Formel 1: Hamilton verzweifelt an Vettel

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Lewis Hamilton.

Monte Carlo - Er ist immer noch Sebastian Vettels ärgster Verfolger. Während der Hesse mit Kalkül und Cleverness Sieg um Sieg einfährt, machte Lewis Hamilton in Monaco als Rüpel von sich reden.

Die Nerven lagen blank, am Ende konnte Lewis Hamilton nach seinem fahrerischen und verbalen Crashkurs-Wochenende in Monte Carlo nur Schadensbegrenzung betreiben. Unfälle, Strafen und dazu eine peinliche Anspielung, dass er wegen seiner dunklen Hautfarbe wohl so oft zu den Rennkommissaren zitiert würde. Die erneut erfolglose Jagd auf Formel-1-WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel setzt dem ehrgeizigen Briten offenbar mächtig zu.

“Ich war bei den Stewards, um Frieden zu schließen“, wurde Hamilton in britischen Medien zitiert. “Sie haben meine Erklärung akzeptiert und sie verstanden. Wir haben uns dann alle die Hände geschüttelt“, schilderte der 26-Jährige, nachdem er zuvor die Entscheidungen gegen ihn als üblen Witz bezeichnet.

Die Formel-1-Weltmeister seit 1969

Niki Lauda (Foto), Ayrton Senna und Michael Schumacher: Diese Motorsport-Legenden dominierten die Formel 1 über Jahre hinweg. Ein Überblick über die Weltmeister der vergangenen 41 Jahre.  © Getty Images
1969: Jackie Stewart (Schottland), Matra-Ford © mm
1970: Jochen Rindt (Österreich), Lotus-Ford © Getty Images
1971: Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1972:  Emerson Fittipaldi (rechts, Brasilien), Lotus-Ford © Getty Images
1973 Jackie Stewart (Schottland), Tyrrell-Ford © Getty Images
1974 Emerson Fittipaldi (Brasilien), McLaren-Ford © Getty Images
1975: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1976: James Hunt (England), McLaren-Ford © Getty Images
1977: Niki Lauda (Österreich), Ferrari © Getty Images
1978: Mario Andretti (USA), Lotus-Ford © Getty Images
1979: Jody Scheckter (Südafrika), Ferrari © Getty Images
1980: Alan Jones (Australien), Williams-Ford © Getty Images
1981: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-Ford © Getty Images
1982: Keke Rosberg (Finnland), Williams-Ford © Getty Images
1983: Nelson Piquet (Brasilien), Brabham-BMW © Getty Images
1984: Niki Lauda (Österreich), McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1985 Alain Prost (Frankreich) McLaren-Porsche Turbo © Getty Images
1986: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Porsche © Getty Images
1987: Nelson Piquet (Brasilien), Williams-Honda Turbo © Getty Images
1988: Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda Turbo © Getty Images
1989: Alain Prost (Frankreich), McLaren-Honda © Getty Images
1990 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1991 Ayrton Senna (Brasilien), McLaren-Honda © Getty Images
1992: Nigel Mansell (England), Williams-Renault © Getty Images
1993: Alain Prost (Frankreich), Williams-Renault © Getty Images
1994: Michael Schumacher (Kerpen), Benetton-Ford © Getty Images
1995: Michael Schumacher (Kerpen, auf dem Foto mit Benetton-Boss Flavio Briatore), Benetton-Renault © Getty Images
1996: Damon Hill (England), Williams-Renault © Getty Images
1997: Jacques Villeneuve (Kanada), Williams-Renault © Getty Images
1998: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
1999: Mika Häkkinen (Finnland), McLaren-Mercedes © Getty Images
2000: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2001: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2002: Michael Schumacher (Kerpen) Ferrari © Getty Images
2003: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2004: Michael Schumacher (Kerpen), Ferrari © Getty Images
2005: Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2006 Fernando Alonso (Spanien), Renault © Getty Images
2007: Kimi Räikkönen (Finnland), Ferrari © Getty Images
2008: Lewis Hamilton (Großbritannien), McLaren-Mercedes © Getty Images
2009: Jenson Button (Großbritannien), Brawn GP © Getty Images
2010: Sebastian Vettel (Deutschland), Red Bull © dapd

Zudem hatte Hamilton auf die Frage, warum ausgerechnet er so oft Gast bei den Stewards sei, laut BBC geantwortet: “Vielleicht liegt es daran, dass ich schwarz bin?“ Er habe lustig sein wollen, “aber es war nicht lustig“, stellte der Brite anschließend fest. “Hamilton dreht in den Straßen der Hölle durch. Sein schlechter Witz geht in die Hose“, meinte das Boulevardblatt “The Sun“ am Montag. “Lewis Hamilton ruiniert Vettels-Party mit einem unklugen, rassistischen Witz“, befand die Londoner “Times“.

Schon auf der Strecke schien Hamilton, der unbedingt mit seinem zweiten Sieg in Monaco den Rückstand auf den coolen Vettel verringern wollte, außer Rand und Band. Mit Wut im Bauch wegen der Strafversetzung nach der Qualifikation rammte er sowohl den Ferrari von Felipe Massa als auch den Williams von Pastor Maldonado. Anschließend hatte er die beiden Kollisions-Kontrahenten zudem noch als “lächerlich“ bezeichnet.

Für beide Überholmanöver wurde Hamilton bestraft. Massa reichte das noch nicht aus. “Sie sollten über etwas für ihn nachdenken oder er lernt es nicht“, sagte der Brasilianer laut “autosport.com“ Richtung Regelbehörde FIA.

Eine Strafe für seine verbalen Attacken wäre für Hamilton möglicherweise fatal geworden. Entsprechend atmete auch die McLaren-Teamführung auf, nachdem die Stewards die Entschuldigung des aufbrausenden Briten angenommen hatten. “Direkt nach dem Rennen war er sehr fertig“, sagte Teamchef Martin Whitmarsh über seinen Schützling, der sich vor zwei Jahren sogar mal öffentlich für ein Fehlverhalten entschuldigen musste. Damals ging es um Informationen, die er gegenüber Rennkommissaren auf Anweisung zurückgehalten hatte. Diesmal wäre es wohl besser gewesen, direkt und von sich aus auf die ein oder andere Aussage zu verzichten.

dpa

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