24-Jähriger beackert Rehdens linke Seite

Der unermüdliche Tim Rieckhof

+
Eine konsequenten Zweikampfführung und offensiv immer auf dem Gaspedal: Tim Rieckhof überzeugte in Hamburg. - Foto:

Hamburg - Tim Rieckhof stemmte die Hände in die Hüften, beugte sich leicht nach vorne. Wenig später wischte er sich den Schweiß von der Stirn. Ja, er war ausgepumpt nach diesen 90 Minuten.

Doch am schwersten wog die Enttäuschung, nach einem starken Spiel nichts Zählbares aus der Hansestadt Hamburg mit in die Gemeinde Rehden genommen zu haben. „Es ist bitter, dass man so knallhart bestraft wird“, sagte der 24-Jährige. Sein BSV Rehden hatte soeben durch eine Unaufmerksamkeit mit 0:1 das Regionalliga-Spiel beim Hamburger SV II verloren. „Da sind sie eben eiskalt“, seufzte Rieckhof, bevor er auch lobende Worte für sein Team fand. „Klar, die Hamburger haben das Spiel gemacht, aber wir standen insgesamt gut. Und wir haben auch immer wieder Akzente gesetzt. Leider fehlte uns dann im letzten Drittel die Genauigkeit.“

Tatsächlich hatte sich der Außenseiter Rehden, der ohne etliche Stammspieler angetreten war, stark verkauft. Und daran hatte Rieckhof einen gehörigen Anteil. Der Blondschopf spielte links in der Fünferkette und überzeugte mit einer konsequenten Zweikampfführung sowie einem unermüdlichen Drang nach vorn. Beispielhaft war eine Szene in der 28. Minute. Rieckhof erahnte einen Pass, erspitzelte den Ball, spurtete bis zur Grundlinie und passte auf Josip Tomic, der nur noch hätte einschieben müssen. Doch im letzten Moment grätschte Hamburgs starker Innenverteidiger Bjarne Thoelke das Anspiel auf Tomic ab.

Die Belohnung blieb aus, doch Rieckhof hatte sich für weitere Startelfeinsätze empfohlen. Der Student des Bauingenieurwesens war erst im Winter vom Bremen-Liga-Meister Bremer SV nach Rehden gekommen. „In der Regionalliga ist es schon ein ganz anderes Tempo, da musste ich mich erst dran gewöhnen“, sagt Rieckhof: „Aber ich glaube, das ist mir mittlerweile gut gelungen. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, mal wieder über 90 Minuten Gas geben zu können.“ Dass er die komplette Spielzeit auf dem Platz stand, kam zuvor erst ein Mal in dieser Saison vor. Natürlich wolle er noch häufiger spielen. „Aber der Trainer hat mir immer versichert, dass meine Spiele noch kommen werden.“ Über allem stehe aber das eine Ziel: „Wir wollen keinen Schönheitspreis gewinnen, wir wollen den Klassenerhalt!“ 

wie

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Deutsche Mittelgebirge im Winterurlaubs-Check

Deutsche Mittelgebirge im Winterurlaubs-Check

Der tropische Regenwald von Tortuguero

Der tropische Regenwald von Tortuguero

So erschließen sich Ältere die digitale Welt

So erschließen sich Ältere die digitale Welt

Neue Raketenangriffe aus Gaza - Israel tötet Dschihadisten

Neue Raketenangriffe aus Gaza - Israel tötet Dschihadisten

Meistgelesene Artikel

Interview: Rehdens Cheftrainer Backhaus über die erfolgreiche Hinrunde

Interview: Rehdens Cheftrainer Backhaus über die erfolgreiche Hinrunde

Tomic trifft, Rehden feiert weiter

Tomic trifft, Rehden feiert weiter

Kommentare