Formel-1-Chef Ecclestone unter Verdacht

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Hat Formel-1-Chef Bernie Ecclestone dem langjährigen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky mehrere Millionen Euro gezahlt?

München - Der Chef der Formel 1, Bernie Ecclestone, ist offenbar doch persönlich in den Skandal um verdächtige Millionenzahlungen an den langjährigen BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky verwickelt.

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Wie die “Süddeutsche Zeitung“ berichtet, liegen ihr konkrete Hinweise darauf vor, dass der britische Geschäftsmann mit den Überweisungen in Höhe von 50 Millionen Dollar zu tun hatte. Ecclestone dementiert das.

Nach Informationen der Zeitung hat die Salzburger Firma GREP GmbH, in der Gribkowsky den größten Teil des Geldes angelegt hat, am 14. Dezember 2007 eine Mahnung verschickt. Der als “streng persönlich und vertraulich“ gekennzeichnete Brief war an Ecclestone gerichtet. Die GREP GmbH beschwerte sich bei dem Formel-1-Chef, dass ein Teil der vereinbarten Honorare nicht fristgerecht überwiesen worden sei und noch 2,3 Millionen Dollar fehlten. Der Adressat solle seine “Verpflichtungen erfüllen“ und umgehend zahlen, heißt es in dem Schreiben, das an Ecclestones Büro in der Londoner Zentrale der Rennserie ging.

Die Formel 1 2013: Alle Fahrer und ihre Autos

RED BULL RACING © Mark Thompson/Red Bull Racing
Dreifach-Weltmeister Sebastian Vettel (Heppenheim) fährt 2013 weiter im Red Bull, der Vertrag läuft bis 2014. © dpa
Teamkollege Mark Webber (Australien) hat noch einmal um ein Jahr verlängert. © Getty
MCLAREN © dpa
Für Lewis Hamilton fährt der 22 Jahre alte Mexikaner Sergio Perez. © ap
Routinier und Ex-Weltmeister Jenson Button (England) wird gefragt sein, er ist langfristig bis 2014 an den Rennstall gebunden. © Getty
FERRARI © dpa
Fernando Alonso (Spanien) wird den nächsten Angriff auf Vettel unternehmen. Er hat einen Vertrag bis 2016. © Getty
Felipe Massa (Brasilien) darf 2013 auch noch mal ran. © Getty
MERCEDES © dpa
Lewis Hamilton (England) statt Michael Schumacher. Der Brite ist vorerst drei Jahre an die Silberpfeile gebunden. © Getty
Nico Rosberg (Wiesbaden) bleibt, er hat einen Vertrag bis 2013. © Getty
LOTUS © dpa
Kimi Räikkönen (Finnland) wird als WM-Dritter 2012 noch mehr wollen. © dpa
Romain Grosjean (Frankreich) darf trotz seiner wiederholten Auftritte als Crashpilot wohl bleiben, ist aber noch nicht bestätigt. © dpa
WILLIAMS © Getty
Pastor Maldonado (Venezuela), Sieger in Barcelona, bleibt. Er bringt auch noch Geld aus Venezuela mit. © Getty
Bruno Senna ist raus, Testpilot Valtteri Bottas (Finnland) steigt zum Stammfahrer auf. © getty
FORCE INDIA © Sahara Force India
Paul Di Resta (Großbritannien) bleibt © getty
Adrian Sutil kriegt das zweite Cockpit © dpa
SAUBER © dpa
Die Schweizer treten mit einer neuen Paarung an. Nico Hülkenberg (Emmerich) wechselt von Force India zu Sauber. © dpa
Neben Nico Hülkenberg darf der 21-jährige Deübtant Esteban Gutierrez (Mexiko) ran. © dpa
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Daniel Ricciardo (Australien) © getty
Jean-Eric Vergne (Frankreich) © getty
MARUSSIA © dpa
Hier ist alles neu! Timo Glock ist weg, für ihn ist Jules Bianchi da © Getty
Sein Kollege: Max Chilton © Getty
CATERHAM © dpa
Charles Pic (Frankreich), bisher Marussia, heuert bei dem anglo-malaysischen Team an. © getty
Giedo van der Garde ist sein Kollege © Getty

Die GREP beklagte sich außerdem, dass die seit Mitte 2006 bereits überwiesenen Honorare wegen des gesunkenen Dollarkurses inzwischen stark an Wert verloren hätten, und drang auf einen Ausgleich.

In der Formel 1 hatte Gribkowsky zeitweise eine Schlüsselstellung inne. Den Mahnbrief von Ende 2007 hat einer seiner Anwälte verfasst. Der Anwalt soll hinterher im Kreise von Vertrauten erzählt haben, Ecclestone habe ihn wegen des Schreibens angerufen. Der Formel-1-Chef sei entrüstet gewesen. Am Ende soll das in zwei Beraterverträgen vereinbarte Honorar aber vollständig geflossen sein.

Die 2006 und 2007 heimlich erfolgten Zahlungen waren kürzlich aufgeflogen; seitdem sitzt Gribkowsky in München in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Bestechlichkeit, Veruntreuung von Vermögen der BayernLB sowie Steuerhinterziehung vor. Gribkowsky gehörte von 2002 bis 2008 dem Vorstand von Bayerns Landesbank an. Die Staatsbank war Haupteigner der Formel 1, nachdem sich der Medienhändler Leo Kirch zuvor mit einem Milliardenkredit der BayernLB in die Rennserie eingekauft hatte und dann pleiteging.

dapd

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