Mateschitz im Interview

"Red Bull wird die Herausforderung annehmen"

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Dietrich Mateschitz.

Salzburg - Als Formel-1-Fan kann Dietrich Mateschitz dem Red-Bull-Tief sogar etwas Gutes abgewinnen. Auch ansonsten sieht der Teambesitzer die Herausforderung als keinen unspannenden Prozess an: das Interview.

Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz empfindet die Situation seines Formel-1-Rennstalls unmittelbar vor dem Saisonstart „gar nicht als so schwer“. Das sagte der österreichische Multimilliardär in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa. Mateschitz sieht die Lage nach der extrem schlechten Testphase und dem daraus resultierenden Rückstand auf Teams wie Mercedes oder Ferrari auch aus der Perspektive des Formel-1-Fans. Er sprach zudem über die Herausforderung, vor der nun Starpilot und Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel steht.

Inwiefern nehmen Sie die momentane Situation als bisher schwerste Phase von Red Bull in der Formel 1 wahr?

Mateschitz: Wir empfinden die derzeitige Situation gar nicht als so schwer. Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Als F1-Fan freue ich mich, dass es offensichtlich wieder spannender wird und unsere Dominanz vielleicht zu Ende ist. Aus der Verantwortung meiner Rolle in unserem F1-Team sehe ich die aktuellen Fakten, die müssen wir analysieren, die Herausforderungen annehmen und bewältigen. Auch kein unspannender Prozess, zumal wir glauben, dass das Auto selbst „state of the art“ ist und seine Performance zeigen wird.

Wie „fair“ finden Sie es, dass die umfassenden Regeländerungen Ihr Team womöglich den fünften Titel nacheinander kosten könnten?

Mateschitz: Der Begriff Fairness hat innerhalb der Formel 1 sicher seine eigene Definition, und so wirklich blauäugig waren wir vorher auch nicht. Es ist wie es ist, und auch die neuen Reglements sind für alle die gleichen.

Welchen Einfluss können Sie selbst jetzt auf das Team nehmen?

Mateschitz: Wir versuchen dem Team, aber auch unserem Partner Renault, alles zur Verfügung zu stellen, was es in unserem Umfeld an Know-how gibt und von dem wir glauben, dass es hilfreich sein könnte.

Und was geben Sie vor allem Sebastian Vettel mit auf den Weg, der allen voran mit der neuen Situation klarkommen muss, womöglich erstmal nur hinterherfahren zu können..?

Mateschitz: Sebastian hatte in viereinhalb seiner bisherigen fünf Jahre bei Red Bull ein absolutes Siegerauto. Ich glaube nicht, dass er ein Problem hat, mit der jetzigen Situation klarzukommen. Er wird, so wie das gesamte Team, die Herausforderung annehmen.

dpa

26 Fakten: Sebastian Vettel von A bis Z

Sebastian Vettel
A wie Adrian Newey, Red-Bull-Technikguru und Konstrukteur der Weltmeisterautos © dpa
Sebastian Vettel
B wie Beatles, Sebastians Lieblingsgruppe © dpa
Sebastian Vettel
C wie Christian Horner, als Teamchef bei Red Bull Vettels Vorgesetzter © dpa
Sebastian Vettel
D wie Deutschland, Vettels Heimat © dpa
Sebastian Vettel
E wie Ehrgeiz, eine von Vettels herausragenden Eigenschaften: Er kann nicht verlieren, egal, wobei © dpa
Sebastian Vettel
F wie Fußball, womit Vettel schon als Kind aufgehört hat, weil er nicht gut genug war © dpa
Sebastian Vettel
G wie Geld, nicht so wichtig für Vettel, weshalb er lieber seine Ruhe genießt als noch mehr Werbeverträge abzuschließen © dpa
Sebastian Vettel
H wie Haare, blond und bares Geld wert - durch einen Werbevertrag mit einem Shampoo-Hersteller © dpa
Sebastian Vettel
I wie Indianapolis, der Ort von Vettels erstem Formel-1-Rennen, in dem er 2007 gleich als Achter einen WM-Punkt holte © dpa
Sebastian Vettel
J wie Jubelschreie, Vettels Ausbrüche am Boxenfunk nach gewonnenen Rennen sind fast schon legendär © dpa
Sebastian Vettel
K wie Kinky Kylie, Kosename für Vettels ehemaliges Rennauto © dpa
Sebastian Vettel
L wie Lächeln, mit dem der Weltmeister viele - vor allem weibliche - Fans fasziniert © dpa
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M wie Monza, Ort von Vettels Durchbruch. Dort fuhr er 2008 im Toro Rosso als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte auf die Pole Position und gewann ein Rennen © dpa
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N wie Norbert, Vettels Vater, der die Karriere seines Sohnes von Beginn an unterstützt hat © dpa
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O wie Otto Waalkes, der in der Bild-Zeitung ein Gedicht widmete © dpa
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P wie Perfektion, ein Status, den Vettel immer anstrebt © dpa
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Q wie Qualifikation, Vettels Domäne © dpa
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R wie Red Bull, Vettels Förderer schon seit Kartzeiten © dpa
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S wie Suzuka, die Strecke, auf der er in drei Jahren zwei Rennen und einen WM-Titel gewann © dpa
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T wie Tommi Parmakoski, Vettels finnischer Fitnesstrainer und Physiotherapeut, mit dem er übers Jahr gesehen die meiste Zeit verbringt © dpa
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U wie unermüdlich, Vettel ist abends meist der Letzte im Fahrerlager, diskutiert lange mit seinen Ingenieuren © dpa
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V wie Vettel-Finger, sein Markenzeichen, und als blaue Schaumstoffversion Standardausrüstung eines echten Vettel-Fans © dpa
Sebastian Vettel
W wie Wille, mit dem Vettel im vorigen Jahr in letzter Minute doch noch seinen ersten Titel geholt hatte © dpa
Sebastian Vettel
X wie x-beliebig, genau das, was Vettel nicht ist © dpa
Sebastian Vettel
Y wie youngest, englisch, steht für Vettels Rekorde, die er als jüngster Fahrer der Formel-1-Geschichte holte © dpa
Z wie Ziel, für Vettel immer gleich: beim nächsten Rennen das Optimum herausholen © dpa

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