Wunsch: Belohnung für Leidenschaft

BSV Rehden erwartet Hamburger SV II mit „Promi“ Papadopoulos

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Gute Noten: Auch an der Leistung von Quentin Fouley (2. v. l.) und Addy-Waku Menga (r.) hatte Rehdens Trainer Maarten Schops nach dem Auftritt in Oldenburg nichts auszusetzen. Die beiden BSV-Offensivkräfte dürften am Samstag im Heimspiel gegen den Hamburger SV II ebenfalls gesetzt sein.

Rehden – Detaillierteste Informationen – fast wie in der Bundesliga: Auch drei Klassen tiefer existieren inzwischen Erhebungen aus jedem Regionalliga-Spiel, etwa über Zweikampf-Quoten, gespielte Pässe, Torschüsse und andere Kernkompetenzen im Fußball. Am Sonntag, während der 1:3 (1:1)-Niederlage des BSV Rehden beim VfB Oldenburg, „waren wir in allen Bereichen besser“, fasst Rehdens Trainer Maarten Schops das Fazit einer dieser Apps zusammen, die solche Daten sammeln. „Allein mit diesen Erkenntnissen gewinnst du zwar kein Spiel, aber es hat uns gezeigt, dass wir mit unserer Einschätzung direkt nach dem Abpfiff gar nicht so falsch lagen.“ Nun wünscht sich der Ex-Profi für seine Heim-Premiere am Samstag ab 14 Uhr in den Waldsportstätten gegen den Hamburger SV II, „dass wir diese Leidenschaft wieder abrufen, die geschlossene Mannschaftsleistung bestätigen können – und uns endlich mit drei Punkten belohnen“.

Auch Abwehrchef Jakob Lewald fand nach dem 1:3 in Oldenburg: „Das war ein richtig gutes Auswärtssspiel von uns. In einigen Bereichen müssen wir uns aber cleverer anstellen.“ Damit meinte er einerseits die Rote Karte gegen Stürmer Tomislav Ivicic, der somit gesperrt ist. Andererseits dürfte der 20-Jährige auf das Zustandekommen des späten 1:2-Rückstands angespielt haben – mit einer zu einfachen Rechtshereingabe ins zu freie Zentrum. „Aber solche Fehler haben wir bis zum nächsten Spiel abgestellt“, versprach Schops noch im Marschwegstadion.

Triftige Gründe zur Veränderung seiner Startelf hätte der 43-Jährige nicht – vom zur Zwangspause verdammten Ivicic mal abgesehen. Trotzdem stellt er noch anderweitig um. Stammkeeper Nick Borgman kehrte nach muskulären Problemen am Montag ins Teamtraining zurück und dürfte am Samstag ebenso auflaufen wie Winterneuzugang Pierre Becken, der mit einer Rotsperre im Gepäck vom Nordost-Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt zu den Schwarz-Weißen gekommen war und nun wieder frei ist. Lediglich Shamsu Mansaray und Omar Pasagic fehlen verletzt.

Die Hanseaten haben ebenfalls keine großen Personalsorgen, zudem bekam Trainer Hannes Drews im Winter prominente Verstärkung: Kyriakos Papadopoulos, bei den Profis längst aussortiert, als einer der Spitzenverdiener des Vereins während des Wintertransferfensters aber offenbar kaum an einem neuen Club interessiert, verteidigt nun für die Zweite. Doch in welcher Besetzung auch immer, „ist eigentlich egal“, meint Schops: „Wir dürfen eh nur auf uns schauen.“

Lewald freut sich darauf, „dass wir es jetzt gegen Hamburg noch ein bisschen besser machen können als zuletzt“. Vor allem er dürfte den Gegner gern sehen – denn gegen die Zweitliga-Reserve gelangen ihm im Hinspiel zwei Tore, die einem Abwehrspieler auch nicht jeden Tag vergönnt sind.

Hintergrund: Tomic und Suljevic verlängern

Zwei Punkte in seiner Kaderplanung für die kommende Saison kann der BSV Rehden abhaken – mit grüner Farbe: Bereits jetzt verlängerten Mittelfeldspieler Josip Tomic (26) und Stürmer Alen Suljevic (20) um weitere zwei Jahre. Ihre Vereinbarungen mit den Schwarz-Weißen wären im Sommer ausgelaufen. Tomic, seit zwei Jahren wieder beim BSV (früher schon bis Sommer 2017 zweieinhalb Jahre in Rehden) kam in der aktuellen Saison auf 20 Einsätze (drei Tore, drei Vorlagen). Suljevic, im Juli 2018 aus der eigenen Jugend aufgerückt, lief in dieser Serie neunmal für den BSV auf (ein Tor).

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