschiedenen Unfälle zusammengefasst zeigen. Dennoch beendete er die letzte Saison auf einem ordentlichen siebten Rang. Kommende Saison wird er im Lotus mit der Startnummer 8 ins Rennen gehen. © picture alliance / dpa
Der Venezolaner Pastor Maldonado (28) wechselt 2014 vom Williams ins Lotus Cockpit und ersetzt dort Kimi Räikkönen. Er landete 2013 in der Fahrerwertung auf Rang 18. Er wählte die eigentlich als Unglückszahl bekannte 13 als seine persönliche Startnummer. © picture alliance / dpa
Adrian Sutil, der von 2008 bis 2011 sowie 2013 für Force India fuhr, wechselte trotz seines bis Ende 2014 datierten Vertrags innerhalb der Formel 1 zu Sauber. Der 31-jährige Deutsche wurde 13. in der letztjährigen Fahrerwertung und geht 2014 mit der höchsten Startnummer (99) ins Rennen. © picture alliance / dpa
Der Mexikaner Esteban Gutiérrez (22) debütierte 2013 in der Formel 1 und landete in der Fahrerwertung auf Platz 16. Er wird oft mit modischem Nasenpflaster gesichtet und startet in seiner zweiten Saison im Sauber-Cockpit mit der Nummer 21. © picture alliance / dpa
Der vierte Deutsche im Fahrerfeld ist Nico Hülkenberg (26). Er kehrt 2014 zu seinem alten Rennstall Force India zurück, für den er bereits 2011 als Testfahrer und 2012 als Stammfahrer aktiv war. Er wurde 2013 im Sauber Zehnter in der Fahrerwertung, fährt nun mit der Nummer 27. © picture alliance / dpa
Nach zwei Jahren bei Sauber und einer Saison bei McLaren wechselte der Mexikaner Sergio Perez (23) nun zu Force India und wird Teamkollege von Nico Hülkenberg. Landete 2013 auf dem 13. Platz der Fahrerwertung. Seine neue Startnummer ist die 11. © picture alliance / dpa
Der langjährige Ferraripilot Felipe Massa (32) wechselt zur neuen Saison zu Williams und bildet dort mit Valtteri Bottas das Fahrerduo. Entschied sich für die 19 als Startnummer. © picture alliance / dpa
Der letztjährige Formel-1-Debütant Valtteri Bottas (24) landete 2013 auf dem 17. Rang der Fahrerwertung. Der zweite Finne neben Kimi Räikkönen startet im Williams mit der Startnummer 77. © picture alliance / dpa
Jean-Eric Vergne (23) fährt seit 2012 für Toro Rosso und belegte 2013 den 15. Platz in der Fahrerwertung. Der Franzose startet ab sofort mit der Nummer 25. © picture alliance / dpa
Der 19-jährige Russe Daniil Kwjat war bei Toro Rosso bereits 2013 aktiv, jedoch nur als Testfahrer. Nach seinem parallelen Titelgewinn 2013 in der GP3-Serie bekam er für 2014 ein Cockpit in der Formel 1. Er startet mit der Nummer 26.   © picture alliance / dpa
Der Japaner Kamui Kobayashi fuhr bereits von 2010 bis 2012 für Sauber in der Formel 1. Nach einem einjährigen Gastspiel in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft fährt der 27-jährige nun für das Team Caterham. Entschied sich für die 10. © picture alliance / dpa
Der Schwede Marcus Ericsson (l.) startet zum ersten Mal in der Formel 1 und bildet mit Kamui Kobayashi das Fahrerduo des Caterham-Teams. Als Startnummer hat der 23-jährige die Nummer 9 gewählt. © picture alliance / dpa
Jules Bianchi (24) fuhr in seiner Debütsaison nicht in die Punkteränge, darf sich aber dennoch ein weiteres Jahr im Cockpit von Marussia, das 2014 mit Ferrari-Motoren antritt, versuchen. Der Franzose startet mit der Nummer 17. © picture alliance / dpa
Der US-Amerikaner Max Chilton (22) holte wie sein Teamkollege Bianchi 2013 zwar keinen Punkt, fuhr jedoch alle Rennen zu Ende. Landete auf dem 23. Rang der Fahrerwertung und bildet mit Bianchi erneut das Fahrerduo für Marussia. Der Brite startet ab sofort mit der Nummer 4. © picture alliance / dpa

„Wir hatten einen unglaublichen Lauf mit vier Titeln in Serie. Und natürlich versuchen wir, auch den fünften nacheinander zu holen“, sagte Vettel. „Aber die Erwartungen sind jetzt erstmal niedrig. Wir starten alle mit einem weißen Blatt Papier.“ Gelingt es ihm aber, würde er die historische Marke von Rekordweltmeister Michael Schumacher mit den fünf Triumphen von 2000 bis 2004 im Ferrari einstellen.

„Wir wissen mehr nach den ersten Tests und den ersten Grand Prix. Es wird ein bisschen Zeit dauern, bis man sich angepasst hat“, meinte Vettel zu den Regeländerungen. Unter anderem müssen die Piloten in den Rennen deutlich mehr mit dem Sprit haushalten.

Deswegen war zum Testauftakt aber zunächst nicht so wenig los. Lediglich Hamilton fuhr raus, kam nach seiner Installationsrunde im Silberpfeil aber wieder an die Box. Auch nach einer Stunde war von Vettel noch nichts in Aktion zu sehen. Dagegen wagte sich Kimi Räikkönen im Ferrari auf den Kurs. Kurz danach leuchteten aber die Roten Flaggen auf. Weit war er im F14T nicht gekommen. Den Weg zurück in die Ferrari-Box wurde er in einem Straßen-Pkw chauffiert.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

#hallezusammen-Konzert gegen Hass und Ausgrenzung

#hallezusammen-Konzert gegen Hass und Ausgrenzung

Fotostrecke: Lukebakio kontert Sargent - 1:1

Fotostrecke: Lukebakio kontert Sargent - 1:1

Nach neuer Krawallnacht in Katalonien: Madrid erhöht Druck

Nach neuer Krawallnacht in Katalonien: Madrid erhöht Druck

Freimarkt 2019 - Bilder vom Auftakt am Freitag

Freimarkt 2019 - Bilder vom Auftakt am Freitag

Meistgelesene Artikel

Vertrauter von Michael Schumacher spricht über seinen Zustand - „Schaue Grands Prix mit ihm an“

Vertrauter von Michael Schumacher spricht über seinen Zustand - „Schaue Grands Prix mit ihm an“

Kommentare