Verstärkung für Polizei, Rehden rüstet nach

200 Fans reisen aus Hannover an

Rehden - Diese Fans hätte Martin Kind gern wieder zurück – denn seitdem eine stattliche Anzahl Ultras von Hannover 96 das Profiteam boykottiert und lieber mit der zweiten Mannschaft durch die Regionalliga tourt, hat sich die Stimmung in der HDI-Arena merklich abgekühlt. Vor dem morgigen Heimspiel gegen Bayern bat Hannovers Club-Boss Kind daher alle „Abtrünnigen“ in einem offenen Brief um Unterstützung.

Doch etwa 200 96-Anhänger scheinen sich für Samstag schon die Fahrt zum Spiel ihrer U23 beim BSV Rehden vorgenommen zu haben. Das erfuhr Udo Schilling, „Szenekundiger Beamter“ der Polizeiinspektion Diepholz, von seinen Kollegen aus Hannover. „Der Großteil von ihnen reist mit der Bahn und kommt am Diepholzer Bahnhof an“, schilderte Schilling. Er versprach: „Wir werden Präsenz zeigen.“ Denn bei allem positiven Eindruck, den die Hannoveraner bisher mit ihren Choreografien in verschiedenen Stadien hinterließen, gab es auch unschöne Vorfälle – von Randale im Zug bis zu mit Pyrotechnik auf den Rängen. „Inzwischen machen sie aber weniger Stress“, weiß Hauptkommissar Schilling: „Vom letzten Auswärtsspiel in Cloppenburg ist uns jedenfalls nichts Negatives zu Ohren gekommen.“ Sicherheitshalber haben die Ordnungshüter jedoch mehr Personal eingeplant: Die Beamten der Diepholzer Inspektion bekommen Verstärkung von der Bereitschaftspolizei Oldenburg. „Wir sind aber insbesondere für die Sicherheit außerhalb des Stadions zuständig und weniger im Inneren – das liegt in der Verantwortung des Vereins“, stellt Schilling klar.

Daher hat der BSV sein Kontingent an Ordnern auf mehr als 30 Mann erhöht. „Das ist für uns schon ziemlich viel. Wir sind vorbereitet“, versprach Rehdens Sportvorstand Markus Kompp. Bis morgen werden zudem die Zäune des Gästebereichs um eine Strecke auf der Gegengeraden erweitert, damit alle Gäste genug Platz haben. „Wir freuen uns über den Besuch und wieder eine tolle Choreografie“, sagt Kompp, der in engem Kontakt zum 96-Fan-Projekt stand. Dort versicherten ihm die Mitarbeiter, dass sie auch an den Transfer vom Diepholzer Bahnhof ins knapp zehn Kilometer entfernte Rehden gedacht haben: Ein Shuttle-Bus für die Hin- und Rückfahrt ist reserviert. „Die Punkte bleiben aber hier“, frotzelt Kompp.

ck

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