BSV Rehden muss bei Schops-Debüt mit 0:0 in Hannover zufrieden sein

Nur „Viktoria“ stürmt

Nullnummer zum Regionalliga-Neustart: Der BSV Rehden um Dominic Cyriacks (rechts) präsentierte sich gestern Nachmittag in Hannover zu ideenlos. Foto: wiechert

Hannover - Nach dem Schlusspfiff schlenderte Maarten Schops am Sonntag etwas gedankenverloren über das Spielfeld, den Kopf nach unten. Als der Neu-Coach des BSV Rehden sich umdrehte, sah er, dass sein Team sich bereits zum Kreis formiert hatte und auf eine Ansprache wartete. Schops zog einen kurzen Sprint an und richtete dann ein paar Worte an seine Spieler. Die Szene zeigt, dass Schops noch nicht alle Automatismen verinnerlicht hat. Genau wie seine Mannschaft.

Denn der BSV Rehden kam beim bisherigen Regionalliga-Schlusslicht nicht über ein 0:0 hinaus – und war damit noch gut bedient. „Wir haben unsere fußballerischen Qualitäten heute nicht auf den Platz bekommen“, resümierte Schops. In dieser Liga müsse man sein „eigenes Maximum abrufen, um gewinnen zu können“, betonte der Coach: „Und das haben wir heute nicht geschafft. Daher müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein.“ Die Gastgeber vom HSC hätten seiner Mannschaft „ein Spiel aufgezwungen, in dem sie einfach besser sind“. Hörbar zufriedener war HSC-Trainer Martin Polomka: „Wir haben ein tolles Spiel gezeigt, hatten richtig viel Mentalität drin.“ In den 90 Minuten, in denen Sturmtief „Viktoria“ ordentlich blies, sei nicht zu erkennen gewesen, dass sein Team vor Anpfiff noch die Rote Laterne in der Liga innehatte.

Tatsächlich hatte Hannover von Beginn an engagierter gewirkt, ging entschlossener in die Zweikämpfe und gewann diese dann auch zumeist. Schon nach wenigen Sekunden hätte Martin Wiederhold – wegen seiner Statur und Spielweise nicht zu unrecht „Büffel“ genannt – nach einem Eckball fast getroffen, doch sein Hackenschuss wurde im letzten Moment geblockt. Dann nahm Wiederhold bei einem Freistoß aus 16 Metern Maß, den Gewaltschuss (10.) kratzte Rehdens Keeper Nick Borgman aus der Torwartecke.

Auf dem Platz wurde auf beiden Seiten viel diskutiert, jede Schiedsrichterentscheidung kommentiert. Schops wurde es zu bunt, er forderte seine Akteure auf, ruhig zu bleiben und sich auf ihr eigenes Spiel zu konzentrieren. Das funktionierte aber nicht wirklich. Rehden leistete sich zu viele Fehlpässe, verlagerte zu selten das Spiel, ergatterte deutlich weniger zweite Bälle.

Dann hatte jedoch Mittelfeldspieler Dominic Cyriacks eine gute Idee, schickte Stürmer Addy-Waku Menga auf die Reise (21.). Doch der Routinier nahm sich zu viel Zeit, sein Schussversuch aus 15 Metern wurde geblockt. Hannover blieb das gefährlichere Team. Nach einem Eckball köpfte Verteidiger Yannick Bahls freistehend drüber (32.), ehe der Ex-Rehdener Solomon Okoronkwo bei einem Halbfeldfreistoß nur knapp die Führung für die Gastgeber verpasste (33.).

Nach Wiederbeginn fasste sich Rehdens Quentin Fouley ein Herz, seine 35-Meter-Fackel rauschte rechts am Tor vorbei (47.). Die Gastgeber blieben dem ersten Erfolgserlebnis jedoch näher: Eine verunglückte Flanke von Wiederhold klatschte auf den Querbalken (62.), nach einer Linkshereingabe des guten Gürkan Öney verpasste Okoronkwo die Führung (72.).

Schließlich bekamen die Gäste aus Rehden aber doch noch die Chance auf den Lucky Punch: In der zweiten Minute der Nachspielzeit lief Rechtsverteidiger Marco Kaffenberger frei in den HSC-Strafraum, sein Schuss aus 14 Metern flutschte aber links am Ziel vorbei.

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