Italienische Medienberichte zum zweiten Formel-1-Rennen

Nach Bahrain-Panne: „Alarmglocken in Maranello“

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Sebastian Vettel musste den Großen Preis von Bahrain vom Streckenrand aus verfolgen.

Sakhir - Zwei Rennen, einmal Feuer, einmal Rauch. Ferraris Start in die Formel-1-Saison war heißer als erwünscht. Italiens Zeitungen vermuten schon Alarmstimmung bei der Scuderia.

Auf dem Weg nach Hause begleitete Sebastian Vettel die Alarmstimmung im Ferrari-Land. Den Rückflug von Bahrain noch am Abend hatte der viermalige Formel-1-Weltmeister vor seinem Frust-Aus in der Einführungsrunde zum Wüsten-Rennen klargemacht. In die eigene Enttäuschung („Das ist nicht ideal und stolz können wir darauf nicht sein“) mischten sich die kritischen und warnenden Stimmen aus der Heimat der Scuderia.

„In Maranello läuten schon die Alarmglocken“, meinte „Tuttosport“. Erst der Motorschaden von Kimi Räikkönen in Australien, dann der Triebwerksdefekt von Vettel in Sakhir. „Eine große Rauchwolke und der Traum von Tausend und einer Nacht löst sich schon in der Einführungsrunde in Luft auf“, schrieb „La Gazzetta dello Sport“. Zum ersten Mal in seiner Karriere seit Mitte 2007 konnte Vettel nicht mal starten.

Seine WM-Mission bekam im zweiten Rennen seines zweiten Ferrari-Jahres bereits einen empfindlichen Rückschlag. Der Motor sei zu 90 Prozent hin, musste Teamchef Maurizio Arrivabene zerknirscht feststellen. Angesichts limitierter Antriebe im Kampf gegen die Silberpfeile wahrlich nicht vorteilhaft. Selbst wenn WM-Spitzenreiter Nico Rosberg davon ausgeht, die wahren Ferraris noch nicht gesehen zu haben.

Ferrari treibt seine Motoreneinheit im Kampf gegen Mercedes an die Grenzen. Nach Vettels drittem Platz in Australien zeigt aber vor allem Platz zwei von Räikkönen im zweiten WM-Lauf, dass im Rennen damit auch einiges möglich ist. Allerdings: „Vor nicht allzu langer Zeit wäre ein zweiter Platz hinter Mercedes enthusiastisch gefeiert worden. Aber angesichts des Potenzials der Roten 2016 lässt er nun einen bitteren Geschmack im Mund zurück.“ („Tuttosport“).

Nach zwei Rennen beträgt Vettels Rückstand auf Rosberg bereits 35 Punkte. Kein Grund zur Panik, aber auch nicht der Start, den Ferrari und er sich vorgestellt hatten. Ein Einspritzdüsenteil hat ihn womöglich in Bahrain gebremst. Das Teil soll in den Zylinder gefallen sein. „Wir müssen das Problem genau verstehen und davon lernen“, betonte Vettel, ehe er in den Flieger gen Heimat stieg.

dpa

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