BSV zieht in erster DFB-Pokalrunde Zweitligisten / „Nehmen, wie es kommt“

Kein Traumlos für Rehden: VfR Aalen heißt der Gegner

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Da ist es schwarz auf weiß: Fußball-Regionalligist BSV Rehden empfängt im DFB-Pokal Zweitligist VfR Aalen.

Rehden - Von Arne Flügge. Als HSV-Idol Horst Hrubesch gestern Abend kurz nach 19 Uhr die Kugel öffnete, auf der BSV Rehden stand, hätte man im voll besetzten Vereinsheim an den Waldsportstätten eine Stecknadel fallen hören können.

Es wurde mucksmäuschenstill, die Spannung hatte ihren Höhepunkt erreicht. Wen würde der Fußball-Regionalligist in der ersten Runde des DFB-Pokals jetzt zugelost bekommen? Wieder die Bayern oder diesmal Werder, Dortmund oder Schalke? Nein, Hrubesch zog Zweitligist VfR Aalen – und sorgte damit im Vereinsheim für viele lange Gesichter.

„Im letzten Jahr hatten wir die Bayern – es war doch klar, dass so etwas nicht zu toppen ist“, sagte Rehdens Kapitän Kevin Artmann, der die Auslosung in den Waldsportstätten verfolgt hatte. Doch der 28-Jährige war im Vergleich zu vielen Anhängern nicht enttäuscht, im Gegenteil: Der Mittelfeldspieler witterte gleich die Chance auf eine Sensation. „Die Zweite Liga fängt zwei, drei Wochen später an als wir. Von der Vorbereitung her haben wir da einen Vorteil. Und wenn alles zusammenkommt, kann es funktionieren, dann können wir die Überraschung vielleicht schaffen“, sagte Artmann.

Das solle jetzt keineswegs respektlos gegenüber Aalen klingen, wie der Rehdener Kapitän klarstellte. „Doch ich denke, gegen den Elften der Zweiten Liga kann man eher eine Überraschung schaffen als gegen Bayern oder Dortmund“, meinte Artmann. Er kennt das Gefühl einer Pokalsensation. Mit Werder Bremen II hatte Artmann mal den 1. FC Köln und anschließend den FC St. Pauli rausgeworfen. „Das ist ein unglaubliches Erlebnis. Und ich möchte nicht wissen, was dann in Rehden los ist, sollten wir das tatsächlich schaffen.“

Auf jeden Fall wird die Partie gegen Aalen in den Waldsportstätten stattfinden. Dort haben mindestens 5000 Zuschauer Platz. Vielmehr dürften es gegen den Zweitligisten auch nicht werden. „Doch was nützt es, wenn die Kassen klingeln und du sportlich keine Chance hast“, meinte Rehdens künftiger Trainer Andreas Petersen. Da sei ihm ein Los wie beispielsweise Aalen schon lieber. „Sportliche gesehen ist es sehr attraktiv für uns“, so der 54-Jährige.

Rehdens Vereinsboss Friedrich Schilling hat die Auslosung in seinem Urlaubsort auf Mallorca verfolgt. Freilich hätte er sich einen wesentlich attraktiveren Gegner gewünscht. „Wir waren aber aus dem letzten Jahr doch ziemlich verwöhnt“, sagte der Vereinsvorsitzende: „Wir nehmen es, wie es kommt. Wir müssen jetzt das Beste daraus machen. Im letzten Jahr hatten wir Losglück, vielleich haben wir diesmal ja sportlich Glück. Wir können nicht erwarten, dass wir jedes mal ein Traumlos bekommen.“

Wichtig sei für Schilling, dass die Partie gegen Aalen in den Waldsportstätten ausgetragen werden kann und der BSV Rehden nicht wieder in ein anderes Stadion ausweichen muss. Schilling: „Auch von der Organisation her wird das Ganze nicht so aufwändig wie im vergangenen Jahr.“ Ausgetragen wird die erste Runde vom 15. bis 18. August. Rehdens Spieltermin steht noch nicht fest.

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