Rehdens Trainer Backhaus fordert Präsenz gegen starke Bundesliga-Reserve

Weidlich auch gegen Werder gesetzt

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Gut drauf: Die am Mittwoch eingewechselten Rehdener Josip Tomic und Shamsu Mansaray (v. l.) funktionierten sofort, schossen je ein Tor. „Sie haben gebrannt“, lobte Trainer Heiner Backhaus. Möglich, dass sie nun gegen Werder II früher ran dürfen. 

Rehden – Viel Zeit blieb ihnen nicht, diesen 4:1-Sieg beim Hamburger SV II auszukosten. Nach 90 intensiven Minuten am Mittwochabend schickte Trainer Heiner Backhaus seine Regionalliga-Fußballer des BSV Rehden noch im Wolfgang-Meyer-Stadion zum Auslaufen, während der knapp dreistündigen Rückfahrt kümmerten sich Physios um die frischesten Blessuren.

Nur keine Zeit verlieren – denn schon am Samstag ab 15.00 Uhr geht es gegen die nächste Riege mit geballter Qualität – im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen II. „Die Zeit zur Regeneration ist kurz, da mussten wir noch am selben Abend erste Reizpunkte setzen“, erklärt Backhaus. Mit Ausnahme des angeschlagenen Dominic Cyriacks, der wegen eines schmerzhaften Pressschlags nach gut einer Stunde um seine Auswechslung bat, überstanden alle im Team den Auftritt schadlos. 

Ein Team, zu dem weit mehr Protagonisten zählen als die vermeintlich erste Elf, wie sich spätestens jetzt in Hamburg zeigte. „Die Jungs, die reinkamen, haben gebrannt“, lobt Backhaus die eingewechselten Josip Tomic (Torschütze zum 2:1), Shamsu Mansary (markierte das 4:1) und Quentin Fouley (Vorbereiter zum 3:1 und 4:1). „Über Quentins Stärken mit dem Ball müssen wir nicht reden, aber in Hamburg war er auch richtig stark bei der Arbeit gegen den Ball“, verdeutlicht sein Coach. In jener Disziplin agierte jedoch sein gesamtes Kollektiv ziemlich griffig, wie Backhaus hervorhob: „Wir haben dem HSV den Schneid abgekauft.“

Genau so müsse seine Mannschaft auch morgen gegen die Bremer auftreten, „eine Mannschaft mit hoher individueller Klasse und extrem guten Fußballern, von denen einige in ein paar Jahren sicher höher als in der Regionalliga spielen werden“, prophezeit der 37-Jährige nach seinen jüngsten Beobachtungen: „Gegen sie müssen wir von Anfang an den Takt vorgeben, Zweikampfstärke und Präsenz an den Tag legen. Die Jungs müssen es gegen meine Männer so schwer wie möglich haben.“

Nun ist es aber nicht so, dass sein Personal aus Methusalems besteht. Das Durchschnittsalter von 24 Jahren seiner bisherigen Startelf stieg jedoch am Mittwochabend an – durch den erst tags zuvor verpflichteten Dennis Weidlich in Rehdens Dreier-Abwehrkette. Zu aktiven Zeiten spielten Backhaus und der heute 33-Jährige mal gegeneinander, zuletzt sah sich der heutige Trainer ein Video vom gebürtigen Hamburger an. „Danach hat Denis einmal bei uns mittrainiert – und wir wollten ihn sofort haben“, erläuterte Backhaus.

Nun hat Tobias Esche, mit seinen 28 Lenzen bereits einer der Ältesten bei den Schwarz-Weißen, einen „Sprecher“ neben sich, nennt der BSV-Coach einen weiteren Vorzug des Ex-Profis: Keeper Nick Borgman sei mit seinen 22 Jahren noch zu jung für lautes Dirigieren – ebenso wie einige andere Akteure. „Tobi und er sind also jetzt die beiden Papas in unserer Abwehr.“

Neben Weidlich und Esche ist hinten jedoch morgen auch Jakob Lewald gegen seinen Ex-Club gesetzt. Der 20-Jährige, vor gut einem Jahr aus der Bundesliga-A-Jugend der Grün-Weißen in die Waldsportstätten gekommen, erzielte am Mittwoch zwei Tore und legte laut Backhaus „auch sonst ein richtig starkes Spiel hin“. Durch Weidlich falle nun jedoch keiner der bisherigen Verteidiger durchs Raster, betont Backhaus: „Wir haben lediglich eine Option mehr – etwa für eine Viererkette, in der jemand wie Denis besser dirigieren kann als ein Junger. Zweitens können andere Kettenspieler dann die eine oder andere Station nach vorn rücken.“ Cyriacks Einsatz ist noch fraglich, „aber unsere Phsysios kriegen ihn schon hin“, sagt Backhaus.

Werder II hingegen vermisst seit Saisonbeginn seinen routiniertesten Innenverteidiger: Kapitän Christian Groß trainiert angesichts der Verletzten-Misere im Bundesliga-Kader seit der Sommervorbereitung bei den Profis mit, bestritt im DFB-Pokal-Spiel gegen Atlas Delmenhorst sein erstes Pflichtspiel bei den Werder-Profis – und zählt weiter zum Team von Chefcoach Florian Kohfeldt.

Zudem fehlt dem Bremer Nachwuchs morgen ihr Trainer an der Seitenlinie: Konrad Fünfstück sah am Mittwochabend beim 1:1 gegen Flensburg die Rote Karte und ist in Rehden gesperrt.

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