Wnuck hat ein Ass mehr im Ärmel

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Auf Flügelflitzer Danny Arend könnte gegen Meppen wieder die Rolle als Mittelstürmer zukommen. ·

Rehden - Von Daniel Wiechert. Selbst die Not treibt bisweilen erfolgreiche Blüten. Als sich Rehdens Mittelstürmer Alexander Neumann vergangene Woche beim 3:0-Sieg gegen den VfR Neumünster früh verletzt hatte, rückte Danny Arend in die Spitze und zeigte mit seinem Doppelpack ungeahnte Qualitäten in vorderster Linie.

Björn Wnuck hat damit vor der Regionalliga-Partie gegen den SV Meppen (Sonntag, 15.00 Uhr) eine taktische Option mehr im Ärmel.

„Danny hat das gegen Neumünster klasse gemacht“, sagt Trainer Wnuck, „er ist mit Tempo in die Schnittstellen gegangen und hat so stets für Gefahr gesorgt.“ Dabei hatte der BSV-Coach den 26-jährigen Arend zuvor nicht in der zentralen Angriffsposition gesehen: „Danny ist durch seine Qualitäten im Eins-gegen-Eins und mit seiner Schnelligkeit prädestiniert für die offensive Außenbahn.“ Doch Arend besitze das Rüstzeug, um zwischen den Linien durch seine steten Bewegungen für Unruhe zu sorgen: „Ich habe ihm einst den Spitznamen Duracell-Hase verpasst“, verrät Wnuck mit Blick auf Arends intensives Laufspiel. Somit sei der 26-Jährige auch für die Partie gegen Meppen „eine Option“ als Speerspitze, sagt Wnuck. Viele Möglichkeiten stehen dem BSV-Trainer ohnehin nicht zur Verfügung. Bei Neumann hat sich die Diagnose Muskelfaserriss im Oberschenkel bestätigt, so dass bis zu vier Wochen Pause drohen. Neumann reiht sich damit in die Riege der Langzeitverletzten um Daniel Gunkel, Bryan Jordan, Dominic Krogemann und Milos Mandic ein. In Francis Banecki droht eine weitere Alternative für die Stürmerposition auszufallen. „Er musste jetzt wieder das Training aufgrund von Achillessehnenproblemen abbrechen“, sagt Wnuck.

Personell ist bei Rehden also noch lange nicht Licht am Ende des Tunnels zu sehen, auch spielerisch lag trotz des Sieges zuletzt noch einiges im Argen, wie Wnuck meint: „Das 1:0 gab uns leider keine Sicherheit. Uns hat die Ruhe und Klarheit am Ball gefehlt, dazu kamen viele Abspielfehler.“ Ein Dorn im Auge waren ihm die vielen Fouls in Strafraumnähe, das gelte es gegen Meppen abzustellen. „Sie sind gefährlich bei Standards“, sagt der 29-Jährige BSV-Coach. Auch Ballverluste im Spielaufbau seien tödlich, denn „mit Martin Wagner und Max Kremer haben sie Spieler, die extrem schnell umschalten können“, sagt Wnuck. Vor allem der 1,68 Meter kleine Wagner hat es dem BSV-Trainer angetan: „Er ist unheimlich flink, wendig und mit einem starken linken Fuß ausgestattet.“ Der beidfüßige Kremer ist mit 13 Toren Meppens bester Torjäger. Johann Wigger und Jens Robben ziehen dagegen die Fäden im SV-Mittelfeld. „Mit ihrer Erfahrung gehen sie voran und nehmen ihre jungen Mitspieler an die Hand“, beschreibt Wnuck deren Rolle.

An seinem Gegenüber Christian Neidhart bewundert Rehdens Trainer vor allem die Ruhe, die er in den Verein gebracht habe. „Das ist sicherlich sein Verdienst. Zudem hat er es geschafft, dass Meppen wieder strukturierten Fußball spielt“, sagt Wnuck. Zuletzt sammelte der Tabellenvierte jedoch nur zwei Punkte aus den Spielen gegen Norderstedt, Goslar und St. Pauli II. Vor allem das 1:1 gegen Norderstedt sorgte für Tristesse. Trainer Neidhart ließ hinterher durchklingen, dass einigen Spielern wohl die unklare Vertragssituation zu schaffen mache.

Wnuck erlaubt dagegen keine Nebenschauplätze. Das Pokalspiel am Ostermontag gegen den TB Uphusen „zählt noch nicht. Dafür geht es gegen Meppen um zu viel Prestige. Im weiteren Sinne ist es ja ein Derby. Diese gewisse Anspannung höre ich auch bei den Gesprächen meiner Spieler heraus“, so Wnuck.

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