Rehdens Neuzugänge Hirooka und Kifuta treffen beim 2:0 über Havelse

Umjubelter Debütantenball

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Starker Antritt, starker erster Punktspiel-Auftritt: Kiala Kifuta (Mitte) setzt sich hier gegen Havelses Daniel Degner (l.) und Patrick Jöcks durch. Der Stürmer traf zum 2:0 und sorgte für viel Wirbel über rechts. ·

Rehden - Von Cord Krüger. Kevin Artmann fasste ein süffisantes Fazit: „Wichtig war, dass heute im Gegensatz zu Montag endlich mal die Null gestanden hat“, urteilte der Kapitän des BSV Rehden – und grinste. Nur zu gut wusste er, dass sein Team nach dem respektablen 0:5 im DFB-Pokal gegen die großen Bayern gestern alles andere als die Laufkundschaft der Regionalliga Nord zu Besuch hatte.

Gegen den letztjährigen Vizemeister TSV Havelse feierten Artmann und Kollegen einen klug erspielten und später geschickt verwalteten 2:0 (2:0)-Sieg zum Punktspiel-Start.

Da hatte auch Predrag Uzelac (fast) nichts zu meckern: „Mir hat das Spiel ganz gut gefallen“, urteilte der BSV-Trainer. „Besonders in der ersten Halbzeit haben wir das sehr gut gemacht und nicht viel zugelassen – trotz der Verletzung durch Younes Chaib, durch die wir negativ überrascht wurden.“

Der Neuzugang aus der ersten thailändischen Liga musste nach neun Minuten vom Platz. „Es ist mindestens eine Oberschenkelzerrung, wenn nicht mehr“, befürchtete Uzelac. Er rechnet damit, dass „Younes mehrere Wochen ausfällt“. Bitter, „schließlich haben wir keinen richtigen Außenspieler auf der rechten Seite.“ Oder doch? Kiala Kifuta jedenfalls, der nach Chaibs Ausfall auf diese Position rückte, legte eine Leistung hin, an die sich die 440 gestrigen Augenzeugen gewöhnen könnten.

Fast noch besser dürfte ihnen Taiki Hirooka gefallen haben, der für Chaib aufs Feld kam – und im offensiven Mittelfeld aufdrehte. „Das war richtig stark“, lobte Uzelac. Der quirlige Japaner störte früh, holte einige Bälle – doch die vorzeitige Krönung seiner Leistung vollzog er schon zehn Minuten nach der Einwechslung: Per Fallrückzieher aus 15 Metern traf der Techniker zum 1:0! Christian Hegerfeld hatte präzise von links geflankt, TSV-Keeper Markus Straten-Wolf faustete im Luftkampf gegen Artmann nicht weit genug, Hirooka drehte sich, nahm im Rückwärtsflug Maß, überlupfte Straten-Wolf und war danach für 30 Meter nicht mehr einzufangen, ehe ihn die Traube der deutlich massigeren Kollegen begrub. „Schade, dass ich das Tor nicht gesehen habe“, bedauerte Artmann, der in dieser Sekunde noch mit der Landung nach seinem Kopfballversuch befasst war. Uzelac hingegen atmete durch: „Gut, dass wir rechtzeitig die Tore gemacht haben.“

Denn das zweite folgte ebenfalls noch vor der Pause – wieder nach einer Hereingabe über links, diesmal durch Florian Stütz per Freistoß. Der Ball flog an Freund und Feind vorbei, Kifuta lauerte richtig am kurzen Pfosten und drückte ihn über die Linie (39.). Damit belohnte sich der 25-Jährige für seine starken Aktionen davor und danach, die er selbst erarbeitet oder aus guten Diagonalbällen gemacht hatte. Und die Führung war völlig verdient, denn „wir haben in der ersten Halbzeit kompakt gestanden und clever nach vorn kombiniert“, urteilte Artmann, der dazu seinen beträchtlichen Teil in der Doppel-Sechs beitrug.

Nach der Pause kam ein anderer TSV aufs Feld. Einerseits, weil „meine Kritik in der Kabine ankam“, wie Coach Christian Benbennek erkannte. Andererseits, weil er in Patrick Posipal und Petrus Amin zwei neue Kräfte brachte. „Ich hatte den Schiri gefragt, ob ich auch acht Mal wechseln durfte, aber er wollte nicht“, grantelte Benbennek.

Tragischerweise durfte er nun gar nicht mehr wechseln, denn nachdem sich Patrick Jöcks nach einem Duell mit Hirooka noch einige Zeit gequält hatte, humpelte er in Minute 67 mit einem Eisbeutel auf der Hüfte vom Platz. „Wir vermuten eine schwere Prellung des Beckenkamms“, verriet Benbennek – und lobte die verbliebenen zehn Recken, die „auch in den letzten 25 Minuten noch offensiv waren“. Doch Rehdens Abwehrchef Stefan Heyken hielt den Laden zweikampf- und lautstark dicht, so dass nichts mehr anbrannte.

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