Sprado sauer auf Schiedsrichterin / Rehden II verschläft erste Halbzeit / Döpke sieht Gelb-Rot

Wagenfelder Leidenschaft nicht belohnt – 1:1

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Wagenfelds Sanasar Harutyunyan (li.) ist in dieser Szene klarer Zweikampfsieger gegen den Rehdener Thomke Dießelberg. Am Ende trennten sich beide Mannschaften 1:1.

Rehden - Von Arne Flügge. Torge Sprado stapfte wütend an der Seitenlinie entlang – so, als wäre Rumpelstilzchen gerade sein Geheimnis entlockt worden. Was den Trainer von Fußball-Bezirksligist TuS Wagenfeld in der 78.

Minute so in Rage brachte, waren die Umstände, die gerade zum 1:1 (0:1)-Ausgleich des BSV Rehden II geführt hatten. Dass der Freistoß von Paulo Sereno über die Mauer hinweg im Eck einschlug, war bitter. Dass Sekunden zuvor Wagenfelds Kapitän Ali-Jakob Döpke wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen hatte – auch das musste Sprado akzeptieren. Vielmehr regte den Coach auf, dass die schwache Schiedsrichterin Nicole Kluth (TuS Varrel) seiner Meinung nach mit zweierlei Maß gemessen hatte.

Schließlich hätte Rehdens Spielertrainer Maarten Schops bereits in der ersten Halbzeit mit einer Ampelkarte vom Platz fliegen können, nachdem er wegen Meckerns verwarnt worden, ein vergleichbares Foul an Marc Pallentien aber ungeahndet geblieben war. „So etwas geht nicht“, wetterte Sprado, bevor er mit hochrotem Kopf in der Kabine verschwand. Und auch sein Co-Trainer und Spieler Pallentien sagte: „Normalerweise hätte Maarten runter gemusst.“ Das wusste auch Schops, der sich zur Pause selbst auswechselte.

Zu diesem Zeitpunkt führte der TuS Wagenfeld nach einer starken kämpferischen Leistung und einem Tor von Pallentien (14.) mit 1:0, war dem zweiten Treffer näher gewesen als Rehden II dem Ausgleich. „Wir haben wie so oft die erste Halbzeit total verschlafen“, seufzte Rehdens Co-Trainer Jannik Schilling, der die Verantwortung an der Linie hatte: „Wagenfeld hat uns den Schneid abgekauft.“

Nach dem Wechsel zeigten die Rehdener dann, dass Fußball spielen allein nicht reicht, um erfolgreich zu sein. Die Gastgeber krempelten die Ärmel hoch und wurden immer dominanter. „Wir haben uns ins Spiel gebissen“, sagte Schilling, „wir waren viel präsenter.“

Doch der TuS Wagenfeld, allen voran Mittelfeldspieler Rainer Cording, warf sich in jeden Rehdener Angriff, wollte diesen Sieg mit aller Macht nach Hause bringen. Bis zu besagter 78. Minute ging es auch gut. „Wir haben uns leider wieder nicht belohnt“, haderte Pallentien später. Sein Trainer Torge Sprado war zu diesem Zeitpunkt bereits in der Kabine. Allein mit sich und seiner Wut.

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