0:0 in Oldenburg

Der unfassbare Fehlschuss des Corvin Behrens

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Die Szene des Spiels: Rehdens Mittelfeldspieler Corvin Behrens steht ganz allein vor dem leeren Oldenburger Tor und hämmert den Ball an die Latte. Am Ende trennten sich beide Mannschaften mit 0:0.

Oldenburg - Von Arne Flügge. Es lief die 70. Minute, als am Sonntag das schier Unfassbare passierte: Fußball-Regionalligist BSV Rehden bekam im Aufwärtsspiel beim VfB Oldenburg einen Freistoß aus dem linken Halbfeld zugesprochen.

Kapitän Kai Bastian Evers trat die Kugel hart und platziert in den Strafraum, die VfB-Defensive spekulierte vergeblich auf Abseits – da stand Corvin Behrens völlig blank. Technisch höchst anspruchsvoll und mit dem Rücken zum Tor legte der Rehdener Mittelfeldspieler den Ball direkt mit der Brust an Oldenburgs Keeper Hrvoje Bukovski vorbei, stand jetzt plötzlich fünf Meter mutterseelenallein vor dem leeren Tor – und nagelte die Kugel an die Latte! Dass die Partie am Ende 0:0 ausging, ist für Behrens natürlich doppelt bitter. „Es wäre der Lucky Punch gewesen“, sagte der Mittelfeldspieler.

Eine Einschätzung, die auch Oldenburgs Trainer Dietmar Hirsch teilte. „Das war die größte Chance des Spiels. Kriegen wir da das Gegentor, hätten wir es wohl nicht mehr biegen können.“

Erklärungsversuch für Fehlschuss

Nur: Wie um Himmels Willen Behrens den Ball nicht im Tor unterbringen konnte, war ihm selbst und den meisten der 1 770 Zuschauern im Marschwegstadion ein Rätsel. Behrens indes hatte zumindest einen Erklärungsversuch. „Als der Ball von Bastis Fuß los geht hatte ich ein gutes Gefühl, dass es was werden könnte“, meinte der Rehdener. Mit dem Rücken zum Tor habe er dann aber nicht gesehen, wen er da mit der blitzschnellen Drehung ausgespielt habe. „Ich dachte, der Torwart ist noch auf der Linie. Sonst hätte ich den Ball doch einfach nur reingeschoben. Das war so aber wirklich kein einfaches Ding.“

Sein Trainer stimmte dem zu. „Natürlich hätte uns das Tor gutgetan. Und ich denke, es wäre auch der Siegtreffer gewesen“, meinte Wolfgang Schütte, der seinem Spieler aber keinen Vorwurf machen wollte. „Das ist ärgerlich, aber es ist nun mal passiert“, meinte der 61-Jährige. 

Er glaubt nicht, dass Behrens an dieser vergebenen Chance länger zu knabbern haben wird. „Überhaupt nicht“, meinte Schütte, „Corvin ist erfahren und clever genug, das wegzustecken.“ Was Behrens bestätigte. „Natürlich hätte ich das Tor gerne gemacht, keine Frage. In der letzten Saison in Havelse habe ich der Mannschaft mit dem Lucky Punch zum 1:0 helfen können. Und ich werde es bestimmt auch mal wieder tun.“ Mittwoch im Pokalspiel gegen Osnabrück hat er schon die Gelegenheit dazu.

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