Unruhige Zeiten beim BSV Rehden

Die Wochen der Entscheidungen

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Rehdens Chef Friedrich Schilling hat viele Baustellen zu schließen.

Rehden - Von Arne Flügge. Was vor einigen Monaten noch auf einem ganz festen Fundament stand, droht mittlerweile zu einem wackligen Kartenhaus zu werden.

Beim Fußball-Regionalligisten BSV Rehden ist einiges in Schieflage geraten: Der Leistungsabfall der Mannschaft, der Über-Nacht-Rücktritt von Ex-Trainer Alexander Kiene, Personalengpass im Vorstand, Probleme bei der zweiten Mannschaft – und jetzt der Wechsel von Sportvorstand Markus Kompp auf den Chefsessel von Drittligist Hansa Rostock. Das alles hat Spuren hinterlassen.

Vor allem der Jobwechsel von Kompp trifft die Rehdener hart. „Er hat sehr viele Dinge richtig gut organisiert. Außerdem hat Herr Kompp ja auch in einigen meiner Firmen mitgearbeitet. Da fehlt er jetzt auch. Und es wird nicht einfach sein, diese Lücke zu schließen. Das müssen wir jetzt erstmal organisieren“, sagt Vereinsboss Friedrich Schilling. Denn Kompp war natürlich in die Suche nach einem neuen Trainer und Verstärkungen in der Winterpause involviert. „Wir müssen sehen, dass sich jetzt Leute im Verein finden, auf die wir die Arbeit verteilen können“, so der 64-Jährige.

Es stehen die Wochen der Entscheidungen vor der Tür. Erst einmal müssen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung einige Vorstandsposten neu besetzt werden. Horst Vogler hat angekündigt, kürzer treten zu wollen, Kai Hollberg ist bereits ausgeschieden. Zudem sucht der Club noch einen Masseur, einen weiteren Co-Trainer und nach dem Weggang von Kompp nun auch wieder jemanden, der künftig das Stadionmagazin betreut. „Wenn es nicht läuft, kommt immer mehr Arbeit auf einen zu“, seufzt Schilling.

Denn auch die Zweite macht dem Club Sorgen. Neuzugang Bilal Abdallah ist unzufrieden zurück nach Essen gegangen, wann Mittelfeldspieler Yuki Nakagawa nach seiner Schulterverletzung zurückkehrt, ist fraglich. Und natürlich geht auch die Suche nach einem neuen Trainer weiter. Franz Gerber wird nur bis zur Winterpause bleiben. „Wir arbeiten dran“, sagt Schilling, „es gibt genügend Kandidaten, die sich Spiele unserer Mannschaft anschauen. Aber es ist schwierig, den Richtigen zu finden. Er muss in unser Konzept passen. Auch die Entfernung spielt eine Rolle.“

Darüber hinaus will und muss der Verein in der Winterpause nachrüsten. „Wir brauchen Spieler, die uns qualitativ verstärken“, sagt Schilling, kündigt auf der anderen Seite aber auch an: „Es gibt auch einige unzufriedene Spieler bei uns, von denen wir uns im Winter trennen werden.“ Wen es trifft, verriet der Vereinschef freilich noch nicht.

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