BSV Rehden verspielt beim 2:2 gegen TSV Havelse zwei Führungen

Verflixte Nachspielzeiten

Traumfreistoß zum 1:0: Rehdens Dino Bajric. Foto: Wiechert

Rehden - Von Daniel Wiechert. Platsch, platsch machte es, als Heiner Backhaus vor Spielbeginn auf den Platz marschierte. Dabei schlugen dem Trainer des BSV Rehden Böen ins Gesicht. Es nieselte unaufhörlich. Kein Wetter für Schönspielerei. Weshalb Backhaus die Regionalliga-Partie gegen den TSV Havelse zum Charaktertest erklärte. Diesen bestanden die Rehdener Spieler beim 2:2 (1:1) nur zum Teil. „In der ersten Halbzeit sind wir nur hinterher gelaufen“, sagte Backhaus. Das Motto „einer für alle, alle für einen“ sei nicht erkennbar gewesen. Nach der Pause sei es aber deutlich besser gewesen: „Da haben wir dem Gegner den Scheid abgekauft.“

Backhaus hatte im Vergleich zur unglücklichen 0:1-Niederlage gegen Weiche Flensburg nur eine Änderung in der Startformation vorgenommen. Für Quentin Fouley begann Shamsu Mansaray. Den ersten Schuss hatten die Gäste zu verzeichnen: Deniz Cicek verzog nach wenigen Sekunden jedoch deutlich aus 20 Metern. Dann wurde es brenzliger für Rehden: Leon Damer tankte sich über rechts durch, bediente Cicek, doch Havelses Spielgestalter (14.) scheiterte aus zehn Metern an Keeper Nick Borgman. Überhaupt gehörte die erste halbe Stunde den Gästen. Sie kombinierten auf dem tiefen Platz gefälliger, wirkten auch in der Zweikampfführung wacher. Bei Rehden funktionierte zwar das Gegenpressing recht ordentlich, allerdings war die Fehlpassquote viel zu hoch. Insofern war es nicht verwunderlich, dass für die erste Torannäherung ein Fernschuss vonnöten war. Josip Tomic (24.) zog aus vielversprechender Position ab, der Ball segelte aber weit über das Tor. Mit dem ersten Schuss aufs Tor ging Rehden dann in Führung: Dino Bajric (44.) zirkelte einen Freistoß aus 23 Metern ins rechte Eck. Kurz darauf klärte Tobias Esche zur Ecke statt ins Seitenaus. Den Eckball von Cicek von links – köpfte Noah Plume zum 1:1 (45.+2) ein.

Nach dem Seitenwechsel verlor Rehdens Verteidigung zunächst Yannik Jaeschke aus den Augen, doch Havelses Goalgetter (49.) schoss aus halbrechter Position links vorbei. Nach üblem Ballverlust von Esche war dann Julius Langfeld (68.) auf und davon, traf aber nur das Außennetz. Die Gastgeber kamen jetzt auch häufiger ins letzte Drittel, agierten dort aber oft zu kopflos. Shamsu Mansaray wühlte sich einmal durch, bediente Bocar Djumo, der quer zu Tomic legte. Doch dessen Schuss (71.) entschärfte Sven-Torge Bremer. Fünf Minuten vor Schluss versuchte es Rhami Ghandour mit Wucht, doch der Ball zischte rechts vorbei, ehe Borgman auf der Gegenseite im Duell mit Jaeschke (86.) Sieger blieb.

In der Schlussphase wurde es turbulent. Erst köpfte Miroslav Kovacevic nach einem Klasse-Freistoß von Quentin Fouley zum 2:1 (89.) ein, ehe Havelse erneut in der Nachspielzeit antwortete: Niklas Tasky traf ebenfalls per Kopf nach Eckball – 2:2 (90.+2). „Da waren wir nicht mit allen Mann online“, haderte Backhaus. Und so fühlte sich das Remis für die Gäste irgendwie schöner an. „Wir fahren nicht glücklich, aber auch nicht unzufrieden nach Hause“, betonte Jan Zimmermann. Trotz des tiefen Bodens sei es ein „intensives Spiel“ gewesen, meinte der TSV-Trainer: „Ich glaube, das hat den Charakter beider Teams gut gezeigt.“

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