VfR-Trainer Ruthenbeck zollt Rehden Respekt

„Beim Rückstand wird’s schwierig“

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Trainer Stefan Ruthenbeck hat sich intensiv mit Rehden beschäftigt.

Bsv Rehden - Von Arne Flügge. AalenBsv Rehden - Von Arne Flügge. Seit Sommer 2013 ist Stefan Ruthenbeck Cheftrainer des VfR Aalen. Am Sonntag (14.30 Uhr) tritt der Fußball-Zweitligist in der ersten DFB-Pokalrunde in Cloppenburg gegen Regionalligist BSV Rehden an. Im Interview zollt der 42-Jährige den Rehdenern großen Respekt, betont die Ernsthaftigkeit, mit der seine Mannschaft die Partie angeht, und verrät, dass er ein bisschen rotieren wird.

Herr Ruthenbeck, was schoss Ihnen durch den Kopf, als das Los auf den BSV Rehden fiel?

Stefan Ruthenbeck: Ein schwieriges Los. Denn Fakt ist: Die vermeintlich Kleinen können in solchen Spielen über sich hinauswachsen. Zudem haben wir uns gegen unterklassige Mannschaften immer schwer getan. In der Vorbereitung beispielsweise haben wir gegen Regionalligist Würzburg 0:1 verloren. Wir wissen, dass in der Regionalliga gut gearbeitet wird, dass dort viele richtig gute Talente herumschwirren. Es ist ein unangenehmes Los.

Was wussten Sie vom BSV Rehden?

Ruthenbeck: Damals nicht so viel, allein von der Entfernung her ist Rehden ja viel zu weit weg.

Jetzt haben Sie sich aber intensiv mit dem Gegner beschäftigt.

Ruthenbeck: Natürlich. Wir haben sie beobachten lassen und Videos analysiert. Und wir werden nichts unterschätzen oder dem Zufall überlassen. Wir sind sehr fokussiert auf das Spiel, bereiten uns so vor, als wäre es ein Zweitligaspiel. Daher reisen wir auch bereits am Freitag nach Cloppenburg.

Welche Eindrücke haben Sie vom BSV Rehden gewonnen?

Ruthenbeck: Das ist eine sehr unbequeme Mannschaft, die richtig gute Phasen in ihrem Spiel hat. Das haben sie beim 2:2 gegen Werder II gezeigt, ein Spiel, das Rehden durchaus hätte gewinnen können. Die Frage wird sein, ob sie dieses gute Spiel gegen uns 90 Minuten lang durchziehen können. Da müssen wir aufpassen, denn sollten wir in Rückstand geraten, wird es schwierig für uns.

Ist es ein Nachteil für Rehden, nicht im eigenen Stadion spielen zu können?

Ruthenbeck: Das weiß ich nicht, es ist schwierig zu beurteilen. Es wird sich zeigen, wie wohl sich Rehden in Cloppenburg fühlt. Ich hoffe, nicht zu sehr...

Oftmals schonen Bundesligisten in Pokalspielen Leistungsträger. Werden Sie auch rotieren?

Ruthenbeck: In gewisser Weise rotieren wir ja immer ein wenig. Wir sind in der Offensive in der Breite sehr gut aufgestellt. Michael Klauß zum Beispiel war gegen St. Pauli zunächst draußen. Er wird jetzt wieder reinkommen. Fest steht, dass wir den Torwart wechseln werden. Für Jasmin Fejzic wird Daniel Bernhardt spielen. Zudem wird vermutlich Andreas Ludwig Jürgen Mössmer ersetzen.

In Mössmer hat kurzfristig ein Leistungsträger den VfR Aalen Richtung Nürnberg verlassen. Wie sehr schmerzt dieser Abgang?

Ruthenbeck: Es tut immer weh, wenn man einen Stammspieler abgibt, mit dem man die ganze Vorbereitung zusammen gearbeitet hat. Besonders der Wechsel von Jürgen tut uns richtig weh, ohne Wenn und Aber.

Ein 0:0 gegen RB Leipzig, dann ein 2:0 beim FC St. Pauli – mit dem Start in die neue Zweitliga-Saison können Sie mehr als zufrieden sein.

Ruthenbeck: Sind wir aber nicht. Okay, mit dem Sieg gegen St. Pauli sind wir zufrieden. Nicht aber mit dem 0:0 gegen Leipzig. Das war total glücklich, und das weiß die Mannschaft auch. Das Ergebnis war top, nicht aber das Spiel. Das verlierst du normalerweise. Wichtig war, dass nun mit dem Sieg gegen Hamburg ein positiver Trend zu erkennen ist.

Was ist vom VfR Aalen in dieser Saison noch zu erwarten?

Ruthenbeck: Wir wollen nicht absteigen und möglichst viele Heimspiele gewinnen. Wir wollen die Attraktivität steigern, eine Mannschaft haben, die Fußball spielt, den Ball laufen lässt und nicht allein ergebnisorientiert ist. Ende der vergangenen Rückrunde haben wir viele gute Spiele gemacht, und ich denke, wir sind noch einen Tick weiter als im vergangenen Jahr. Diesen eingeschlagenen Weg wollen wir weitergehen – und uns natürlich noch steigern.

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