Warum er nicht die Nummer 1 sein will

Hamilton verzichtet auf Weltmeister-Startnummer

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Nach dem WM-Gewinn hatte Lewis Hamilton (v) von Toto Wolff eine "Dusche" bekommen. Foto: Srdjan Suki

Abu Dhabi - Der frischgebackene Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton will in der kommenden Saison nicht mit der Nummer 1 starten.

Der Brite habe sich gewünscht, weiter mit der 44 auf seinem Silberpfeil zu fahren, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff der Nachrichtenagentur dpa in Abu Dhabi.

Es sei vom Regelwerk her möglich, auf die Weltmeister-Startnummer 1 zu verzichten und stattdessen bei seiner persönlichen Wahl zu bleiben. Seit diesem Jahr hat jeder Fahrer eine individuelle Startnummer, die er während seiner ganzen Karriere behält. Die 1 wird für den Champion freigehalten, in den vergangenen Jahren fuhr jeweils Sebastian Vettel mit dieser Nummer.

Erfolgsära mit Mercedes geplant

Der neue Formel-1-Weltmeister plant mit seinem Mercedes-Team eine lange Erfolgsära. „Ich fühle, dass das nur der Anfang ist“, sagte der Brite nach seinem zweiten Titelgewinn am Sonntagabend in Abu Dhabi. Schon in den kommenden Tagen will sein Rennstall den Ende 2015 auslaufenden Vertrag mit Hamilton verlängern. „Wir haben beide den Wunsch dazu. Wir wollen Lewis unbedingt im Team halten“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Hamilton hatte sich beim Saisonfinale auf dem Yas Marina Circuit mit seinem elften Saisonsieg den zweiten WM-Triumph nach 2008 gesichert. Sein Titelrivale Nico Rosberg war im zweiten Silberpfeil nur als 14. ins Ziel gekommen, weil eine Pumpe im Hybridmotor versagt hatte. „Ich muss das jetzt verarbeiten“, meinte Rosberg und versicherte: „Ich bin stolz auf dieses Jahr.“

Schon am Dienstag wird der 29-Jährige bei den Testfahrten in Abu Dhabi wieder im Auto sitzen, Enttäuschung hin oder her. „Ich weiß nicht, in welchem Zustand ich sein werde“, scherzte Rosberg. Für den gebürtigen Wiesbadener gilt es bei den Übungsrunden, schon wieder Schwung für 2015 zu holen. „Der Nico wird zurückkommen“, betonte Motorsportchef Wolff.

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Schon jetzt gilt Mercedes erneut als klarer Favorit für die kommende Saison. Zu übermächtig war das Werksteam in diesem Jahr mit den neuen Sechszylinder-Turbomotoren. Die Konkurrenz dürfte es schwer haben, den Vorsprung der Silberpfeile über den Winter deutlich zu verringern. Auch Hamilton sieht sein Team noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung. „Ich suche sicher nach keiner neuen Herausforderung. Ich fühle mich sehr glücklich hier“, beteuerte der 29-Jährige.

Als Problemfeld hat die Teamspitze vor allem die Zuverlässigkeit ausgemacht. „Wir müssen aufhören auszufallen, das sind wir beiden schuldig. Wir müssen besser werden“, bekräftigte Mercedes-Manager Wolff, vor einer langen Party-Nacht mit dem Weltmeister.

dpa

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