Wnucks Kreislauf in Wallung

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Starke Leistung als „Zehner“ und Torschütze zum 2:0: Rehdens Mittelfeldmann Boris Koweschnikow (rechts) hängt hier Eichedes Simon Koops (Mitte) ab. Links Danny Arend, der zum 1:0 getroffen hatte.

Rehden - Nach einer turbulenten Schlussphase musste sich Björn Wnuck seine Mannschaft erstmal ernsthaft zur Brust nehmen. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie mich zum Schluss fast an den Rand des Herzinfarkts gebracht hatten – trotz meiner erst 29 Jahre“, berichtete der Trainer des BSV Rehden. Doch am Ende durfte er durchatmen: Rehden hatte bei Regionalliga-Schlusslicht SV Eichede knapp mit 2:1 (0:0) gewonnen.

Bis zu diesem erst zweiten Auswärtssieg der Saison war es jedoch ein hartes Stück Arbeit: Im ersten Durchgang neutralisierten sich beide Seiten weitgehend. Außer einer Chance von Rehdens Mehmet Ali Fidan, der nach 22 Minuten in der SVE-Abwehr hängen geblieben war und einen Elfmeter hätte bekommen können (22.), brachte nur noch Mouhaman Fousseni Alassani eine Möglichkeit zustande. Doch Eichedes Stürmer scheiterte kurz vor der Pause im Duell mit BSV-Torwart Celio Rocha.

Dass es die einzige brenzlige Situation für Rocha im ersten Durchgang blieb, lag auch am guten Rehdener Defensivverbund, in dem Dennis Janssen ein starkes Debüt gab: Der Winterneuzugang übernahm die Rechtsverteidiger-Position, so dass Florian Stütz als bisheriger Vertreter des verletzten Außenverteidigers Viktor Pekrul in die Doppel-Sechs rückte und dort den wegen Achillessehnen-Beschwerden ausgefallenen Francis Banecki ersetzte. „Dennis hat das klasse gemacht“, lobte Wnuck: Er war von der ersten Minute da: ballsicher, zweikampfstark und griffig.“

Auch wegen dieser Sicherheit agierte sein Team nach einer Führung endlich mal souveräner – denn nachdem Jan-Ole Rienhoff Boris Koweschnikow im Strafraum gefoult und Danny Arend den fälligen Elfmeter unten rechts verwandelt hatte (51.), brannte hinten zunächst nichts an. „Aber vorn müssen wir die Dinger besser wegmachen“, trauerte Wnuck vor allem dem Pfostenschuss von Arend nach schöner Janssen-Flanke hinterher (57.). Es brauchte noch drei gute Gelegenheiten, ehe Koweschnikow für das 2:0 sorgte: Nach einer Kombination über Erdin Ramic und Arend donnerte er volley in den Winkel (72.) und krönte damit seine starke Leistung. „Boris hat das auf der ,Zehn‘ wieder richtig gut gemacht“, adelte Wnuck den Mann aus der offensiven Mittelfeld-Zentrale.

Dass der BSV-Coach am Ende noch Höllenqualen an der Seitenlinie durchleben musste, lag an Torge Maltzahn, der sich im Zentrum gegen mehrere Rehdener durchsetzte und zum Anschluss traf (1:2). „Danach haben wir uns unglaublich viele Ballverluste geleistet, anstatt ruhig zu Ende zu spielen“, ärgerte sich Wnuck. „Wir haben regelrecht um ein weiteres Gegentor gebettelt.“ In Minute 88 wäre es fast so weit gewesen, als sich der BSV in der Vorwärtsbewegung einen Konter fing – doch Flodyn Baloki zielte knapp vorbei. So reichte es für Rehdens Sieg – und für einen Rekord: „So hoch war mein Puls noch nie“, gestand Wnuck. · ck

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