Zwei Hoffnungsträger in Warteschleife

BSV Rehden setzt im Auswärtsspiel bei Braunschweig II auf Menga und Mandic

Machte zuletzt nach seiner Einwechslung richtig Alarm und könnte in die Startelf rücken: Rehdens Abdullah Dogan (li.). - Foto: Flügge
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Machte zuletzt nach seiner Einwechslung richtig Alarm und könnte in die Startelf rücken: Rehdens Abdullah Dogan (li.). - Foto: Flügge

Rehden - Von Arne Flügge. Vier Spiele, ein Pünktchen, vorletzter Tabellenplatz – keine Frage, der Saisonauftakt ging für Fußball-Regionalligist BSV Rehden gründlich in die Hose.

Führungsspieler Kevin Artmann hatte unmittelbar nach der 2:3-Heimpleite gegen Altona 93 den Finger in die Wunde gelegt und die fehlende Konstanz im Spiel angeprangert; ein tief enttäuschter Trainer Wolfgang Schütte sprach von einer ganz schwierigen Situation, durch die Rehden nun der Musik hinterherläuft. Es riecht nach Krise. Daher muss am Samstag (14.00 Uhr) im Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig II unbedingt die Wende her.

Und die Gäste setzen dabei auf zwei große Hoffnungsträger. Zum einen hat Stürmer Addy-Waku Menga seine Vier-Spiele-Sperre abgesessen, feiert sein Liga-Debüt und soll die Abschlussschwäche des BSV Rehden beheben. „Das Warten hat ein Ende. Ich bin froh, jetzt endlich spielen und der Mannschaft helfen zu können“, fieberte Menga schon vergangene Woche der Partie in Braunschweig entgegen. 

Doch nun plagt sich der 33-Jährige mit muskulären Problemen herum, konnte zuletzt nicht trainieren. „Die Behandlungen haben aber angeschlagen, ich hoffe, dass Addy spielen kann, denn er brennt“, sagt Schütte. Sollte der Stürmer aber doch ausfallen, „wäre das absolut bitter“.

Mandic nach schwerer Verletzung genesen

Hoffnungsträger Nummer zwei ist Milos Mandic (31). Rehdens Nummer eins ist nach seiner schweren Schulterverletzung aus der vergangenen Saison seit zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining und saß gegen Altona bereits auf der Bank. Dennoch überlegten die Rehdener Verantwortlichen zunächst, noch einen Torwart zu verpflichten. 

Im Testspiel am Dienstag gegen Bezirksligist TSV Wetschen (0:0) wurde auch ein polnischer Keeper getestet. Von einer Verpflichtung nahm Friedrich Schilling aber Abstand. „Er war nicht uninteressant, doch es wäre eine schwierige Personalie gewesen“, sagt der Vereinsboss: „Und da mir signalisiert wurde, dass Mandic wieder so gut wie vollkommen fit ist, haben wir keine Veranlassung gesehen, jetzt irgendwelche Klimmzüge zu machen, um noch einen Torwart zu verpflichten.“

Ob Mandic von Beginn an spielen wird, entscheidet sich am Freitagabend nach dem Abschlusstraining. Gestern stand eine abschließende Untersuchung beim Arzt und beim Physiotherapeuten an. „Milos hat von Beiden grünes Licht bekommen“, freut sich Trainer Schütte, schränkt aber ein: „Wir müssen jetzt schauen, ob er auch selbst die nötige Sicherheit hat und spürt.“ Sollte es da Zweifel geben, wird Philip Faderl weiter zwischen den Pfosten stehen.

Einige personelle Umstellungen zu erwarten

Generell dürfte es nach der enttäuschenden Leistung gegen Altona aber einige personelle Umstellungen geben. „Ich werde das Abschlusstraining noch abwarten, aber das ist nicht auszuschließen“, betont Schütte. Eine Chance für Abdullah Dogan, der nach seiner Einwechslung zuletzt richtig Alarm auf der rechten Seite gemacht hat.

Überhaupt sei es langsam an der Zeit, die hohe Fehlerquote in der Defensive, im individuellen und im taktischen Bereich abzustellen und endlich Konstanz ins Spiel zu bekommen. „Wir sind dazu verdammt zu punkten, um jetzt ganz schnell die Kurve zu kriegen“, fordert Schütte in Braunschweig den ersten Saisonsieg.

Wichtig sei dabei, von Beginn an hellwach zu sein. Die beiden schnellen Gegentore gegen Altona seien „ein richtiger Tiefschlag“ gewesen, meint Schütte, „und dann kriegt du nach dem Anschlusstreffer noch eine geschmiert. Das waren auch psychologische Nackenschläge, die wir unbedingt verhindern müssen.“

Glaube an die Qualität des Kaders

Seinen Optimismus zieht der 61-Jährige aus der Qualität, die in seiner Mannschaft steckt: „Von unseren Möglichkeiten her, müssen wir vor keiner Mannschaft Angst haben. Doch wir müssen diese Möglichkeiten jetzt endlich mal von der ersten bis zur letzten Minute umsetzen.“ Ob das in Braunschweig gelingt? Es muss, meint Schütte angesichts der schon zu diesem frühen Saisonzeitpunkt prekären Lage.

Der Gegner war mit zwei Niederlagen und einem Remis gestartet, feierte zuletzt aber mit einem 2:1 in Oldenburg den ersten Saisonsieg und dürfte dadurch Selbstvertrauen getankt haben. „Das darf uns nicht interessieren“, winkt Schütte ab. Sicherlich sei Braunschweigs Reserve immer „eine Wundertüte, und in Phillip Tietz haben sie einen ganz torgefährlichen Stürmer“, doch schlussendlich müsse sein Team nur auf sich selbst schauen. Schütte: „Wir müssen selbstkritisch sein, die Fehler abstellen und uns verbessern.“

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