VfB Oldenburg siegt dank später Tore / Trainer Schops sieht Steigerung / Ivicic fliegt vom Platz

Zehn Rehdener stehen am Ende im Regen – 1:3

Ein Rehdener und zwei Ex-Rehdener: Alen Suljevic beschäftigt hier Kevin Kalinowski (l.) und Kai Bastian Evers. Foto: Krüger

Oldenburg - Von Cord Krüger. Nach dem bitteren Ende ihres Regionalliga-Auftritts beim VfB Oldenburg hatten Trainer Maarten Schops und sein „Co“ Michael Hohnstedt Mühe, ihre Fußballer vom BSV Rehden zum Spielerkreis einzufangen. Einige wollten nach dem Kraftakt auf dem tiefen, nassen Platz und ihrem späten K.o. gleich weg in die Katakomben des Marschwegstadions, das gestern auch „Matschwegstadion“ hätte heißen können. „Heute hätten wir einen Punkt mitnehmen müssen“, bedauerte Schops nach der 1:3 (1:1)-Niederlage: „Wir waren hier über weite Strecken die bessere Mannschaft, haben mutig und leidenschaftlich gespielt. Das war eine unglaubliche Verbesserung im Vergleich zu unserem Start ins Jahr“, erinnerte er ans 0:0 vom Sonntag beim HSC Hannover. „Solch eine Vorstellung wie nach der Pause wünsche ich mir jetzt auch von der ersten Minute an.“

Auf dem äußerst glitschigen Geläuf brauchten beide Seiten allerdings Eingewöhnungszeit. Den ersten Rehdener Torschuss gab Addy-Waku Menga ab, doch der leicht abgefälschte Versuch des früheren Oldenburgers schlug knapp neben dem Pfosten ein (19.). Die Platzherren antworteten mit einem weiten Abschlag von Keeper Dominik Kisiel auf Enis Bytyqi, der tanzte Dino Bajric aus und zwang BSV-Schlussmann Josip Galic zur Glanzparade (25.). Die Oldenburger kamen nun gefährlicher auf, Galic als Vertreter des wegen muskulärer Probleme ausgefallenen Nick Borgman rettete gegen Ibrahim Temin (26.), holte den schnellen Mittelfeldmann aber vier Minuten später im Strafraum von den Beinen. Seinem Debütanten gab Schops keine Schuld am Elfer, wohl aber dessen Vorderleuten: „Da haben wir nicht gut verteidigt, hatten keinen Druck auf den Ball und sind sogar noch vorgelaufen.“ Temin sei daher „definitiv nicht im Abseits“ gewesen. Und so eine Situation sei „für einen Torwart schwer zu klären“.

Der Elfmeter also unstrittig, Galic hatte gegen Mirko Schuster das Nachsehen (31.). Doch die Gäste antworteten schnell: Bei einer präzisen Ecke von Dominic Cyriacks setzte sich der aufgerückte Jakob Lewald im Strafraum durch und drückte die Kugel per Kopfball-Aufsetzer über die Linie – 1:1 (36.). Der bärenstarke Innenverteidiger (acht Ballgewinne schon in den ersten elf Minuten) krönte damit vorzeitig sein imposantes Comeback, nachdem er im Winter eigentlich schon den BSV verlassen hatte (siehe Extra-Text). „Für mich war es schön, in meinem ersten Spiel seit Mitte November gleich geholfen zu haben. Aber ich hätte lieber nicht getroffen – und stattdessen gewonnen“, gestand Lewald.

Doch dem stand gestern einiges im Wege. „Die Rote Karte hat uns geschwächt“, sagte Schops zum Platzverweis gegen Tomislav Ivicic (55.). Auf den ersten Blick eine harte Entscheidung, weil es so aussah, als sei Patrick Posipal in den Stürmer reingelaufen. „Nein, es war ein Foul von mir“, klärte Ivicic selbst auf, „aber es war keine Absicht“, sagte er zum Kampf um den Ball, bei dem er Posipal am Knie traf. Schiedsrichter Daniel Fleddermann, aus nächster Nähe Zeuge, dürfte es genau gesehen haben – und zückte schon nach einer Sekunde den roten Karton. „In Unterzahl waren wir alle aber noch einen Tick besser, weil jeder wusste, wie sehr es jetzt drauf ankam“, fand Lewald.

Dennoch kam Oldenburg zu mehr Chancen, doch Justin Plautz (61.), Posipal (64.) und Bytyqi (79.) zielten daneben, Galic rettete gegen Pascal Steinwender (81.). „Wir hätten vorher schon das zweite Tor machen können, da fehlte die Präzision“, brachte es VfB-Trainer Alexander Kiene auf den Punkt. In der Schlussminute durfte der frühere Rehdener Coach aber doch jubeln, als Maik Lukowicz eine Rechtshereingabe in die Maschen drückte. Rehden warf nun alles nach vorn, wollte den Punkt, ließ sich dann allerdings durch Bytyqi per Sprint von der Mittellinie zum 3:1 auskontern (90.+3). „Das dritte Gegentor war dann auch sch. . .egal“, meinte Lewald.

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