Letztes Rennen 2003

Formel-1-Comeback in Österreich

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Trotz des Ärgers mit der Staatsanwaltschaft plant Bernie Ecclestone die Zukunft der Formel 1.

Fuschl am See/Österreich - Der Große Preis von Österreich kehrt in den WM-Kalender der Formel 1 zurück. Darauf verständigten sich Bernie Ecclestone und Red-Bull-Eigner Mateschitz.

Chefvermarkter Bernie Ecclestone und Dietrich Mateschitz, der Besitzer des Getränkekonzerns und des Red-Bull-Teams, einigten sich auf ein Comeback auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag in Fuschl am See mit. Als Termin ist der 6. Juli 2014 vorgesehen, sofern alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen erteilt werden.

„Für mich als Steirer, der die Motorsportjahre am Ring als Jugendlicher miterlebt hat, ist es schon etwas ganz Besonderes, dass wir nicht nur den Ring wiederbeleben, sondern nun auch die Königsdisziplin zurück holen konnten“, erklärte Mateschitz der Nachrichtenagentur dpa.

Der letzte Grand Prix fand 2003 auf dem malerisch gelegenen Berg-und-Tal-Kurs in der Steiermark statt, der damals noch A1-Ring hieß. Michael Schumacher siegte im Ferrari. Der siebenmalige Weltmeister hatte hier auch im Jahr zuvor gewonnen. Bei der Premiere in Österreich 1964 hatte der Italiener Lorenzo Bandini ebenfalls in einem Ferrari triumphiert. Bislang fand der Große Preis von Österreich 26 Mal statt.

Die Rückkehr des Rennens ins WM-Programm deutet auf eine Ausweitung des Kalenders hin. In dieser Saison werden 19 Rennen gefahren. 2014 steht zudem die Premiere in der russischen Olympiastadt Sotschi an. Auch das eigentlich schon für diese Saison geplante Rennen vor den Toren New Yorks soll im kommenden Jahr debütieren. Ecclestone hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, er könne sich künftig 21 Grand Prix im Jahr vorstellen.

Die endgültige Entscheidung über den Rennkalender für 2014 trifft der Weltrat des Internationalen Automobilverbands FIA. Für gewöhnlich wird ein vorläufiger Kalender im Spätsommer beschlossen, ehe der offizielle Plan für die neue Saison dann im November oder Dezember abgesegnet wird.

Wer und was ist Red Bull? Und ist wirklich Stierhoden-Extrakt drin?

Red Bull ist in vieler Munde, nicht nur wegen Sebastian Vettel. Wir beantworten die 13 wichtigsten Fragen. © Getty
Wer ist Red Bull? Ein Unternehmen mit 6900 Mitarbeitern weltweit. Die Red-Bull-Zentrale liegt in Fuschl am See bei Salzburg.  © dpa
Wem gehört Red Bull? Zu 49 Prozent dem Österreicher Dietrich Mateschitz (66). Er steht laut Forbes-Magazin auf Platz 260 der Liste der der reichsten Männer der Welt. Die anderen Anteile gehören thailändischen Partnern. © dpa
Wer ist Dietrich Mateschitz? Ein Unternehmer, der in schwierigen Verhältnissen ohne Vater in der Steiermark auf wuchs. Er absolvierte in Wien die Hochschule für Welthandel. Danach arbeitete er für Jacobs Kaffee und den Zahnpastahersteller Blendax. © dpa
Womit wurde er reich? Mit dem Drink Red Bull. © dpa
Wie erfand Dietrich Mateschitz den Energiedrink? 1982 lernte Dietrich Mateschitz auf einer Dienstreise die in Asien populären „Tonic Drinks“ kennen. In der Bar des Mandarin Hotels von Hongkong hatte er die Idee, Energy Drinks auch in Europa auf den Markt zu bringen, was er zusammen mit thailändischen Partnern auch tat. © dpa
Was ist Red Bull? Ein Energie-Drink. Er enthält das Kohlenhydrat Glucuronolacton. Dieser Stoff unterstützt den Körper beim Abbau von Abfallstoffen. Weiterer Bestandteil ist Taurin, eine Aminosäure. Weiters enthält Red Bull unter anderem Koffein sowie B-Komplex-Vitamine und Sucralose. © dpa
Es gibt Gerüchte, dass Taurin aus Stierhoden gewonnen wird? Nein. Das Taurin in Red Bull wird rein synthetisch hergestellt. © dpa
Wie wirkt Red Bull Energy Drink? Red Bull gilt als Muntermacher, soll unter anderem die Leistungsfähigkeit, die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit erhöhen. © dpa
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Wie werden die Zutaten für Red Bull Energy Drink hergestellt? Woher kommen sie? Sämtliche für Red Bull Energy Drink verwendeten Zutaten werden synthetisch hergestellt, die meisten von Pharmaunternehmen. © dpa
Seit wann gibt es Red Bull? 1984 gründete Mateschitz die Firma Red Bull. Nach der Verfeinerung der Rezeptur und der Entwicklung eines Marketingkonzepts wurde es 1987 im österreichischen Markt eingeführt. Während sich der Absatz in Österreich von Jahr zu Jahr verdoppelte, landete Red Bull in den ersten Auslandsmärkten: 1989 in Singapur und 1992 in Ungarn. 1994 kam die Zulassung für Deutschland, 1995 folgte die Einführung in Großbritannien und 1997 startete das USA-Geschäft in Kalifornien. © dpa
Was ist das Erfolgsgeheimnis? Mit einem konsequenten Dosendesign, ausgefallenen Werbestrategien und der Kampagne „Red Bull verleiht Flügel“ erreichte der Drink vor allem bei jungen Menschen rasch Kultstatus. © dpa
Wie viele Dosen Red Bull werden jedes Jahr verkauft? Heute werden in 160 Ländern pro Jahr ca. 4 Milliarden Dosen Red Bull verkauft. © dpa
Was gehört zum Imperium von Dietrich Mateschitz? Er besitzt rund zwei Dutztend Unternehmen: Restaurants, Baufirmen, eine Formel-1-Rennstrecke, einen Flugplatz sowie Hotels. Privat gehört ihm auch ein Militärjet sowie die ehemalige DC 6 von Marschall Tito. Ein Teil der Markenstrategie des Österreichers ist außerdem das Sponsoring von Trend-, Event-, aber auch Rennsportarten. Mateschitz besitzt zwei Auto-Rennställe, darunter das Formel-1-Team mit Sebastian Vettel. © dpa

dpa

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