0:1 verschuldet, Ausgleich erzielt / Rehden vergibt in Braunschweig viele Chancen

1:1 – Hirookas Geschoss gegen die Traurigkeit

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Traf in der 51. Minute zum 1:1: Rehdens Mittelfeldspieler Taiki Hirooka.

Braunschweig - Milos Mandic lief als Erster auf Taiki Hirooka zu, knuddelte den kleinen Japaner und rief ihm zu: „Siehst du, ich hab’s dir doch gesagt!“ Mit einem fulminanten 18-Meter-Hammer unter die Latte hatte Hirooka in der 51. Minute das 1:1 für Fußball-Regionalligist BSV Rehden erzielt und damit gleichzeitig für den Endstand im Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig II gesorgt.

Nachdem Mandic seinen Kollegen wieder „freigelassen“ hatte, zog Trainer Andreas Petersen den 23-Jährigen an sich und lobte seinen Spieler: „Du hast gekämpft wie ein Mann und das Tor des Monats geschossen.“

Hirooka war so viel Zuneigung fast schon ein bisschen peinlich. „Milo und der Trainer haben mir gesagt, ich soll einfach mal draufhalten, weil ich einen starken Schuss hätte“, sagte Hirooka, „und ich bin glücklich, dass es geklappt hat.“ Als der Ball dann nach schönem Zuspiel von Aaron Goldmann unter der Latte einschlug, „war ich auch sehr erleichtert, denn ich habe in der ersten Halbzeit einen dicken Fehler gemacht“, räumte der Japaner ein.

Er meinte damit die 24. Minute, als Hirooka sich im Mittelfeld einen überflüssigen Ballverlust leistete, den Braunschweigs Giancula Korte per Konter zur 1:0-Führung verwertete. „Es war ein schwerer Ball, ich habe es nicht geschafft, ihn zu spielen. Das Gegentor war meine Schuld, und daher bin ich jetzt auch ein bisschen traurig, dass wir nicht gewonnen haben“, räumte Hirooka ein. Immerhin aber sei er am Ende froh, „dass ich mit meinem Tor noch etwas gutmachen konnte“.

Allerdings hätte der BSV Rehden vor der Szene zum 0:1 bereits 3:0 führen können, wenn nicht gar müssen. Doch Mattia Trianni (3.) und Aaron Goldmann (4.) scheiterten an Eintracht-Keeper Marcel Engelhardt, zudem traf Goldmann noch den Pfosten (5.). „Es ist noch immer das gleiche Dilemma“, stöhnte Petersen, „was wir liegen lassen, das ist schon Wahnsinn. Die Chancenverwertung ist weiter unser Problem.“

Als dann Braunschweigs Taskin Ilter nach einem rüden Foul an Hirooka die Rote Karte gezeigt bekam (30.), wurde Rehden noch überlegener, doch nur drei Minuten vor dem Wechsel sah Andor Bolyki wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot. Der numerische Vorteil war wieder dahin. „Der Junge hat unglaublich viel Potenzial, manchmal ist er aber noch zu ungestüm“, tadelte Petersen die Aktion seines Abwehrspielers.

Der Überlegenheit der Gäste tat dies aber auch nach dem Wechsel keinen Abbruch. Nach Hirookas Supertor zum 1:1 spielte nur noch eine Mannschaft: der BSV Rehden. „Es ist schon erstaunlich, dass wir so eine Überlegenheit an den Tag legen können. Und es ist schon klasse, wie wir uns immer wieder die Chancen herausspielen“, lobte Petersen den Auftritt seiner Mannschaft. Doch das Haar in der Suppe war deutlich zu erkennen: die mangelnde Chancenverwertung. So zielte Trianni knapp drüber (68.), Christian Pauli traf nur die Latte (69.), Kifutas Knaller klatschte ebenfalls gegen das Aluminium (81.), ehe der BSV-Stürmer an Engelhardt scheiterte (83.). „Irgendein Ding muss da einfach mal rein, damit wir uns auch belohnen“, sagte Petersen.

Denn unterm Strich stehen für den BSV Rehden nach vier Spielen nur drei Punkte auf der Habenseite. Petersen: „Diese Eichhörnchen-Taktik hilft uns nicht weiter.“ Wohl wahr.

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