Startelf-Debütant will sich „beweisen“

Viel Lob für Kovacevic

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Kopfballstark: Miroslav Kovacevic (l.), hier gegen Anton Stach.

Rehden – Miroslav Kovacevic im Zwiespalt der Gefühle: Einerseits ärgerte sich der 25-Jährige am Samstag über die 0:1 (0:0)-Niederlage „seines“ BSV Rehden gegen Regionalliga-Spitzenreiter VfL Wolfsburg II. „Schade“, seufzte der Montenegriner noch etwas kurzatmig nach den von beiden Seiten intensiv geführten 99 Minuten. Andererseits wirkte er befreit – nach seinem starken Startelf-Debüt zum Ende einer „Horror-Zeit“, wie er den Großteil der gut zehn Monate seit seiner Verpflichtung nannte. Probleme mit dem Visum hatten die Spielerlaubnis für den drahtigen Hünen seit Januar bis in den Oktober hinausgezögert, danach kam er zu drei Kurzeinsätzen in der Liga und einem beim Landespokal-Coup im Viertelfinale über Drittligist SV Meppen (4:3 nach Elfmeterschießen, einen Treffer steuerte er selbst bei).

Und nun, gegen Wolfsburg II vor fast 500 Zuschauern in den Rehdener Waldsportstätten, spielte der etatmäßige Sechser von Beginn an – allerdings für ihn in der ungewohnten Rolle des Innenverteidigers. „Wir mussten ein bisschen umstellen, weil sich Marco Kaffenberger verletzt hatte“, erinnerte Kovacevic an den Rechtsverteidiger, auf dessen Seite nun der etatmäßige Innenverteidiger Jakob Lewald verteidigte. Mit dem Ausgang des Spiels war der Startelf-Debütant „natürlich nicht glücklich“, seine eigene Leistung empfand er hingegen als „nicht schlecht“.

Sein Trainer Heiner Backhaus wurde da deutlicher. „Er hat sensationell gespielt – als ob er nie gefehlt hätte“, lobte der BSV-Coach – und erinnerte an dessen schwere Zeit: „Wenn man bedenkt, dass der Junge acht Stunden am Tag in der Honigfabrik arbeiten muss, was als Voraussetzung für sein Visum galt, wenn man weiß, dass er erst seit der Sommervorbereitung komplett bei uns ist und vorher noch nie hier von Anfang an gespielt hat, macht das die Geschichte umso schöner.“ Fast zu schön wäre es da wohl gewesen, wenn Kovacevic eine seiner beiden Riesen-Kopfball-Chancen mit einem Tor gekrönt hätte. Aber vielleicht klappt’s beim nächsten Mal. „Ich will mich jedenfalls in diesem Team, das hier heute so großartig 100 Prozent gegeben hat, weiter beweisen“, verspricht Rehdens neue Allzweck-Waffe.

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