Neumünster der ideale Gegner für Rehden? Auch mit Erkenbrecher im freien Fall

Wnuck will einen Sieg für die „finale Sicherheit“

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Für Rehdens Ex-Profi Daniel Gunkel ist die Saison wegen einer Verletzung definitiv beendet. 

Rehden - Wenn nicht jetzt, wann dann? Seit sechs Spielen wartet Fußball-Regionalligist BSV Rehden schon auf einen Sieg – und nun kommt der VfR Neumünster in die Waldsportstätten.

Der Gegner ist – sagen wir es vorsichtig – nicht gerade ein Team, das zuletzt Angst und Schrecken in der Liga verbreitet hat. Die Schleswig-Holsteiner haben in diesem Jahr noch kein Spiel gewonnen. Selbst die Verpflichtung von Trainer Uwe Erkenbrecher hat daran bislang nichts ändern können. Für Rehden ist die Partie am Samstag (15.00 Uhr) die große Chance, die letzten Zweifel am Klassenverbleib auszuräumen.

„Ich behaupte mal, dass wir bei einem Sieg finale Sicherheit haben“, sagt BSV-Trainer Björn Wnuck, dem der frühe Klassenerhalt in der Tasche natürlich lieber ist als die Abstiegsangst im Nacken. Die Partie gegen Neumünster erhebt der 29-Jährige deshalb in den Rang einer „enorm wichtigen Partie für uns“.

Denn der VfR ist aktuell der Orientierungspunkt für alle, die Rehden noch unten reinrechnen wollen. Mit 26 Punkten steht das Erkenbrecher-Team auf dem ersten Abstiegsplatz. Rehden hat neun Zähler mehr auf dem Konto – erhöht der BSV auf zwölf, ist alles klar.

Die Vorzeichen sind laut Coach Wnuck in doppelter Hinsicht positiv. Erstens: „Wir haben uns zuletzt mit den beiden Unentschieden (in Norderstedt, gegen Goslar, d. Red.) wieder stabilisiert.“ Zweitens: Der Gegner hat auch nach dem zweiten Trainerwechsel der Saison keinen sportlichen Aufschwung genommen. Drei Spiele, drei Niederlagen – das ist die Start-Bilanz von Uwe Erkenbrecher, der einst 24 Bundesliga-Spiele für Werder Bremen bestritt und mit 59 Jahren gerade seinen 22. Job als Coach angetreten hat. „Man sieht, dass auch ein Mann mit seinem Namen den Erfolg nicht herbeizaubern kann“, sagt Wnuck.

Die Talfahrt des VfR hält seit der Winterpause an. Von Platz neun ist der Club nach einigen personellen Abgängen bis auf Rang 16 abgerutscht. Fallobst sei die Mannschaft deshalb aber nicht, betont Björn Wnuck: „Es fällt mir zwar schwer, aus der Mannschaft jemanden rauszupicken, der die treibende Kraft ist. Worauf wir uns aber vorbereiten müssen, ist, dass es ein harter Fight wird.“

Ein Fight, den der BSV wieder mit Michael Wessel in der Abwehr bestreiten kann. Seine Gelbsperre ist abgesessen, dafür fehlt jetzt Francis Banecki aus dem gleichen Grund. Danny Arend steht nach muskulären Problemen wieder im Teamtraining, sein Einsatz ist aber noch offen.

Für Daniel Gunkel ist die Saison dagegen definitiv beendet. Nach einer MRT-Untersuchung hat er gewissermaßen ein Diagnose-Update für sein demoliertes Sprunggelenk bekommen. Wegen einer Knochenabsplitterung und dem Abriss eines Außenbandes muss der Fuß sechs Wochen absolut ruhiggestellt werden. Fußball wird der Ex-Profi frühestens zu Beginn der neuen Saison wieder spielen können. Noch viel länger fällt die Pause für Dominic Krogemann aus. Seit seinem Trainingsunfall vor einer Woche liegt er mit einem Schien- und Wadenbeinbruch im Diepholzer Krankenhaus, musste mittlerweile das zweite Mal operiert werden. Möglicherweise darf er heute nach Hause. · csa

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