Erster Ski-Freestyle-Wettbewerb

Justine Dufour-Lapointe gewinnt Buckelpisten-Gold

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Justine Dufour-Lapointe beim Jubeln.

Sotschi - Justine vor Chloe: Das Finale auf der Buckelpiste wurde zur Show der Geschwister Dufour-Lapointe. Auch ihre ältere Schwester Maxime feierte mit. Traurig daneben stand hingegen die große Favoritin.

Hand in Hand warteten die beiden Power-Geschwister aus Kanada bei den Winterspielen von Sotschi auf die Blumenübergabe. Nach dem Patzer der Top-Favoritin Hannah Kearney aus den USA sicherte sich Ski-Freestylerin Justine Dufour-Lapointe vor ihrer älteren Schwester Chole Olympia-Gold auf der Buckelpiste. Auch ohne Medaille hüpfte die zwölftplatzierte Maxime, Älteste im Bunde, jubelnd über die Bande und feierte mit. Die völlig enttäuschte Vancouver-Siegerin Kearney rang am späten Samstagabend im Extreme Park um Fassung und zeigte nur noch ein gequältes Lächeln.

Seit ihrem Olympiaerfolg 2010 hat sich die zweimalige Weltmeisterin 27 von 37 Weltcupsiege gesichert, patzte aber ausgerechnet im dritten und entscheidenden Finallauf zwischen den Buckeln. Stattdessen triumphierten die Schwestern Dufour-Lapointe: Mit 74,80 Prozentpunkten zeigte Justine (19 Jahre) eine starke, aber nicht herausragende Fahrt. Vor allem ihre Sprünge wurden besser als bei Chloe (22) bewertet. Maxime (24) war in der Runde der besten Zwölf ausgeschieden.

Dass zwei Schwestern Gold und Silber bei Olympia holen, ist keine Premiere. So hatte die Französin Marielle Goitschel 1964 in Innsbruck den alpinen Riesenslalom vor Christine gewonnen, im Torlauf war das Resultat umgekehrt.

Für die Deutsche Laura Grasemann waren die Winterspiele bereits zuvor am Nachmittag beendet gewesen. In der zweiten und letzten Qualifikation verpasste die 21-Jährige das Weiterkommen um zwei Plätze. „Grad so draußen, das ist schon sehr ärgerlich“, sagte Grasemann. „Ich bin schon enttäuscht. Es wäre definitiv mehr drin gewesen.“

Grasemann fehlten knapp vier Punkte für einen Platz im Finale der Top 20. „Oben in der Weiterfahrt hatte ich extreme Probleme“, erklärte sie die Situation nach dem ersten Sprung. „Da bin ich das letzte Mal schon gestürzt und gestern gestürzt und deswegen habe ich da ein bisschen die Handbremse angezogen. Das war nicht ganz die richtige Entscheidung“, meinte die Sportlerin vom SC Wiesloch. Nach dem Aus legte der sportliche Leiter Heli Herdt tröstend den Arm um ihre Schulter.

Grasemann will nun bis zum 12. Februar in Sotschi bleiben und sich neben dem Herrenfinale am 10. Februar auch Wettkämpfe anderer Disziplinen anschauen. „Einfach mal das olympische Leben ein bisschen genießen. Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, ich hatte jeden Tag Training oder Wettkampf“, sagte die Studentin für Biotechnologie. Mit der ersten Qualifikationsrunde am Donnerstag hatte sie, noch vor der Eröffnungsfeier, als erste Sportlerin des deutschen Teams an einem Wettkampf der Winterspiele in Russland teilgenommen.

dpa

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