BSV Rehden besiegt Hamburger SV II mit 4:2 / Wnucks glückliches Händchen

Vier Tore, sechs Geschichten, ein brutal schönes Gefühl

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Eine Koproduktion von Kevin Artmann (v.l.) und Danny Arend schloss Francis Banecki zur 2:0-Führung ab. Klar, dass sich der Torschütze zuerst bei seinen jubelnden Vorbereitern bedankt. Am Ende besiegte der BSV Rehden den HSV II mit 4:2. ·

Rehden  - Von Arne Flügge · Selten hat ein Fußballspiel so viele individuelle Geschichten geschrieben, wie der 4:2 (2:1)-Triumph von Fußball-Regionalligist BSV Rehden am Samstag über den Hamburger SV II. Und Rehdens Interimstrainer Björn Wnuck sprach aus, was alle Protagonisten an diesem Tag freudestrahlend dachten: „Dieser Sieg fühlt sich toll an. Es ist ein brutal schönes Gefühl!“

Da war zum einen Wnuck selbst, der in seinem dritten Spiel nach zuvor zwei Unentschieden den ersten „Dreier“ mit dem BSV Rehden holte. „Wir sind Schritt für Schritt vorangekommen und haben uns heute endlich auch dafür belohnt“, jubelte der 28-Jährige.

Da ist die Geschichte von Ex-Profi Daniel Gunkel (siehe Bericht rechts), der ein Jahr nach seinem Kreuzband riss sein Startelfdebüt feierte und den BSV Rehden in der 17. Minute mit einem „Tor des Monats“ mit 1:0 in Führung schoss.

Da ist auch die Story von Francis Banecki. Rehdens Allrounder war auf Grund einer hartnäckigen Achillessehnenverletzung schon am Rande der Verzweiflung gewesen. Am Samstag nun stand auch er erstmals in dieser Saison in der Anfangsformation – und traf in der 30. Minute nach einem Klassespielzug über Kevin Artmann und Danny Arend zum zwischenzeitlichen 2:0. „Francis war schon im Training vor dem Tor unbekümmert. Ich hatte ein gutes Gefühl, ihn zu bringen“, sagte Wnuck.

Nicht zu vergessen die Geschichte von Alexander Neumann. Rehdens Stürmer spielte zuletzt glücklos und traf das Tor einfach nicht. Gegen den HSV II musste er deshalb zunächst auf die Bank. Doch nach seiner Einwechslung schoss der 23-Jährige prompt das 3:1 (72.), beendete den Fluch und brachte die Mannschaft damit auf die Siegerstraße. „Heute ist alles, was mir in den letzten Wochen Sorge bereitet hat, von mir abgefallen“, atmete Neumann später tief durch: „Ich habe dieses Tor so gebraucht. Endlich ist es gefallen. Und ich hoffe, dass nun der Knoten auch endgültig geplatzt ist.“ Auch Wnuck war erleichtert: „Für Alex freut es mich riesig. Denn er hat immer viel für die Mannschaft gearbeitet, Gas gegeben. Auch er hat sich heute endlich belohnt.“

Nicht zu vergessen die Geschichte von Celio Rocha. Weil Stammtorwart Milos Mandic verletzt ausgefallen war, musste der Brasilianer ran. Und er machte seine Sache in vielen kniffligen Situationen – wenn auch manchmal etwas unorthodox – so gut, dass sogar HSV-Trainer Rodolfo Cardoso lobte: „Rehden hat einen richtig starken Torwart. Das muss ich mir alles noch einmal auf Video ansehen.“

Last but not least war da noch die Geschichte von Marius Winkelmann. Der defensive Mittelfeldspieler musste für Gunkel Platz machen – und war darüber alles andere als glücklich. Doch nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Gunkel, fügte sich der 22-Jährige nahtlos ins Rehdener Spiel ein – und traf in der Nachspielzeit nach Vorarbeit von Viktor Pekrul auch zum 4:2-Endstand. „Die Jungs haben richtig Gas gegeben und zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht. Heute waren wir sehr effektiv im Abschluss“, freute sich Wnuck.

Dass noch nicht alles perfekt läuft, zeigten die Gegentore von Mohamed Shirdel (38.) und Nils Holger Brüning (85.). „Die dürfen nicht fallen“, monierte Wnuck: „Wir hatten in diesen Szenen nicht den absoluten Willen, unser Tor zu verteidigen.“ Zudem habe sich seine Mannschaft vom 1:2 in der 38. Minute zu sehr verunsichern lassen. „Da müssen wir uns einmal schütteln – und dann aber wieder die Brust zeigen“, forderte Wnuck, der auch „am Fußballerischen“ noch arbeiten will.

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