Rehden holt albanischen Stürmer

Zielspieler schlüpft noch durch das Transferfenster

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Patrick Papachristodoulou verlässt den BSV Rehden und schließt sich dem Liga-Konkurrenten VfB Oldenburg an.

Rehden - Kann gespielt werden? Kann nicht gespielt werden? Der BSV Rehden macht die nächste Hängepartie durch. Das Regionalliga-Spiel beim Lüneburger SK Hansa (Sonntag, 14.00 Uhr) hängt am seidenen Faden.

Die Entscheidung fällt wohl erst kurzfristig, die Wetter-Prognosen machen aber wenig Hoffnung. BSV-Trainer Benedetto Muzzicato nimmt das alles gelassen, er betont vielmehr das Positive an der Situation: „Ich bin über jede Woche mehr an Vorbereitungszeit froh. Denn jede Woche verstehen die Jungs mehr, was sie machen müssen.“

Jede Trainingseinheit ist derzeit vor allem für Fabian Lokaj wichtig. Denn kurz bevor sich am Mittwochabend das Transferfenster schloss, verstärkte sich der abstiegsbedrohte BSV Rehden noch einmal im Angriff – eben durch Mittelstürmer Lokaj. Der 21-Jährige kommt vom rumänischen Erstligisten Gaz Metan, ist aber in der Schweiz aufgewachsen und besitzt neben dem albanischen auch den Schweizer Pass. „Fabian hat uns im Training und im letzten Testspiel gegen den Bremer SV überzeugt“, begründete Rehdens Sportvorstand Michael Weinberg, der nach Telefonaten mit dem DFB und dem rumänischen Verband die Spielberechtigung erhielt.

„Einen Stürmer-Typen wie ihn mit seiner kräftigen Statur fürs Zentrum haben wir noch gesucht“, sagte er über den 1,90-Meter-Mann, der zu Jugendzeiten in der U 17 und U 19 für Albanien spielte. Der Kontakt kam über den früheren Profi, Manager und Berater Franz Gerber zustande, der zu BSV-Boss Friedrich Schilling noch immer einen guten Kontakt pflegt. Trainer Muzzicato ist froh, mit Lokaj einen Zielspieler im Strafraum zu haben: „Er ist ein ganz anderer Spielertyp als unsere Offensiven Francky Sembolo oder Addy-Waku Menga. Fabian Lokaj bringt einfach eine sehr starke Physis mit. Dadurch hat er eine super Präsenz in der Box.“

Zwei Spielen verlassen den BSV

Auf der anderen Seite trennte sich Rehden von zwei Spielern. Dennis Schmidt kehrt nach einem halben Jahr bei den Schwarz-Weißen zurück zu seinem Heimatclub Preußen Espelkamp. „Dennis wurde der Aufwand im Vergleich zum Ertrag zu groß“, berichtete Weinberg über den Wunsch des 21-Jährigen, den Vertrag aufzulösen. Der Mittelfeldspieler war nur zu einem Kurzeinsatz gekommen.

Als „sportlich größeren Verlust“ bezeichnet Weinberg den Abschied von Außenspieler Patrick Papachristodoulou. Der 20-Jährige, vor eineinhalb Jahren vom JFV Nordwest aus Oldenburg nach Rehden gekommen, folgt nun dem Ruf seines Ex-Trainers Stephan Ehlers zu Regionalliga-Konkurrent VfB Oldenburg. Ehlers hatte „Papa“ im Sommer 2016 vom JFV zum BSV mitgenommen, wurde aber im Herbst desselben Jahres wieder entlassen. Papachristodoulou blieb – bis jetzt. „Beide Seiten kennen sich, also sind wir uns schnell einig geworden“, schilderte Weinberg. „Der Abgang von ,Papa‘ ist menschlich und sportlich ein Verlust“, betonte Muzzicato: „Ich wünsche ihm nur das Beste.“

Das Beste für sein Team wünscht sich der Trainer natürlich auch für das Spiel in Lüneburg. Falls es über die Bühne gehen sollte, wartet ein hartes Stück Arbeit auf die Schwarz-Weißen. Die Gastgeber, neuerdings trainiert von Ex-Bayern-Profi Rainer Zobel, gewannen in der Vorwoche mit 1:0 in Oldenburg, haben nun bei einer Partie mehr sieben Punkte Vorsprung auf Rehden. Die Gäste, die das Hinspiel mit 1:4 verloren, stehen unter Zugzwang, um einen Konkurrenten nicht vollends aus den Augen zu verlieren. 

wie/ck

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