Rehden reist morgen zum Regionalliga-Krösus / Gunkel zurück im Mittelfeld

Wnuck weiß: In Wolfsburg muss Übermenschliches her

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Rehdens Dominic Krogemann (l.) dürfte morgen in der Defensive gefordert sein – denn es geht zu Liga-Primus Wolfsburg. ·

Rehden - Von Cord Krüger. Ausgerechnet vor dem dicksten Brett der Rückrunde muss Björn Wnuck um seinen Kapitän bangen. Ganz abgeschrieben hat der Trainer des BSV Rehden Mittelfeldregisseur Kevin Artmann zwar noch nicht, doch die bisherige Woche vor dem morgigen Auftritt beim Regionalliga-Spitzenreiter VfL Wolfsburg II verbrachte der 27-Jährige in verschiedenen Arztzimmern anstatt auf dem Trainingsplatz.

Vielleicht entscheidet sich erst kurz vor dem Anpfiff um 14 Uhr im alten VfL-Stadion, ob Artmann aufläuft. „Bei Kevin kamen zwei Probleme zusammen“, schildert Wnuck: „In der zweiten Halbzeit am Sonntag gegen Cloppenburg machte auf einmal die Wade zu. Er hat weiter gespielt, dann aber einen Schlag aufs Knie bekommen – und das ist sofort angeschwollen.“

Für Erleichterung im Lager der Schwarz-Weißen ergab der MRT-Termin tags darauf, dass keine Bänder gerissen waren. Aber die starke Einblutung im Knie setzte dem Käpt'n zu. Am Donnerstag wurde die Stelle noch einmal punktiert. „Jetzt müssen wir abwarten, wie das Knie reagiert“, sagt Wnuck mit Blick auf das heutige Abschlusstraining.

So oder so muss der 29-Jährige BSV-Coach eine Umstellung im Mittelelfeld vornehmen, weil Taiki Hirooka aus privaten Gründen passen muss und „Sechser“ Marius Winkelmann zum weiter rotgesperrten Kiala Kifuta auf die Strafbank wechselt: Im Derby gegen den BV Cloppenburg sah er seine fünfte Gelbe Karte. Winkelmanns Part vor der Abwehr übernimmt Daniel Gunkel. „Klar, dass er jetzt wieder in die Startelf rückt“, sagt Wnuck: „Daniel kann richtig Ruhe in so ein Spiel bringen.“

Ein Spiel, das für Rehdens Defensive viel Arbeit bedeutet – wie immer sich die Viererkette auch darstellt. Im Zentrum führt an Stefan Heyken und Michael Wessel kaum ein Weg vorbei, doch auf den Außenpositionen gab es zuletzt Veränderungen: Links bekam Florian Stütz am Sonntag den Vorzug vor Christian Hegerfeld, der nicht mal im Kader war (Wnuck: „Das hatte sportliche Gründe“), rechts lief Dominic Krogemann für Viktor Pekrul auf, der nach abgeklungenem Bänder-Anriss aber immerhin schon wieder auf der Bank saß.

Doch so oder so muss hinten höchste Konzentration herrschen, denn die Bundesliga-Reserve des Werks clubs unter der Regie von Trainer Valerien Ismael stellt mit 46 Toren den stärksten Angriff der Liga. Elf davon gehen auf das Konto von Justin Eilers, acht auf Willi Evseev – trotz dessen Doppelbelastung: Bereits seit dem neunten Bundesliga-Spieltag stand der 21-jährige Mittelfeldmann immer im Profi-Kader von Chefcoach Dieter Hecking (drei Einsätze, zwei Torvorlagen). Die weiteren Treffer verteilen sich auf elf Jung-Wölfe.

„Das ist schon enorm viel Qualität – und in der Winterpause kamen noch Gute dazu“, weiß Wnuck um die Stärken von Rechtsaußen Onel Hernandez (Werder II), Mittelfeldmann Bastian Schulz (RB Leipzig) und Noah Korczowski (1. FC Nürnberg II). Ex-Profi Ismael freut sich, „dass der Konkurrenzkampf innerhalb des Teams größer ist, weil jeder noch mehr an seine Leistungsgrenze gehen muss“. Wnucks Fazit: „Wolfsburg will unbedingt aufsteigen.“

Vorzeitig abhaken will er die Partie trotzdem nicht: „An diesem Tag muss alles für uns passen. Wir müssen kräfte- und leistungsmäßig eben über das Menschenmögliche gehen. Aber wenn Neumünster, Cloppenburg und Goslar etwas aus Wolfsburg mitgenommen haben – warum sollten wir das nicht auch schaffen?“

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