Esche weg, Becken gesperrt

Vertrauen statt Verdrossenheit: „Wir werden das richtige Puzzleteil finden“

Die Leaderqualitäten von Dino Bajric (am Ball) sind nach dem Abschied von Tobias Esche mehr denn je gefragt. Foto: wie
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Die Leaderqualitäten von Dino Bajric (am Ball) sind nach dem Abschied von Tobias Esche mehr denn je gefragt.

Rehden – Der Dirigent ist weg – wer gibt nun den Takt vor? Diese Frage gilt es beim BSV Rehden schnellstmöglich zu beantworten. Das Spiel beim VfB Oldenburg (Sonntag, 14.00 Uhr) wird für die „Schwarz-Weißen“ das erste Regionalliga-Spiel 2019/2020 ohne Tobias Esche sein. Der wort- und formstarke Abwehrchef hat seine Zelte in Deutschland abgebrochen, wanderte in die USA aus (wir berichteten).

Erste Alternative wäre Neuzugang Pierre Becken. Doch der drittliga-erfahrene Innenverteidiger darf nicht, sitzt noch eine Rotsperre ab. Also die Chance für den ebenfalls im Winter gekommenen Denis Schütte (21)? Rehdens Trainer hält sich bedeckt. „Wir haben noch genügend Möglichkeiten im Kader“ sagt Maarten Schops: „Wir werden das richtige Puzzleteil finden.“ Die wahrscheinlichste Variante dürfte sein, dass der defensive Mittelfeldspieler Dino Bajric eine Station nach hinten rückt und die von Esche verwaiste Innverteidiger-Position neben Mirsolav Kovacevic einnimmt. Erstens strahlt Bajric eine Ruhe am Ball aus, zweitens taugt er als Kommandogeber.

Michael Hohnstedt ist ohnehin nicht bange ob der defensiven Stabilität beim Liga-Siebten. „Die Automatismen gegen den Ball sind in den Köpfen verankert“, betont Rehdens Co-Trainer: „Wir haben da volles Vertrauen in jeden Einzelnen.“ Nicht umsonst haben die Rehdener die drittwenigsten Tore in der Liga kassiert.

Offensiv drückte hingegen zuletzt beim HSC Hannover (0:0) der Schuh. „Im Spiel mit dem Ball müssen wir mehr Lösungen finden“, fordert Hohnstedt. Allerdings hatte es Hannover mit seiner destruktiven Spielweise den Rehdenern auch schwer gemacht. Der VfB Oldenburg dürfte vom Selbstverständnis her anders auftreten, auch selbst gestalten statt nur verhindern wollen. „Wir werden mehr Räume kriegen, die es dann gut zu bespielen gilt“, sagt Hohnstedt. Zuletzt gelang dies den „Schwarz-Weißen“ häufig gut gegen Oldenburg. Sie sind fast schon zu einem Angstgegner für die „Blauen“ geworden. Seit zehn Regionalliga-Spielen hat Rehden nicht mehr gegen Oldenburg verloren, die letzte Niederlage datiert aus dem November 2014. Diese Serie würde Schops gerne ausbauen. Dafür sei aber voller Einsatz nötig. „Das Team, das es mehr will, wird das Spiel gewinnen“, betont der BSV-Coach, der in Oldenburg weiterhin ohne Außenbahnspieler Shamsu Mansaray (Innenbandverletzung im Knie) auskommen muss. Zudem ist auch der Einsatz des zuletzt privat verhinderten Stürmers Bocar Djumo noch nicht sicher gestellt.  wie

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