Rivalen fühlen sich benachteiligt

Mercedes: Geheimer Reifentest sorgt für Wirbel

Monte Carlo - Ein geheimer Reifentest von Mercedes hat für Wirbel in der Formel 1 gesorgt. Der deutsche Rennstall hat nach dem Großen Preis von Spanien auf der Grand-Prix-Strecke 1000 Kilometer absolviert.

Nachdem neben Red Bull auch Mercedes im Reifenstreit die schärfsten Kritiker waren, fühlen sich die Rivalen benachteiligt.

Allerdings erklärten Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery und auch die Silberpfeil-Verantwortlichen einhellig, dass es sich zu 90 Prozent um Tests der Reifen für 2014 gehandelt habe. Dass in der restlichen Zeit die für das nächste Rennen in Kanada vorgesehenen, überarbeiteten Reifen zum Einsatz gekommen sind, soll Mercedes nicht gewusst haben. Ob es zu einem offiziellen Protest wegen des Mercedes-Tests für Pirelli kommt, war zunächst offen.

„Das verstößt ganz klar gegen das Sportgesetz“, meinte Red-Bull-Teamchef Christian Horner dennoch. Pirelli soll auch bei dem Weltmeister-Team, dessen Kritik an den Reifen nicht abriss, wegen eines solchen Tests angefragt haben. Red Bull lehnte aber ab. „Unserer Meinung nach steht das Sportgesetz über allen privaten Abmachungen von Ausrüstern mit der FIA.“ Ferrari soll auch einen solchen Test absolviert haben, allerdings nicht mit dem aktuellen, sondern einem älteren Auto.

dpa

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