Wnuck will Krisenstimmung beim Chaos-Club verstärken

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Rehdens Francis Banecki (Mitte) traf beim 4:2-Hinspielerfolg gegen den Hamburger SV II zum zwischenzeitlichen 2:0. ·

Rehden - Von Daniel Wiechert. Björn Wnuck ist voller Tatendrang. Rehdens Trainer will mit aller Macht die Punkte gut machen, die seinem BSV trotz einer starken Leistung letzte Woche beim 1:2 bei Hannover 96 II verwehrt geblieben waren.

„Wir sind bis in die Haarspitzen motiviert, um uns die verschenkten Punkte in Hamburg zurückzuholen“, sagt Wnuck vor dem Auswärtsspiel am Sonntag gegen Regionalligakonkurrent Hamburger SV II ab 14 Uhr im Wolfgang-Meyer-Stadion.

Die U 23 der Hamburger scheint eine geeignete Beute für die Rehdener zu sein. Wie die Bundesliga-Mannschaft von Mirko Slomka steckt auch das Team von Rodolfo Cardoso als Tabellen-15. tief im Abstiegssumpf. Hinzu kommen hausgemachte Probleme. Cardoso hatte Anfang Februar aus den Hamburger Medien erfahren müssen, dass sein im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird. Der seit 1996 beim HSV tätige Coach reagierte „traurig, richtig enttäuscht“. Nach der öffentlichen Degradierung lief auch sportlich nichts mehr zusammen, drei Niederlagen in Serie gab es zuletzt.

Aber auch die Rehdener haben ihre Probleme. Vor allem verletzungsbedingt. Keeper Milos Mandic musste in Hannover zur Halbzeit ausgewechselt werden. „Es sieht leider gar nicht gut aus. Er war jetzt nochmal in Bremen. Dort wurde eine Untersuchung mit allem Pipapo gemacht“, erklärt Wnuck. Diagnose: Einblutung im rechten Knie infolge einer Stauchung. „Er bekommt eine Ultraschalltherapie, aber ich bin skeptisch, ob es für morgen reicht. Er humpelt noch stark“, so Wnuck.

Entwarnung konnte der Trainer auch nicht bei Kevin Artmann geben. Die Chancen auf einen Einsatz des Mittelfeldmotors stehen nicht gut. „Er hat am Mittwoch versucht mitzutrainieren. Das Aufwärmprogramm und leichte Passübungen gingen, aber wenn es in Spielübungen oder in den Schnelligkeitsbereich geht, hat er ziemliche Probleme“, weiß der BSV-Trainer. Dem 27-jährigen Artmann plagt eine Wadenverletzung.

Zumindest hat Wnuck in Jeff-Denis Fehr eine weitere Alternative. Der Flügelspieler hat seine Bänderdehnung im rechten Knöchel auskuriert, trainiert wieder voll mit. Doch das Spiel über die Außen krankte zuletzt eh nicht: „Wir sind oft in den Rücken der Abwehr gekommen. Haben dann aber im Strafraum die falschen Entscheidungen getroffen. Statt einfach zurückzulegen, haben wir den Pass auf den zweiten, zugestellten Pfosten gewählt“, hadert Wnuck. Dort gelte es zwingender und kompromissloser zu sein.

Beim Gastgeber muss Rehden vor allem auf die beiden Offensivspieler Mohamed Josef Shirdel (sieben Tore) und Nils Brüning (vier) Obacht geben, die auch beim 2:4 im Hinspiel die beiden Hamburger Tore erzielt hatten. „Shirdel ist schnell, technisch gut und stark im Dribbling“, sagt Wnuck. Furchteinflößend ist das aber nicht. „Der HSV steckt als Gesamtverein in einer schwierigen Phase“, so Wnuck, „auch die Verpflichtung von Patrick Owomoyela hat ihnen zuletzt nicht die erhoffte Stabilität verliehen.“ Seit nunmehr sieben Regionalligaspielen wartet das Cardoso-Team auf einen Sieg. Letzte Woche gewann das Cardosos Mannschaft wenigstens einen 60-minütigen Test – 1:0 gegen das Slomka-Team.

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