Hamilton mit Pole Position

Vettel verpatzt Saisonauftakt

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Schlechter Saisonauftakt für Sebastian Vettel.

Melbourne - Das Aufatmen nach dem Freitagstraining war für Sebastian Vettel nur von kurzer Dauer. Der Weltmeister verpasste die Top Ten für die Startaufstellung in Australien.

Zum ersten Mal seit rund anderthalb Jahren schied der viermalige Weltmeister in einer Qualifikation vorzeitig aus. Ein Software-Problem sowie eine Gelbphase durch einen Abflug von Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen bremsten Vettel am Samstag im Albert Park von Melbourne ein.

„Wir waren heute nicht gut genug“, stellte der 26 Jahre alte Heppenheimer ernüchtert fest. Sein Teamkollege rettete aber die Stimmung im Red-Bull-Rennstall: Bei seinem Heimrennen musste sich der Australier Daniel Ricciardo einzig dem Silberpfeil-Star Lewis Hamilton geschlagen geben. Dritter wurde dessen deutscher MercedesAMG-Rivale Nico Rosberg.

Landsmann Vettel wird nach Quali-Rang 13 zumindest eine Position in der Startaufstellung vorrücken, er profitiert von einer Strafversetzung des finnischen Williams-Fahrers Valtteri Bottas - was die neuerlichen Probleme mit dem Wagen und dabei der Software von Antriebslieferant Renault aber nicht lindert. „Er hatte praktisch keine Leistung. Das Auto war praktisch unfahrbar für Sebastian“, sagte Teamchef Christian Horner: „Das müssen wir ändern. Mit so einem Auto kannst du ja nicht ins Rennen gehen.“

Dass der RB10 nach einer desaströsen Vorbereitung generell rechtzeitig in Fahrt gekommen ist, bewies Ricciardo. Der 24-Jährige schaffte es in seinem 51. Versuch zum ersten Mal in die erste Startreihe. „Das ist natürlich toll fürs Selbstvertrauen“, sagte Ricciardo, der vom B-Team Toro Rosso als Nachfolger für Landsmann Mark Webber geholt worden war. „Ich bleibe aber auch ruhig, es gibt keinen Grund, heute Party zu machen“, unterstrich er.

Denn alle wissen: Die neuen Regeln mit der Spritbegrenzung, die neuen Reifen und dazu noch mögliche erneute Wetterkapriolen wie beim weitgehend regnerischen Qualifying können das erste von 19 Saisonrennen entscheidend beeinflussen. „Die Autos sind im Nassen schwer zu fahren“, meinte Hamilton: „Das war echt hart bei diesen Bedingungen.“ Mit seiner 32. Pole zog er aber mit seinem britischen Landsmann Nigel Mansell gleich. „Unglaublich“, betonte der vor Freude strahlende Mercedes-Pilot.

Zumindest etwas getrübter schaute sein Teamkollege rund 23 Stunden vor dem Großen Preis von Australien (07.00 Uhr MEZ/RTL und Sky) drein. „Der dritte Platz ist okay“, befand Rosberg: „Im Trockenen wäre es leichter gewesen, auf den vielen weißen Linien droht das Auto auszubrechen.“

So wie bei Räikkönen, den es kurz vor Schluss erwischte. Durch den Unfall konnte Vettel an der Stelle nicht Vollgas geben. Als der missglückte Versuch besiegelt war, schlug der Hesse mit der Hand auf sein Lenkrad. Mit dem Helm auf dem Kopf stapfte er anschließend die Boxengasse entlang.

Neben dem Vierfach-Champion erwischte es auch die beiden Ex-Weltmeister Jenson Button im McLaren und Räikkönen. Dessen Teamkollege Fernando Alonso reihte sich auf Platz fünf ein und meinte: „Wir müssen noch ein bisschen Speed finden.“ Starker Siebter wurde Nico Hülkenberg im Force India. Adrian Sutil war wie Vettel im zweiten Durchgang gescheitert.

dpa

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