Interner Streit geht weiter

Hamilton mit Lästerattacke gegen Rosberg

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Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton (L) und Nico Rosberg.

Berlin - Die Fehde der beiden Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg geht in die nächste Runde. Dabei lästert der Engländer über den Deutschen und zweifelt an seiner Einstellung.

Im neu entflammten Hauskrach der Mercedes-Piloten hat Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton seinem Teamkollegen Nico Rosberg mangelnden Ehrgeiz unterstellt. Der Deutsche habe beim jüngsten Rennen in China gar nicht versucht, ihn zu überholen, zitierten britische Medien Hamilton am Dienstag. Zuvor hatte Rosberg sich darüber beschwert, dass der spätere Grand-Prix-Sieger Hamilton absichtlich langsamer gefahren sei, um die Rennstrategie des Verfolgers im zweiten Silberpfeil zu beschädigen.

„Wenn ich Zweiter gewesen wäre und diese Geschwindigkeit gehabt hätte, hätte ich Gas gegeben, um so nah ranzukommen wie möglich und überholen zu können. So geht Rennfahren“, konterte Hamilton. Seine Mercedes-Crew habe daraufhin erwidert: „Vielleicht war er einfach zufrieden mit Platz zwei. Ich sagte, das ist eben der Unterschied zwischen uns“, berichtete Hamilton.

Der Titelverteidiger hatte mit dem Sieg in China, seinem zweiten im dritten Rennen der Saison, den Vorsprung in der Gesamtwertung ausgebaut. Rosberg war in allen drei WM-Läufen hinter seinem Stallrivalen ins Ziel gekommen und droht daher, dauerhaft in die Rolle der Nummer zwei bei Mercedes gedrängt zu werden.

Damit will sich Rosberg nicht abfinden. „Die Saison ist lang, ich muss einfach meine deutschen Tugenden einsetzen“, schrieb Rosberg in seiner Kolumne in der „Bild“-Zeitung (Dienstag). Der 29-Jährige kündigte an, künftig schon in der Qualifikation vor dem Rivalen landen zu wollen. „Wenn ich von ganz vorne starte, kann Lewis fahren wie er möchte - dann ist mir das total egal.“

Den erneuten Zoff mit Hamilton will Rosberg bis zum nächsten Grand Prix in Bahrain am Wochenende hinter sich lassen. „Unser Verhältnis wird sich dadurch nicht groß ändern“, beteuerte Rosberg. Ein klärendes Vier-Augen-Gespräch mit Hamilton schloss der gebürtige Wiesbadener aus.

dpa

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