Rehdens Trainer setzt angesichts angespannter Personallage auch auf BSV-Anhang

Wnucks Appell: „Bitte alle Fans in Uphusen anrücken“

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Allzweckwaffe: Rehdens Francis Banecki trainierte unter der Woche wieder und könnte am Montag in Uphusen eine Option sein.

Rehden - Von Cord Krüger. Die Fan-Busse des BSV Rehden sind ausgebucht, doch Björn Wnuck hofft auf eine noch größere österliche Pilgerfahrt in den Kreis Verden: „Alle, die mit unserem BSV Rehden irgendwas am Hut haben, bitte ich: Setzt euch in die Autos und rückt beim TB Uphusen an“, appelliert der BSV-Trainer vor dem so wichtigen Halbfinale im Niedersachsenpokal am Ostermontag ab 15 Uhr beim TBU.

Wer dort gewinnt und ins Endspiel einzieht, hat als DFB-Pokal-Starter die Hand am lukrativen Fleischtopf. Und Wnuck hofft natürlich, dass sein Regionalliga-Team der Favoritenrolle beim Oberligisten gerecht wird. „Aber in unserer momentan echt bescheidenen Lage würden uns möglichst viele Fans wirklich weiterhelfen.“

Immerhin ging die zurückliegende Trainingswoche glimpflich für die Schwarz-Weißen aus: „Es hat sich nicht noch jemand verletzt“, schildert Wnuck mit leicht sarkastischem Unterton. Stattdessen blitzte sogar der eine oder andere Hoffnungsschimmer aus dem BSV-Lazarett heraus: Die Achillessehnen-Beschwerden von Francis Banecki sind weiter abgeklungen, so dass Wnuck auf einen Einsatz seiner 1,92-Meter-Allzweckwaffe hofft. Immerhin führt der 28-Jährige trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle in dieser Saison noch immer mit sechs Treffern die interne Torschützenliste an. Allerdings käme „Franz“ ebenso als Teil der Doppel-Sechs infrage, „denn als Sturmspitze hätte ich auch die Option, auf Danny Arend und ,Mo‘ Fidan zurückzugreifen“, sinniert Wnuck. Arend, bisher meist Linksaußen und erst seit der Verletzung von Stammstürmer Alexander Neumann seit zwei Spielen an vorderster Front, traf von dort jeweils ein Mal. Doch auch Mehmet Ali Fidan bewies zuletzt gegen Meppen seine Knipser-Qualitäten und erzielte das zwischenzeitliche 2:1. „Für den Fall, dass ,Mo‘ in die Spitze geht, könnte Danny wieder über außen angreifen“, verdeutlicht Wnuck.

In der Abwehr bleibt zumindest das Zentrum wie gehabt. Innenverteidiger Stefan Heyken hat seine Grippe abgeschüttelt. Für die rechte Seite könnte sich Wnuck Winter-Neuzugang Dennis Janssen als Vertreter von Viktor Pekrul, der nach seiner Knieverletzung definitiv ausfällt, vorstellen. „Allerdings habe ich nach ,Vickys‘ letztem Anruf wieder die Hoffnung, dass die Saison für ihn noch nicht ganz beendet ist“, freut sich Wnuck über die Teilentwarnung nach dem MRT-Termin: „Es ist kein Innenband riss, sondern nur ein Anriss. Allerdings ist ein wenig Flüssigkeit ins Gelenk eingedrungen – daher kamen die Schmerzen.“

Vielleicht wäre Vize-Kapitän Pekrul ja schon zum Finale am 28. Mai wieder fit – wenn es denn eines mit Rehdener Beteiligung gibt. Dafür müssen die Gäste am Montag alles in die Waagschaale werfen: „Uphusen ist eine vor allem defensiv sehr disziplinierte Mannschaft“, fasst der BSV-Coach seine mehrfachen Beobachtungen und die Video-Analysen von zwei Spielen der Mannschaft von Trainer Andre Schmitz zusammen. Der Mittelfeldplatz des im Sommer als Landesliga-Meister aufgestiegenen Oberligisten komme nicht von ungefähr: „Da wird gute Arbeit geleistet“, lobt Wnuck. Zudem warnt er vor den Cup-Qualitäten des amtierenden Bezirkspokal-Siegers, der nun im Landespokal schon zwei Regionalligisten rauswarf (siehe Grafik). „Auch aus diesem Grund werden wir Uphusen nicht unterschätzen, und nach unserer Betrachtung des Gegners und der Vorbereitung darauf kann ich mir nicht vorstellen, dass auch nur einer meiner Jungs so tickt“, verspricht Wnuck.

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