Mit dem neuen Red-Bull-Boliden

Vettel beim Test-Auftakt Dritter

Sebastian Vettel ist zurück auf der Rennstrecke
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Sebastian Vettel ist zurück auf der Rennstrecke

Jerez de la Frontera - Weltmeister Sebastian Vettel ist am Donnerstag beim Formel-1-Testauftakt in Jerez de la Frontera auf Rang drei gefahren. Zeichnen sich die neuen Konkurenten schon ab?

Sebastian Vettel ist ohne Probleme in die vierte Titel-Mission gestartet. 74 Tage nach seinem historischen dritten WM-Triumph in Serie lächelte der Formel-1-Champion nach über 100 Runden im neuen Red Bull zufrieden. „Ich bin erstmal wieder glücklich im Auto zu sein und den Rost ein bisschen runter zu fahren“, sagte Vettel.

Der Heppenheimer kam am Donnerstag in Jerez auf den dritten Rang. Auf seinen 102 Umläufen auf dem 4,428 Kilometer langen Circuito de Jerez ließ der RB9 keine Schwierigkeiten erkennen. „Das Auto läuft. Es ist zuverlässig.“ Und vom Speed sei es ein Schritt nach vorne im Vergleich zum Testauftakt vor einem Jahr.

Die Bestzeit musste Vettel aber Ferrari überlassen. Er bewerte das aber „gar nicht“, betonte der Hesse. 1:17,879 Minuten benötigte Felipe Massa und war damit auch noch schneller als Marathon-Mann Nico Rosberg. Der 27-Jährige legte in seinem Mercedes AMG F1 W04 mit 148 Umläufen à 4,428 Kilometer sage und schreibe 655,344 Kilometer zurück - mehr als eine doppelte Grand-Prix-Distanz. So viele Runden hatte noch keiner geschafft - nicht in diesem und nicht im vergangenen Jahr. „Fast 150 Runden sind für mich wohl ein persönlicher Rekord“, sagte Rosberg. Sowohl das Auto und er zeigten ein beeindruckendes Stehvermögen. „Ich bin physisch noch nie so gut vorbereitet in eine Saison gegangen wie in diesem Jahr.“

Allerdings hatte Mercedes auch mächtig Nachholbedarf: An den ersten beiden Tagen waren Rosberg und Kollege Lewis Hamilton wegen technischer Defekte auf zusammen 29 (!) Runden gekommen.

Auch Vettel, der als letzter am Donnerstagmorgen auf die Strecke fuhr, erwies sich als unermüdlich. Die meisten Probleme hatte der Hesse noch, als er zur Mittagspause ins Motorhome von Red Bull wollte: Anhänger und Fotografen lauerten und ließen Vettel kaum durch. Ähnlich das Bild nach Vettels erstem Arbeitstag im neuen Auto, der im Gegensatz zu seinen Vorgängermodellen an den Seiten violett lackiert ist.

Fans riefen ihm vom Dach des Zuschauergebäudes zu, die Kamerateams warteten gespannt auf jede Bewegung des Hessen. Als er mit dicker Jacke vor die Meute trat, stellt er bei 20 Grad und strahlendem Sonnenschein erstaunt fest: „Is' ja gar nich' so kalt.“ Also zog er die Jacke wieder aus. Er hatte sich und den neuen RB9, der erst in einigen Wochen seine Taufe durch Vettel selbst erleben dürfte, ordentlich warm gefahren.

Das galt erst recht für Rosberg. Am Dienstag hatte es für ihn nach rund 60 Kilometern wegen eines defekten Kabelstrangs noch geheißen: nichts geht mehr. Tags darauf musste Hamilton nach einem Crash mit seinem Mercedes den wichtigen Testtag vorzeitig abbrechen. Auf der Suche nach den verlorenen Kilometern gab Rosberg dann richtig Gas. Vor einem Jahr hatte der damalige Caterham-Pilot Heikki Kovalainen 139 Runden geschafft. Rosbergs damaliger Teamkollege Michael Schumacher war auf 132 gekommen - in einem Mercedes aus dem Vorjahr.

So wie Rosberg durch seine Rundenjagd, ließ Massa durch seine Zeit aufhorchen. In Abwesenheit von Fernando Alonso, der die viertägigen Tests in Jerez komplett auslässt, spulte der Brasilianer sein Programm fleißig ab. Unter 1:18 Minuten war in diesem Jahr noch keiner geblieben.

Einen Tag haben Vettel & Co noch, die Massa-Marke zu unterbieten. Die erste Testphase endet an diesem Freitag. Vom 19. bis 22. Februar können Vettel & Co. erneut üben, Ort des Geschehens ist dann der Circuit de Catalunya bei Barcelona. Dort werden vom 28. Februar bis 3. März auch die letzten Testrunden absolviert. Vettels schärfster WM-Rivale im vergangenen Jahr, Fernando Alonso, steigt erst am 19. Februar in seinen neuen Ferrari ein. Die Saison beginnt am 17. März mit dem Großen Preis von Australien.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
TORRO ROSSO © dpa
Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

dpa

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