Zehn Partien in fünf Wochen

Die Wochen der Wahrheit für BSV Rehden

Keine Verschnaufpause: Bereits heute Abend ist der BSV Rehden in der Regionalliga Nord wieder gefordert. Die Mannschaft um Kevin Njie (li.) empfängt um 19.00 Uhr den Tabellensechsten VfB Lübeck in den Waldsportstätten. - Foto: Flügge

Rehden - Ein Blick in den Terminkalender lässt nichts Gutes erahnen. Keine Frage, dem Regionalligisten BSV Rehden stehen anstrengende Wochen ins Haus. Und fast könnte man meinen, der Tabellenzwölfte sei ein Champions-League-Teilnehmer. So häufig wechseln die Spieltage zwischen Samstag, Mittwoch, Samstag. Bis zum Saisonfinale Mitte Mai müssen die Fußballer von Trainer Benedetto Muzzicato allein zehn Partien absolvieren – in gerade einmal fünf Wochen. Nächster Gegner in den Waldsportstätten ist bereits heute Abend (19.00 Uhr) der VfB Lübeck. Für Muzzicato ein Gegner mit hoher Qualität, „aber dennoch schlagbar“.

Dass bereits die zurückliegenden Wochen viel Kraft gekostet haben, daraus macht Rehdens Coach kein Geheimnis. „Meine Mannschaft wirkt zurzeit ein wenig müde. Uns fehlt etwas die Spritzigkeit“, gibt Muzzicato zu: „Das ist aber auch nicht verwunderlich. Immerhin hatten wir in den vergangenen 18 Tagen vier Spiele zu absolvieren.“

Und die Aufgaben werden mit der Zeit nicht einfacher. Gerade Lübeck stellt für Rehden eine hohe Hürde dar. „Wir müssen gegen ein Team antreten, das vor der Saison den Aufstieg als persönliches Ziel ausgegeben hat“, informiert der Trainer im Vorfeld der Partie. Aktuell ist Rehdens nächster Gegner allerdings auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt – die Aufstiegsträume bei 17 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Hamburger SV II ad acta gelegt. Somit hat der VfB Lübeck, der vom ehemaligen österreichischen Nationalspieler Rolf Landerl trainiert wird, sein selbst gestecktes Saisonziel klar verfehlt.

„Dennoch glaube ich, dass wir ein ganz anderes Spiel erleben werden als bei der 0:1-Niederlage am Sonntag gegen die SV Drochtersen/Assel“, ist sich Rehdens A-Lizenz-Inhaber sicher: „Drochtersen stand mit zehn Mann in der Verteidigung. Da ich aber davon ausgehe, dass Lübeck in der Tabelle noch so hoch wie möglich klettern möchte, gehe ich von einem offen Schlagabtausch aus.“ Dass ihm eine mangelnde taktische Ausrichtung gegen Drochtersen/Assel vorgeworfen wurde, darüber kann Muzzzicato „nur müde lächeln. Das ist doch ein Witz, dass die Aufstellung Schuld an der Niederlage sein soll.“

Einige Zuschauer monierten, dass der Übungsleiter nicht seine beste Elf auf den Platz geschickt hätte. „Die Wahrheit ist, dass Spieler wie Francky Sembolo, Addy-Waku Menga oder Miguel Coimbra Fernandes auf mich zu gekommen sind und um eine Pause baten.“ Ohne Rotation gehe es einfach nicht. „Nicht bei so einem Programm, das noch vor uns liegt.“ Muzzicato sei viel wichtiger, dass sich gerade jetzt die Spieler in den Vordergrund drängen, die im Club um ihre Zukunft spielen. „Sie können sich in den nächsten Partien für eine weitere Spielzeit beim BSV Rehden empfehlen“, sieht er auch eine Chance für Akteure, die ihr Dasein eher im zweiten Glied der Mannschaft fristen. Dennoch kündigt der 39-Jährige an, dass die pausierenden Leistungsträger gegen Lübeck wohl wieder in die erste Elf rücken. „Ich gehe davon aus, dass sie gegen den VfB wieder erholt sind. Sollte das der Fall sein, werden sie auch spielen“, blickt Muzzicato, der gegen Lübeck auf Lennart Madroch (Leistenbeschwerden), Tobias Esche (Rückenprobleme) und den langzeitverletzten Haktan Kelkit verzichten muss, auf Mittwoch voraus. 

jdi

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