Protest bei FIA eingereicht

Red Bull legt Berufung gegen Ricciardo-Disqualifikation ein

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Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo wurde in Melbourne nach seinem zweiten Platz nachträglich disqualifiziert.

Stuttgart - Red Bull legt nach der nachträglichen Disqualifikation von Daniel Ricciardo in Melbourne offiziell Protest ein. Der Rennstall sieht die Schuld nicht bei sich.

Red Bull hat kurz vor Fristablauf offiziell Berufung gegen die nachträgliche Disqualifikation seines Rennfahrers Daniel Ricciardo beim Großen Preis von Australien eingelegt. Das Team des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian Vettel habe seinen schriftlichen Protest beim Automobil-Weltverband FIA eingereicht, hieß es am Donnerstag auf der Internetseite der Rennserie.

Ricciardo hatte beim Saisonauftakt am Sonntag in Melbourne ursprünglich den zweiten Platz belegt. Die Rennrichter nahmen den Australier fünf Stunden nach seinem Heimrennen aus der Wertung, weil nach ihrer Analyse mehr als die zulässigen 100 Kilogramm Benzin pro Stunde in den Motor geflossen seien. Red Bull war während des WM-Laufes von den Rennkommissaren gewarnt worden, hatte deren Messungen aber als nicht stichhaltig bewertet und sich auf seine eigenen Daten verlassen.

Messgeräte "unzuverlässig" und "unausgereift"

Red-Bull-Teamchef Christian Horner bezeichnete die neuen Messgeräte als „unzuverlässig“ und „unausgereift“. Motorenpartner Renault unterstützt den Protest des Rennstalls und sieht Red Bull in „völliger Übereinstimmung“ mit dem Regelwerk.

Die FIA muss nun über die Berufung entscheiden. Das Datum für eine Anhörung könnte bis zum Ende dieser Woche festgesetzt werden, berichtete das Fachmagazin „Autosport“. Dass der Fall aber noch vor dem zweiten Saisonrennen am 30. März in Malaysia vom Berufungsgericht der FIA verhandelt wird, ist eher unwahrscheinlich.

dpa

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