Verletzung von Matovina schlimmer als befürchtet / Stevanovic unter der Lupe

Nasenbein, Jochbein und auch den Kiefer gebrochen

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Mittelfeldspieler Predrag Stevanovic (re.) im Gespräch mit Rehdens Vereinsboss Friedrich Schilling.

Rehden - Von Arne Flügge. Markus Kompp wirkte gestern ziemlich mitgenommen, denn die Verletzung, die sich Linksverteidiger Kresimir Matovina vom BSV Rehden am Sonntag im Auswärtsspiel beim VfB Oldenburg zugezogen hatte (wir berichteten), ist noch schlimmer als befürchtet. „Bei Kresimir ist so ziemlich alles im Gesicht kaputt“, seufzte der Sportvorstand des Fußball-Regionalligisten.

Die genaue Untersuchung in einem Oldenburger Krankenhaus ergab: Nasenbein, Jochbein und auch der Kiefer sind gebrochen. Der 23-jährige Kroate wurde bereits gestern operiert und muss mindestens fünf Tage im Krankenhaus bleiben. „Das ist für die Mannschaft, aber speziell für Kresimir eine ganz, ganz bittere Situation“, sagte BSV-Trainer Alexander Kiene gestern: „Wir werden ihn jetzt unterstützen, damit er alles gut übersteht und ihm helfen, möglichst bald wieder bei der Mannschaft zu sein.“

Wie lange Matovina, der in Oldenburg in der 29. Minute einen Schlag ins Gesicht bekommen hatte, ausfällt, ist schwer einzuschätzen. Mindestens drei Wochen wird es wohl dauern, ehe der Abwehrspieler frühestens – und dann mit einer Spezialmaske – wieder auflaufen kann.

Da sich auch der Muskelfaserriss in der Wade bei Abwehrspieler Stefan Heyken bestätigt hat und Danny Arend nach seinen muskulären Problemen erst gestern Abend wieder ins Lauftraining eingestiegen ist, wird es für die Rehdener nun personell ziemlich eng. „Bei aktuell 20 Mann im Kader tun uns längerfristige Ausfälle richtig weh“, seufzte Kiene.

Von daher sei es zwingend notwendig, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Das Wechselfenster schließt am 31. August, „also haben wir noch etwas Zeit, doch der Markt ist mittlerweile begrenzt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwierig, etwas zu realisieren“, weiß der 37-Jährige. Und ohnehin müsste es in sportlicher und auch wirtschaftlicher Hinsicht passen.

Gesucht wird noch ein offensiver Außenspieler. Gefunden wurde vielleicht ein recht prominenter. Predrag Stevanovic, Ex-Profi von Werder Bremen (drei Bundesligaspiele) könnte die Lücke schließen. Der 24-Jährige, der am Sonntag in Oldenburg bereits Zuschauer war, wird morgen zusammen mit weiteren Kandidaten im Rehdener Training auf Herz und Nieren geprüft.

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