Fans feiern bei "Stars & Cars" die Mercedes-Weltmeister

Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ließ in Stuttgart die Reifen qualmen. Foto: Daniel Naupold
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Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton ließ in Stuttgart die Reifen qualmen. Foto: Daniel Naupold
Ein Selfie mit dem Bundestrainer. Auch Joachim Löw (r) war bei der Mercedes-Show in Stuttgart. Foto: Daniel Naupold
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Ein Selfie mit dem Bundestrainer. Auch Joachim Löw (r) war bei der Mercedes-Show in Stuttgart. Foto: Daniel Naupold
Der ehemalige Rennfahrer Roland Asch (l) und der Ingenieur Paddy Lowe drehen mit ihrem Oldtimer ein Runde. Foto: Daniel Naupold
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Der ehemalige Rennfahrer Roland Asch (l) und der Ingenieur Paddy Lowe drehen mit ihrem Oldtimer ein Runde. Foto: Daniel Naupold
Auch der "Kaiser" gab sich die Ehre. Foto: Daniel Naupold
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Auch der "Kaiser" gab sich die Ehre. Foto: Daniel Naupold
Shake-Hands der Rivalen: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (l) begrüßt seinen Teamkollegen Nico Rosberg. Foto: Daniel Naupold
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Shake-Hands der Rivalen: Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton (l) begrüßt seinen Teamkollegen Nico Rosberg. Foto: Daniel Naupold

Stuttgart (dpa) - Mit einer weltmeisterwürdigen Riesenparty hat Mercedes eine Woche nach dem Showdown in Abu Dhabi mit Zehntausenden Fans seine Triumphe gefeiert.

Formel-1-Champion Lewis Hamilton und Vize-Weltmeister Nico Rosberg absolvierten bei "Stars & Cars" in Stuttgart einen Marathon mit Interviewrunden, Autogrammstunden und Autokorsos. "Besser geht es nicht", bilanzierte Motorsportchef Toto Wolff angesichts der WM-Titel bei den Fahrern und Konstrukteuren sowie historisch einmaligen 16 Grand-Prix-Siegen stolz.

Der Dauer-Zoff in der eben zu Ende gegangenen Saison mit dem negativen Höhepunkt in Spa-Francorchamps, als Rosberg dem Briten bei einem Überholmanöver einen Hinterreifen aufschlitzte, war in Stuttgart kein Thema mehr. "Wir hatten schwierige Zeiten", blockte Hamilton ab. "Aber wir haben immer Respekt gezeigt." Nach der WM-Entscheidung in der Wüste zu seinen Gunsten hätten sich er und sein Stallrivale "über normale Dinge unterhalten, wie das Jungs so machen". Rosberg versicherte, er bedauere nichts. "Ich würde aber manches anders machen", sagte der gebürtige Wiesbadener, ohne ins Detail gehen zu wollen. 

Das brisante Duell 2014 hat das klar dominierende Silberpfeil-Duo weitgehend abgehakt. Der Fokus gilt schon der kommenden Saison. Der wie so häufig ein schwarzes Basecap tragende Hamilton resümierte lächelnd: "Ich bin sehr zufrieden, wie es lief. Ich bin glücklich." Nach seinem Sieg beim Saisonfinale am vergangenen Sonntag, dem elften Erfolg in diesem Jahr insgesamt, wies der Brite mit 384 Punkten 67 Zähler mehr auf als Rosberg (317), der in Abu Dhabi wegen eines Antriebsproblems leer ausgegangen war. "Nico war sehr schnell und konkurrenzfähig", lobte Hamilton seinen härtesten WM-Widersacher. 

Rosberg will sich für seine Niederlage revanchieren: "Ich versuche, ihn nächstes Jahr zu schlagen." Ob sie die anderen Teams erneut derartig deklassieren können, lasse sich nicht prognostizieren. "Ich bin zuversichtlich. Wir sind ein starkes Team. Aber wir wissen nicht, wie stark die Konkurrenz 2015 sein wird."   

Nichts Neues gibt es bei der allgemein erwarteten vorzeitigen Vertragsverlängerung von Hamilton. "Wir haben darüber noch nicht gesprochen", sagte Wolff und wies darauf hin, dass es wegen des großen Programms nach der WM-Entscheidung noch keine Zeit für Gespräche gegeben habe. Beide Seiten haben in der Vergangenheit aber mehrfach versichert, dass sie auch nach 2015 weiter zusammenarbeiten wollen. Rosberg hatte seinen Vertrag mit Mercedes im Sommer vorzeitig langfristig verlängert.

Ferrari ist für Hamilton jedenfalls keine Alternative. Er fühle sich bei Mercedes heimisch, betonte der zweifache Champion. 2008 hatte er im McLaren-Mercedes seinen ersten Titel geholt. "Ich hatte nie den Traum, Ferrari zu fahren", versicherte er und fügte schelmisch und mit einem Augenzwinkern an: "Ein rotes Auto ist schön. Aber ich kann mir ja einen roten Mercedes kaufen."

Seinen Konkurrenten Sebastian Vettel beglückwünschte Hamilton indes zu dessen Wechsel zu Ferrari: "Das ist toll für Sebastian. Es ist ein neues Kapitel für ihn." Für die meisten Piloten sei es ein Traum, für Ferrari zu fahren. Der vierfache Weltmeister Vettel startet nach einem enttäuschenden letzten Jahr mit Red Bull 2015 für das italienische Traditionsteam.  

Aber nicht nur die Silberpfeil-Stars sorgten rund um das Mercedes-Benz Museum für ein spezielles Flair. Bundestrainer Joachim Löw und Manager Oliver Bierhoff als Vertreter des deutschen Weltmeisterteams, Franz Beckenbauer oder Golfprofi Martin Kaymer, der bei den US Open und dem Ryder Cup triumphierte, begeisterten ebenfalls die Fans. Die aktuellen Mercedes-Fahrer aus dem Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) und ehemalige Größen wie Stirling Moss, Hans Herrmann und Jochen Mass rundeten das prominente Ensemble ab.

Saisonzusammenfassung Mercedes

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