Rasse, Klasse, Dramatik

Zwei Mal geführt und am Ende noch gezittert – 2:2

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Augen zu und durch: Rehdens Mittelfeldmann Danny Arend (links, vor Viktor Pekrul) rackerte gestern Abend wieder wie gewohnt. Hier geht er in einen Schuss von Alexander Hahn. ·

Aus Meppen berichtet Arne Flügge. Rasse, Klasse, Dramatik, Chancen im Überfluss auf beiden Seiten – und am Ende eine gerechte Punkteteilung: Im Topspiel der Fußball-Regionalliga Nord kam der BSV Rehden gestern Abend beim SV Meppen zu einem 2:2 (0:0) und blieb damit auch im neunten Spiel in Folge ungeschlagen.

„Ich möchte mich bei beiden Mannschaften für ein hochintensives und gutes Fußballspiel bedanken“, atmete BSV-Trainer Björn Wnuck hinterher tief durch: Es hat Spaß gemacht. Mehr geht nicht, da war alles drin.“ Ähnlich sah's sein Meppener Kollege Christian Neidhart: „Es war ein richtig klasse Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Am Ende hätten wir noch den Siegtreffer erzielen können, aber über die gesamte Spielzeit gesehen geht das Unentschieden in Ordnung.“

Vor 2 186 Zuschauern in der MEP-Arena gingen die Rehdener durch Florian Stütz (58.) und Marius Winkelmann (69.) zwei Mal in Führung, mussten aber jeweils durch Max Kremer (61.) und Sergej Schmik (77.) den Ausgleich schlucken.

Personell hatten die Gäste zunächst einen Rückschlag zu verkraften. Mittelfeldmotor Taiki Hirooka fehlte wegen einer Erkältung. Schlimmer noch wog der Ausfall von Daniel Gunkel auf einer der Sechserpositionen. „Ich habe Wadenprobleme, und Spritzen haben nicht geholfen. Ich muss jetzt erstmal ein paar Tage aussetzen“, meinte der Ex-Profi. Für Gunkel rückte Stütz ins Team.

Beide Mannschaften begannen verhalten. Dennoch eröffneten sich früh Möglichkeiten. In der siebten Minute aber traf Rehdens Kiala Kifuta aus elf Metern den Ball nicht richtig, 120 Sekunden später erging es Meppens Max Kremer ähnlich – kein Problem für BSV-Keeper Milos Mandic.

In der 21. Minute wurde es dagegen brandgefährlich, als Kremer aus acht Metern frei zum Schuss kam, Rehdens Innenverteidiger Michael Wessel sich aber in den Ball warf und so Meppens Führung verhinderte. Fast im Gegenzug feuerte Danny Arend die Kugel nur hauchzart über den Querbalken (23.), während Meppens Daniel Latkowski knapp verpasste (33.). Beide Teams hatten nun ihre Zurückhaltung aufgegeben, die Visiere hochgeklappt. Jetzt war’s nur eine Frage der Zeit, wann das erste Tor fällt. Und kurz vor der Pause wäre es fast soweit gewesen, aber Mandic parierte klasse gegen Kremer (44.), auf der anderen Seite scheiterte Kevin Artmann an SV-Keeper Benjamin Gommert (45.), ehe wiederum drüben Wessel auf der Linie gegen Kremer klärte (45.+1). Was für Wahnsinns-Chancen!

Die Waffenruhe nach dem Wechsel hielt nur sieben Minuten. Wieder hatte Kremer die Chance – und nutzte sie nicht (52.). Das rächte sich – und der BSV Rehden durfte in der 58. Minute jubeln: Artmanns Pass von rechts in den Rücken der Abwehr hämmerte Stütz aus 14 Metern ins lange Eck – 1:0!

Doch der Jubel war kaum verklungen, da stand es schon 1:1. Nutznießer einer Konfusion in der Rehdener Abwehr war Kremer in der 61. Minute und stellte damit das Spiel auf Anfang.

Die Frage war nur: Wie würden die Gäste diesen schnellen Ausgleich psychologisch verkraften? Die Antwort gab Maruis Winkelmann: In der 69. Minute köpfte der Mittelfeldspieler einen Freistoß von Stütz zum 2:1 in die Maschen.

Wer nun gedacht hatte, Meppen würde sich ergeben, der sah sich getäuscht. Und wiederum half die Rehdener Abwehr kräftig mit, als sie Sergej Schmik einfach gewähren und zum 2:2 einschießen ließ (77.).

„Ein bisschen bitter“ sei es laut Wnuck schon gewesen, nach zweimaliger Führung nicht alle drei Punkte mitnehmen zu können. „Aber auf der anderen Seite hätten wir auch kurz vor Schluss vor dem Nichts stehen können“, wusste der BSV-Coach.

Stimmt: Denn hätte Martin Wagner in der 90. Minute nicht aus fünf Metern vorbei geschossen, die Partie wäre noch verloren gegangen. Doch Neidhart nahm es gelassen: „Über die gesamte Spielzeit gesehen geht das Unentschieden in Ordnung.“

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