Rehden erkämpft sich Punkt in Norderstedt / „Es war keine einfache Situation“ / Stütz vergibt die größte Chance

0:0 – und Wnuck ist stolz auf seine Jungs

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Florian Stütz (Mitte) hatte das Rehdener 1:0 in Norderstedt auf dem Fuß, jagte die Kugel aber aus sieben Metern über den Balken. 

Rehden - Es war gefühlt die wohl kürzeste Pressekonferenz der Saison. Thomas Seeliger, Trainer des FC Eintracht Norderstedt, fand gestern nach dem 0:0 in der Fußball-Regionalliga gegen den BSV Rehden nur einen Satz: „Es konnte heute nur einen Sieger geben, danke schön.“

Sein Pendant Björn Wnuck war da schon etwas redseliger: „In Anbetracht unserer Situation haben meine Jungs das heute super gemacht. Wir brauchen uns für den Punkt nicht zu entschuldigen.“

Seeliger stand auch gut eine halbe Stunde nach dem Abpfiff noch immer unter den Eindrücken der beiden Schlussminuten, in denen seine Mannschaft den Siegtreffer hätte erzielen müssen, zwei dicke Chancen aber liegen ließ. Zum einen traf der eingewechselte Jürgen Tunjic nur den Innenpfosten (89.), 60 Sekunden später hatte der ebenfalls neu ins Spiel gekommene Jan Lüneburg freistehend das 1:0 auf dem Fuß – aber auch zu viel Rücklage, weil der Pass nicht maßgenau war. „Da hat es nach hinten heraus bei uns noch einmal mächtig gebrannt“, räumte Wnuck ein, „aber auch wir hatten noch gute Möglichkeiten aus dem Spiel heraus.“

Die größte Rehdener Chance bot sich in der 66. Minute – und der gerade vier Minuten zuvor eingewechselte Florian Stütz hätte zu Rehdens Mann des Tages werden können. Nach einer schönen Kombination der Gäste stand Stütz völlig frei, jagte die Kugel aber aus sieben Metern in die dritte Etage. „Das Ding müssen wir machen“, meinte BSV-Trainer Wnuck, der ansonsten aber mit dem Engagement seiner Mannschaft nicht unzufrieden war.

Spielerisch können die Rehdener freilich noch mehr (Wnuck: „Das war nicht Glanz und Gloria“), doch nach der bislang nicht so starken Rückrunde zählen für den BSV Rehden derzeit ohnehin nur Kampf und Leidenschaft. „Und da“, sagte Wnuck, „kann ich heute schon stolz sein auf die Jungs. Sie haben alles gegeben. Und wichtig ist, dass wir zu null gespielt haben.“

Schließlich waren die Rehdener nicht mit dem allerbesten Gefühl nach Norderstedt gefahren. Die schwere Trainingsverletzung von Abwehrspieler Dominic Krogemann, der sich einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen hatte, wirkte immer noch nach. „Es ist schwer, dass zu verarbeiten“, erklärte Wnuck. Zudem fehlten noch Daniel Gunkel, Bryan Jordan, Danny Arend und Milos Mandic verletzungsbedingt. Michael Wessel brummte eine Gelbsperre ab. „Das ist ja auch nicht ganz ohne“, meinte Wnuck. Und daher könne ein Auswärtspunkt unter diesen Voraussetzungen „eine positive Signalwirkung haben“.

Für Wessel rückte der defensive Mittelfeldspieler Marius Winkelmann erstmals in die Innenverteidigung. „Er hat sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt, war absolut engagiert“, lobte Wnuck seinen Spieler. · flü

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