Schon vor der Eröffnungsfeier

Erster Doping-Fall bei den Paralympics

Rom/Sotschi - Schon vor der Eröffnungsfeier gibt es den ersten Dopingfall bei den Paralympics: Der italienische Sledegehockey-Spieler Igor Stella wurde positiv getestet. Schuld soll eine Salbe gegen Wundgeschwüre sein.

Der italienische Paralympics-Teilnehmer Igor Stella ist positiv auf ein verbotenes Mittel getestet worden. Bei dem Sledgehockey-Spieler wurden bei einer unangekündigten Dopingprobe Spuren von anabolen Steroiden entdeckt. Nach Angaben des Italienischen Paralympischen Komitee (CIP) vom Freitag handelt es sich um den Wirkstoff Clobetasol. Die Substanz soll in einer Salbe enthalten sein, die Stella nach eigenen Angaben zur Behandlung von Wundliegegeschwüren benutzt hatte. Er wurde vorübergehend suspendiert und kann nicht an der Eröffnungsfeier in Sotschi am Abend teilnehmen.

„Ich habe mit ihm gesprochen, er hat gegenüber der Medizinkommission des Internationalen Paralympischen Komitees erklärt, dass er eine Salbe gegen Wundliegegeschwüre verwendet hat, ohne es innerhalb der in den Anti-Doping-Regeln vorgesehenen Zeit mitzuteilen“, sagte der italienische Chef de Mission Marco Giunio De Sanctis. Stella sei deshalb als Vorsichtsmaßnahme bis zur Öffnung der B-Probe suspendiert worden. Das Ergebnis soll nach CIP-Angaben innerhalb von 48 Stunden vorliegen.

Damit haben die Paralympics im russischen Sotschi schon vor der Eröffnungsfeier am Freitagabend ihren ersten Dopingfall. Die Substanzen waren bei Stella in einem unangekündigten Blut- und Urintest am Dienstag festgestellt worden. Der 23-Jährige, der mit einer Spina Bifida zur Welt kam, äußerte sich zunächst nicht öffentlich zu dem positiven Test. Stella hatte mit dem italienischen Team bereits an den Paralympics in Vancouver vor vier Jahren teilgenommen. 2011 wurde der aus dem norditalienischen Varese stammende Athlet mit Italien Sledgehockey-Europameister.

dpa

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