Ricciardo im Bullen-Cockpit?

Er soll Teamkollege von Vettel werden

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Daniel Ricciardo

Berlin - Daniel Ricciardo soll in der kommenden Saison neuer Teamkollege von Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel werden.

Kurz vor dem Ende der Formel-1-Sommerpause scheint die Partnersuche für Sebastian Vettel bei Red Bull beendet. Der Australier Daniel Ricciardo soll nach Informationen von „Sport Bild online“ in der kommenden Saison Nachfolger seines Landsmannes Mark Webber als Vettels Teamkollege werden und hat damit offenbar das Rennen gegen Kimi Räikkönen gewonnen. Red Bull wollte dies weder bestätigen noch dementieren und verwies auf den bevorstehenden Grand Prix in Belgien. „Vor Spa geben wir nichts bekannt. Mehr kann ich dazu nicht sagen“, sagte Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko.

Team-Besitzer Dietrich Mateschitz habe die Beförderung des 24 Jahre alten Ricciardo verfügt, hieß es. Ricciardo fährt seit zwei Jahren für das Red-Bull-Schwesterteam Toro Rosso und hat das Motorsport-Nachwuchsprogramm des österreichischen Getränkekonzerns durchlaufen. Sein Aufstieg ins Weltmeisterteam an die Seite des dreimaligen Champions Vettel wäre damit auch ein eindeutiges Bekenntnis zur hauseigenen Talentförderung. Auch Vettel war diesen Weg gegangen.

Für den Hessen wäre Ricciardo sportlich wohl vorerst keine große Herausforderung, sondern eher ein lernwilliger Adjutant. Der Finne Räikkönen, anscheinend Wunschkandidat von Teamchef Christian Horner, hätte Vettel von Beginn an gefordert - damit aber womöglich auch neue Unruhe in den Rennstall gebracht. Die Zukunft des Weltmeisters von 2007 ist weiter offen. Sein derzeitiger Arbeitgeber Lotus will den Vertrag mit Räikkönen unbedingt verlängern. Aber es halten sich auch hartnäckige Gerüchte über eine Rückkehr des Routiniers zu Ferrari.

Bei der Scuderia war Räikkönen 2009 gegen Zahlung einer Abfindung in Millionenhöhe vor die Tür gesetzt worden. Ferrari-Boss Luca di Montezemolo hatte den „Iceman“ danach als zu schweigsam und unterkühlt kritisiert. Eine erneute Verpflichtung des trinkfesten Top-Fahrers anstelle des seit langem schwächelnden Brasilianers Felipe Massa wäre deshalb eine echte Überraschung.

Finnische Medien hatten zuletzt unter Berufung auf Räikkönens Umfeld berichtet, er habe sich für ein Ferrari-Angebot entschieden. Ferrari dementierte Verhandlungen energisch. „Egal wie die Entscheidung ausfällt, könnte es sein, dass sie manchen als blöd erscheint, aber für mich genau richtig ist“, hatte Räikkönen kurz vor Beginn der Sommerpause erklärt.

Angebliche Verhandlungen von Red Bull mit Ferrari-Platzhirsch Fernando Alonso dürften indes eher ins Reich der Fabel gehören. Der Besuch seines Managers im Red-Bull-Motorhome beim jüngsten Rennen in Ungarn war wohl der Tatsache geschuldet, dass der Berater auch die Red-Bull-Nachwuchshoffnung Carlos Sainz jr. vertritt. Vettel und Alonso in der gleichen Garage - dieses Gespann ist sehr wahrscheinlich auch Red Bull schlichtweg zu explosiv.

dpa

Wer und was ist Red Bull? Und ist wirklich Stierhoden-Extrakt drin?

Red Bull ist in vieler Munde, nicht nur wegen Sebastian Vettel. Wir beantworten die 13 wichtigsten Fragen. © Getty
Wer ist Red Bull? Ein Unternehmen mit 6900 Mitarbeitern weltweit. Die Red-Bull-Zentrale liegt in Fuschl am See bei Salzburg.  © dpa
Wem gehört Red Bull? Zu 49 Prozent dem Österreicher Dietrich Mateschitz (66). Er steht laut Forbes-Magazin auf Platz 260 der Liste der der reichsten Männer der Welt. Die anderen Anteile gehören thailändischen Partnern. © dpa
Wer ist Dietrich Mateschitz? Ein Unternehmer, der in schwierigen Verhältnissen ohne Vater in der Steiermark auf wuchs. Er absolvierte in Wien die Hochschule für Welthandel. Danach arbeitete er für Jacobs Kaffee und den Zahnpastahersteller Blendax. © dpa
Womit wurde er reich? Mit dem Drink Red Bull. © dpa
Wie erfand Dietrich Mateschitz den Energiedrink? 1982 lernte Dietrich Mateschitz auf einer Dienstreise die in Asien populären „Tonic Drinks“ kennen. In der Bar des Mandarin Hotels von Hongkong hatte er die Idee, Energy Drinks auch in Europa auf den Markt zu bringen, was er zusammen mit thailändischen Partnern auch tat. © dpa
Was ist Red Bull? Ein Energie-Drink. Er enthält das Kohlenhydrat Glucuronolacton. Dieser Stoff unterstützt den Körper beim Abbau von Abfallstoffen. Weiterer Bestandteil ist Taurin, eine Aminosäure. Weiters enthält Red Bull unter anderem Koffein sowie B-Komplex-Vitamine und Sucralose. © dpa
Es gibt Gerüchte, dass Taurin aus Stierhoden gewonnen wird? Nein. Das Taurin in Red Bull wird rein synthetisch hergestellt. © dpa
Wie wirkt Red Bull Energy Drink? Red Bull gilt als Muntermacher, soll unter anderem die Leistungsfähigkeit, die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit erhöhen. © dpa
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Wie werden die Zutaten für Red Bull Energy Drink hergestellt? Woher kommen sie? Sämtliche für Red Bull Energy Drink verwendeten Zutaten werden synthetisch hergestellt, die meisten von Pharmaunternehmen. © dpa
Seit wann gibt es Red Bull? 1984 gründete Mateschitz die Firma Red Bull. Nach der Verfeinerung der Rezeptur und der Entwicklung eines Marketingkonzepts wurde es 1987 im österreichischen Markt eingeführt. Während sich der Absatz in Österreich von Jahr zu Jahr verdoppelte, landete Red Bull in den ersten Auslandsmärkten: 1989 in Singapur und 1992 in Ungarn. 1994 kam die Zulassung für Deutschland, 1995 folgte die Einführung in Großbritannien und 1997 startete das USA-Geschäft in Kalifornien. © dpa
Was ist das Erfolgsgeheimnis? Mit einem konsequenten Dosendesign, ausgefallenen Werbestrategien und der Kampagne „Red Bull verleiht Flügel“ erreichte der Drink vor allem bei jungen Menschen rasch Kultstatus. © dpa
Wie viele Dosen Red Bull werden jedes Jahr verkauft? Heute werden in 160 Ländern pro Jahr ca. 4 Milliarden Dosen Red Bull verkauft. © dpa
Was gehört zum Imperium von Dietrich Mateschitz? Er besitzt rund zwei Dutztend Unternehmen: Restaurants, Baufirmen, eine Formel-1-Rennstrecke, einen Flugplatz sowie Hotels. Privat gehört ihm auch ein Militärjet sowie die ehemalige DC 6 von Marschall Tito. Ein Teil der Markenstrategie des Österreichers ist außerdem das Sponsoring von Trend-, Event-, aber auch Rennsportarten. Mateschitz besitzt zwei Auto-Rennställe, darunter das Formel-1-Team mit Sebastian Vettel. © dpa

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